GM-Marke BrightDrop mit neuem Großkunden: Nach FedEx fährt auch Walmart elektrisch

GM-Marke BrightDrop mit neuem Großkunden: Nach FedEx fährt auch
Walmart elektrisch
Bild 1 von 7

GM-Marke BrightDrop mit neuem Großkunden: Nach FedEx fährt auch Walmart elektrisch

© General Motors

BrightDrop, die neue Elektro-Transporter-Marke von General Motors, hat jetzt mit der Auslieferung erster Fahrzeuge für den Großkunden FedEx begonnen. Auch Walmart zählt zu den Abnehmern.

General Motors hat eine neue Geschäftseinheit mit dem Namen BrightDrop angekündigt. Die neue Marke verlässt die klassischen Grenzen, GM ist damit kein reiner Fahrzeugproduzent mehr. Bright-Drop soll als smartes Ökosystem, das aus Fahrzeugen und Softwarelösungen besteht, Gewerbekunden ansprechen.

Erstes Produkt ist der BrightDrop EP1. Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich eine "Electric Pallet", also eine Transportpalette mit eigenem Antrieb. Sie kann verschiedene Aufbauten tragen und damit in Fabrikhallen Bauteile transportieren oder auch Pakete vom Lieferwagen des Kurierdienstes für eine kontaktlose Übergabe zur Haustür des Empfängers fahren. Die Nutzlast soll bei circa 90 Kilogramm liegen.

Lieferwagen EV600 mit 400 km Reichweite

BrightDrop EV600 heißt ein Lieferwagen mit Elektroantrieb. Er speichert Strom in den von GM 2020 vorgestellten Ultium-Batterien. In ihnen können großformatige Batteriezellen sowohl horizontal als auch vertikal angeordnet werden, um je nach Fahrzeug die maximale Kapazität zu erreichen.

Die Reichweite des EV600 soll bei etwa 400 Kilometern liegen. Das Akkupaket kann mit einer Leistung von bis zu 120 kW mit Gleichstrom geladen werden. In einer Stunde soll so Strom für knapp 275 Kilometer Fahrstrecke ins Auto fließen.

Die Sicherheitsausstattung soll unter anderem einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und Querverkehrsüberwachung umfassen. Ende 2021 wurden die ersten Exemplare des EV600 an ausgesuchte Kunden ausgeliefert. 2022 wird, den Plänen zufolge, eine größere Serie starten. Der Kurierdienstleister Fed-Ex ist BrightDrops erster Abnehmer.

EP1 und EV600 sollen nur der Anfang für BrightDrop sein. Zusätzlich zu diesen ersten Konzepten beschäftigt sich die neue GM-Einheit aktuell mit Fahrzeugen, die mehrere der Paletten über mittlere Distanzen transportieren können und weiteren Transporter-Konzepten.

Erste Auslieferungen an FedEx

500 Elektrotransporter wird FedEx abnehmen. Die ersten fünf davon wurden bereits an den Kunden ausgeliefert. Angaben von General Motors zufolge wurde in der Geschichte des Konzerns noch kein Modell schneller realisiert, weniger Zeit von der ersten Idee für das Fahrzeug bis zur Auslieferung verstrich noch nie.

"Die Auslieferung der ersten BrightDrop EV600 ist ein historischer Moment, der durch die Zusammenarbeit von zwei führenden amerikanischen Unternehmen möglich gemacht wurde", sagt Mitch Jackson, Chief Sustainability Officer bei FedEx.

Auch Walmart bestellt Fahrzeuge

Auch der US-amerikanische Handelsgigant Walmart gehört künftig zu den Kunden von BrightDrop. Das Unternehmen hat angekündigt, 5.000 Exemplare des EV600 und des geplanten kleineren EV410 zu reservieren.

Die Elektro-Transporter sollen dabei helfen, die Flotte des "InHome" genannten Lieferservices von Walmart zu elektrifizieren. Bis zum Jahr 2040 soll die Flotte dafür zu 100 Prozent aus lokal emissionsfreien Fahrzeugen bestehen. Die ersten BrightDrop-Transporter in den Diensten von Walmart sollen ab 2023 auf die Straße rollen.

Cloudbasierte Software

Der Ansatz von Bright-Drop schließt auch Softwarelösungen mit ein. Eine cloudbasierte Plattform soll Kunden bei der täglichen Arbeit helfen. Die gesamte Logistikkette kann in Echtzeit überwacht werden, auch um Routen zu optimieren, Fracht nachzuverfolgen und die Ladezeiten der Elektrofahrzeuge zu planen.

Seinen Kernmarkt sieht BrightDrop in den USA und Kanada. Auch bei den neuen Mobilitätskonzepten hat sich GM also vorerst vom einst globalen Anspruch verabschiedet. Ob und wann man die Produkte und das Konzept exportieren will, ist nicht bekannt.

Quelle: 2022 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Das meistverkaufte SUV im Jahr 2021 kommt von VW, heißt aber nicht Tiguan. In der Bestenliste des Jahres belegen die ...mehr
VDA und Classic-Analytics haben untersucht, wie sich die Werte beliebter Klassiker verändert haben. An der Spitze ...mehr
RM Sotheby's versteigert am 27. Januar 2022 in Phoenix, Arizon einen Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer, der sechs bis ...mehr
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.