Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage: Ferrari mit Kombi-Heck

Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage: Ferrari mit
Kombi-Heck
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Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage: Ferrari mit Kombi-Heck

© Niels van Roij Design

Autodesigner und Coachbuilder Niels van Roij setzt sein nächstes Projekt wieder auf Basis eines italienischen Sportwagens um. Das Vorbild stammt aus den 70ern.

Erst zu Jahresbeginn sorgte Niels van Roij mit dem Breadvan Hommage auf Basis des Ferrari 550 Maranello für Aufsehen. Doch nach dem Projekt ist vor dem Projekt, und nach dem Breadvan ist vor dem Shooting Brake. Wie der Autodesigner und Coachbuilder kürzlich bekanntgab, ist auch sein nächstes Auto eine Neuauflage eines legendären Ferraris, die im Auftrag eines Auto-Enthusiasten als Einzelstück umgesetzt wird.

Auto-Legende vom britischen Coachbuilder

Als Vorbild dient – wie auch beim Breadvan – ein historisch wertvolles Ferrari-Modell. Diesmal ist es ein Shooting Brake auf Basis des 365 GTB/4 Daytona mit der Chassis-Nummer 15275. Das Einzelstück wurde in den Siebzigerjahren vom amerikanischen Architekten und Immobilienmakler Bob Gittleman und dem US-Ferrari-Importeur Luigi Chinetti in Auftrag gegeben. Allerdings nicht – welch Sakrileg! – bei einer italienischen Karosserieschmiede, sondern bei der britischen Firma Panther Westwinds, die den Shooting Brake nach Chinettis Entwürfen fertigte. Der Legende um das Auto tat das natürlich keinen Abbruch; bei Oldtimer-Auktionen war der Shooting Brake stets eines der Highlights.

Zum Basisfahrzeug macht Niels van Roij bisher recht schwammige Angaben – wahrscheinlich, um dessen Hersteller nicht zu verärgern. Etwas verklausuliert heißt es, dass es sich um einen "zweisitzigen Gran Turismo mit V12-Frontmotor" handelt, der "von einem italienischen Automobilhersteller von 2006 bis 2013 produziert wurde". Die Beschreibung passt exakt auf den Ferrari 599. Eine naheliegende Wahl, schließlich steht der Sportwagen in einer direkten Ahnenreihe mit dem einstigen Basismodell Ferrari 365 GTB/4 Daytona.

Änderung "an fast jedem Karosserieteil"

Auch zur finalen Technik und zum Design des Daytona Shooting Brake Hommage hält sich Niels van Roij bislang bedeckt. Wahrscheinlich bleibt der Sechsliter-V12 unangetastet; so war es auch beim Breadvan. Sollte der Ferrari 599 GTB als Basisauto dienen, liefert der Motor demnach 620 PS und maximal 608 Newtonmeter. Fest steht zudem: Das Auto wird ein speziell angefertigtes Exterieur (O-Ton: "an fast jedem einzelnen Karosserieteil") und Interieur aufweisen sowie die historische Vorlage modern interpretieren.

Die nun veröffentlichten, aber leider sehr mittelmäßig aufgelösten Bilder zeigen eine flache und spitze Front, welche das Design des Vorbilds aufgreift. Hier sticht besonders das Leuchtenband hervor, das die beiden Scheinwerfer miteinander verbindet. Seitlich zeigen sich prägnante Luftauslässe in den vorderen und Lufteinlässe in den hinteren Kotflügeln. Hinzu kommen einige lichtbrechende Kanten und Sicken, große Räder und eine kaum nach hinten abfallende Dachlinie.

Ferrari mit "Schmetterlings-Heckscheiben"

Wie beim Breadvan zeigt sich das Heck umfangreich verglast, wobei sich die seitlichen Fenster wie beim Vorbild nach oben aufklappen lassen werden; Niels van Roij nennt sie "Schmetterlings-Heckscheiben". Im Gegensatz zum Breadvan rücken beim Shooting Brake die Auspuff-Endrohre nach innen und weist dieser horizontal ausgerichtete und eckig gestaltete Heckleuchten auf, die hinter der Glasklappe untergebracht zu sein scheinen.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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