Polaris Slingshot Facelift 2020

01/2020, 2020 Polaris Slingshot
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01/2020, 2020 Polaris Slingshot

© Polaris Industries

Polaris verpasst dem Slingshot für 2020 ein Update, das einen neuen Motor, ein umgestaltetes Interieur und erstmals ein Automatikgetriebe mit sich bringt.

70 Prozent des Autos seien neu, sagt Polaris über das große 2020er-Facelift für den Slingshot. Im Zentrum der Modifikationen steht der Antriebsstrang. Herzstück des Dreirads ist fortan ein im eigenen Haus konstruierter Vierzylinder-Motor. Das Pro-Star 2.0L genannte Triebwerk kommt im neuen Slingshot in zwei Versionen zum Einsatz. Im Basismodell mit dem Kürzel SL leistet es 180 PS bei 8.500 Umdrehungen. Die stärkere R-Variante stellt 206 PS bei 8.250 Kurbelwellenrotationen zur Verfügung. Der alte 2,4-Liter-Reihen-Vierzylinder aus dem GM-Regal leistete nur 175 PS.

Erstmals mit Automatikgetriebe

Auf Wunsch koppelt Polaris den neuen Motor erstmals mit einem Automatikgetriebe. Dabei handelt es sich um ein hydraulisch betätigtes, automatisiertes Fünf-Gang-Synchrongetriebe. Zudem haben die Entwickler den Auspuff neu – und anscheinend ziemlich laut – abgestimmt. Rahmen, Radaufhängung und Fahrwerk hat Polaris ebenso verbessert. Letzteres arbeitet neuerdings adaptiv und lässt sich vom Cockpit aus einstellen. Im Komfort-Modus geht es eher gemütlich zu, während die Slingshot-Abstimmung auf pure Dynamik ausgelegt sein dürfte.

Die Fahrwerks-Konfiguration lässt sich auch über das neue, serienmäßige Infotainmentsystem namens Ride Comand justieren. Die Kommandozentrale arbeitet mit einem Quad-Core-Prozessor und einem Sieben-Zoll-Display, externe Geräte lassen sich über zwei USB-Anschlüsse oder Bluetooth koppeln. Das Navigationssystem ist für den Slingshot SL optional und für die R-Version serienmäßig. Ein 100 Watt starkes Audiosystem von Rockford Fosgate untermalt das Fahrerlebnis mit dem passenden Sound.

Überhaupt hat Polaris das Slingshot-Interieur komplett umgestaltet. Dem neu gestalteten Armaturenbrett verpassen die Entwickler ein unten abgeflachtes Multifunktions-Lederlenkrad mit integriertem Tempomaten sowie verstellbare Lüftungsdüsen und zusätzliche Ablagefächer. Dazu gehören deren vier für Handys sowie vergrößerte und neu positionierte Getränkehalter. Die Mittelkonsole ist nun gepolstert und auch die LED-Innenbeleuchtung will Polaris verbessert haben.

Der Grundpreis: etwa 23.800 Euro

Äußerlich ist der 2020er Slingshot an neuen LED-Scheinwerfern samt Akzentbeleuchtung, anderen Rückleuchten, alternativen Felgen-Designs, frischen Farben sowie neuen Grafikelementen zu erkennen. Wie üblich bietet Polaris darüber hinaus allerlei Zubehör und Individualisierungs-Möglichkeiten an.

Polaris bietet den neuen Slingshot ab Frühjahr 2020 in der SL-Version mit Automatik zu Preisen ab 26.499 Dollar (etwa 23.800 Euro) an. Das handgeschaltete R-Modell kostet mindestens 30.999 Dollar (knapp 28.000 Euro), während dessen Automatikversion mit 32.699 Euro (rund 29.300 Euro) in der Preisliste steht. Allerdings wird der Hersteller das Dreirad künftig nicht mehr offiziell nach Europa exportieren.

Polaris Industries baut den zweisitzigen Slingshot seit 2014 und ist darüber hinaus als Motorradhersteller (Marke Indian) sowie als Produzent von All Terrain Vehicles (ATV) und Schneemobilen bekannt.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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