Hainov Uran 16-Liter-SUV: Das Monster mit dem Panzermotor

Hainov Uran 16-Liter-SUV: Das Monster mit dem Panzermotor
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Hainov Uran 16-Liter-SUV: Das Monster mit dem Panzermotor

© Carmmunity via Facebook

Ein exzentrischer russischer Designer entwarf ein Riesen-SUV mit 16-Liter-Motor. Es blieb bei einem Einzelstück. Jetzt tauchten Bilder des Monsters bei Facebook auf.

Bildershow: Russen-SUV mit Panzermotor>>

An Fortbewegungsmitteln, die ewas größer als gewöhnlich sind, herrscht in Russland seit jeher kein Mangel. Eine kurze Googelei nach dem "kaspischen Seemonster" oder auch ein kurzer Blick auf die Antonov AN-25 sprechen da eine deutliche Sprache. Auch in unserer Rubrik für lustige Großgeräte tauchen immer wieder sehr spezielle russische Kreationen wie der Shaman oder der Burlak 6x6 auf. Wo/wie man das folgende Gerät mit dem treffenden Namen "Uran" einordnen soll, ist allerdings unklar.

Uran mit Panzermotor

Bilder des Uran tauchten jüngst in der "Carmmunity"-Gruppe auf Facebook auf, die Informationslage ist aber dürftig. Was jedoch offensichtlich ist, sind die Dimensionen des mutmaßlich über zweieinhalb Meter breiten Kolosses. Entstanden sein soll er unter der Federführung von Gennady Hainovym Yevgenyevich. Dessen in den 1980er Jahren gegründete Firma Dragon Motors versuchte sich vor allem an GFK-Karosserieumbauten rustikaler russischer Geländewagen wie GAZ und UAZ.

Nach ähnlichem Muster scheint auch der Uran entstanden zu sein, worauf auch die von vielen Kanten geprägte Karosserieform hindeutet. Die gestrecke Silhouette sieht erstaunlich wohlproportioniert aus, die rund einen Meter hohen Reifen zeigen allerdings, dass hier ein echtes Trumm von Auto geformt wurde. Bezeichnend auch der Blick in den (edel aufgebauten) Innenraum mit Einzelsitzen und einem meterbreiten Abstand zwischen den Sitzplätzen.

16 Liter Hubraum

Die Breite des Uran ist wohl vor allem seinem Motor geschuldet, der einfach ein bisschen Platz brauchte. Schließlich handelte es sich dabei um den Antrieb des BMP-2-Schützenpanzers. Der 16 (i.W.: Sechzehn) Liter große V6-Motor bringt es laut Datenblatt auf 290 PS und bedient sich in seinem ursprünglichen Einsatzort aus einem 460-Liter-Tank. Dafür gibt es Gründe – die vermutlich auch dazu führten, dass der Uran letztlich ein Einzelstück blieb. Denn selbst für russische Verhältnisse dürfte der Durst des Uran exorbitant gewesen sein.

Wie es mit dem Riesen-Russen weiterging, verrät Carmmunity leider nicht. Die Bilder lassen jedoch vermuten, dass er in einer abgelegenen Halle irgendwo ganz weit weg leise vor sich hin verwittert. Eigentlich schade drum. Gehört hätten wir in schon gerne einmal.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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