Neuer Outlander als PHEV und Benziner: Mitsubishi rüstet Plug-in-Version auf

Neuer Outlander als PHEV und Benziner: Mitsubishi rüstet
Plug-in-Version auf
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Neuer Outlander als PHEV und Benziner: Mitsubishi rüstet Plug-in-Version auf

© Mitsubishi Motors Corporation

In Japan und den USA hat Mitsubishi bereits den neuen Outlander am Start. Der kommt bald mit einem PHEV-Antrieb, der deutlich mehr kann als zuvor.

In der Nacht von 16. auf den 17. Februar 2021 enthüllte Mitsubishi den neuen Outlander – und zwar erstmals bei einer Fahrzeugpremiere via Amazon Live-Stream. Seit April 2021 ist das Modell in den USA zu Preisen ab 25.795 Dollar (knapp 22.000 Euro) erhältlich. Am 28. Oktober folgt die heißersehnte Plug-in-Hybrid-Version. Deren Debüt erfolgt ebenfalls online, allerdings als Live-Stream auf der Mitsubishi-Website.

Auf dem Genfer Autosalon 2018 gaben die Japaner mit dem Engelberg Tourer einen Ausblick auf das kommende Modell. Wie für eine Studie üblich, präsentierte sie sich mit einem expressiven Design, zeigte eine mächtige Front, schmale Scheinwerferschlitze, ausgestellte Radhäuser, eine hohes Fensterband sowie eine aufgeräumte Heckpartie mitsamt Unterfahrschutz. Das Concept Car wurde als Plug-in-Hybrid mit je einem E-Motor an den Achsen und einem Verbrennungsmotor mit 2,4 Litern Hubraum ausgeführt.

Mitsubishi macht auf I-Fu-Do-Do

Der im Frühjahr enthüllte Outlander – es ist die inzwischen vierte Generation – übernimmt viel von der damaligen Studie. An der Front prangen innerhalb einer Chromspange zusätzliche Leuchten, im unteren Bereich des massiven Stoßfängers gibt es Lufteinlassöffnungen. Auch die unterbrochene C-Säule schafft es ebenso in die Serie wie die Heckleuchten, die weit in die Kotflügel hinein reichen. Mitsubishi nennt die Entwicklung des Outlander unter der japanischen Motto "I-Fu-Do-Do", was majestätisch und authentisch heißt. Entsprechend soll der SUV Kraft und Qualität transportieren.

Der in zehn Karosseriefarben erhältliche Outlander legt im Vergleich zum Vorgänger deutlich zu. In der Länge wächst er um rund fünf, in der Höhe um rund vier Zentimeter. Der Radstand ist mit 2.705 Millimeter ebenfalls länger als zuvor. Mitsubishi verspricht durch das Wachstum sowohl auf den Vordersitzen als auch in Reihe zwei eine spürbar bessere Beinfreiheit als bisher. Die Räder sind mindestens 20 Zoll groß.

Als reiner Benziner oder Plug-in-Hybride

Das Verbrenner-Modell wird von einem konventionellen 2,5-Liter Vierzylinder-Benziner angetrieben, der eine Leistung von 181 PS erreicht. Ein stufenloses CVT-Getriebe, das über die Programmierung acht Gänge simuliert, ist die einzige Option. Serienmäßig kommt der Outlander mit Frontantrieb, Allradantrieb ist eine Aufpreis-Option.

Die Plug-in-Hybrid-Version soll besonders stark von der neuen Plattform profitieren, die ihm trotz einer im Vergleich zum Vorgänger erhöhten Batteriekapazität einen siebensitzigen Innenraum beschert. In puncto Verbrenner-Power, Fahrleistungen und Elektro-Reichweite soll er spürbar zulegen; exakte Werte verrät Mitsubishi bislang allerdings nicht. Zudem gewährleistet das Antriebs-Layout mit je einem E-Motor an Vorder- und Hinterachse einen Allradantrieb und ermöglicht das Fahrdynamik-System "Super-All Wheel Control" (S-AWC). Darin sind gleich sieben Fahrmodi hinterlegt, darunter Normal, Gravel (Schotter), Schnee, Power und Eco.

Innen mit einem Schritt nach vorne

Einen besonders großen Schritt nach vorne hat das Interieur gemacht, das deutlich moderner und auch edler wirkt. Das gesamte Armaturen-Board ist je nach Ausstattung mit Stoff oder Leder bezogen. Neben dem serienmäßigen Multimedia-Display in der Mitte gibt es gegen Aufpreis volldigitale Instrumente, ebenfalls gegen Aufpreis wird ein farbiges Head-up-Display installiert. Der Outlander PHEV erhält wie gewohnt individuelle Anzeigen, die beispielsweise den aktuellen Kraftfluss visualisieren. Die Generation Smartphone wird mit kabellosem Laden, mehreren USB-A- und USB-C-Steckdosen sowie der Integration von Apple Car-Play sowie Android Auto gelockt.

Bei den Assistenzsystemen werden unter anderem ein Toter-Winkel-Warner, hinterer Querverkehrswarner und die automatische Notbremsung, ein Spurhaltewarner, Müdigkeits-Überwachung, Kollisionswarnung, automatische Fernlichtkontrolle, adaptive Geschwindigkeitsregelung und Spurhalteassistent angeboten. Außerdem ist der neue Outlander mit dem "MI-Pilot Assist" zu haben, der teilautonomes Fahren ermöglicht.

Markteinführung in Deutschland weiter unklar

"Den neuen Outlander hätten wir auch gerne hier in Europa", sagte Werner Frey, Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland, im Frühjahr im auto motor und sport-Interview. Auf Nachfrage steht Ende Juli 2021 noch immer nicht fest, ob das Modell auch hierzulande auf den Markt kommen wird – und wenn ja, ob es nur den PHEV-Antrieb oder auch den reinen Benziner erhält. Für einzelne amerikanische und asiatische Märkte sind die Planungen in Bezug auf den Plug-in-Hybriden weiter fortgeschritten. Dieser soll in den USA in der ersten Jahreshälfte 2022 auf den Markt kommen; in der Heimat ist es bereits Mitte Dezember 2021 soweit.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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