Spezialfahrzeuge von Nilsson aus Schweden: Aus Tradition anders

Spezialfahrzeuge von Nilsson aus Schweden: Aus Tradition
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Spezialfahrzeuge von Nilsson aus Schweden: Aus Tradition anders

© Nilsson Spezialfahrzeuge / Patrick Lang

Der schwedische Betrieb Nilsson baut seit den 1950er-Jahren Spezialfahrzeuge. Darunter bis heute auch Stretch-Limousinen.

Die Wurzeln von "Nilsson Special Vehicles" aus dem schwedischen Laholm reichen weit zurück. 1945 gründet Yngve Nilsson das Unternehmen als Karosseriebau-Betrieb. Bis heute rollen dort Sondereinsatzfahrzeuge für den europäischen Markt aus den Werkshallen. Alle Autos verfügen dabei über die komplette Zulassung und dürften direkt ohne weitere Inspektion oder Abnahme auf die Straße.

Die Ortschaft Laholm ist in den 1920er-Jahren noch bekannt für die dortige Produktion von Fahrrädern. Doch als zum ersten Mal ein Auto durch das kleine Städtchen rollt (es war seinerzeit ein französischer Panhard), hatte die Bewohner eine Faszination für die motorisierte Fortbewegung gepackt. Kein Wunder also, dass eine Karosseriebau-Firma hier auf fruchtbarem Boden sitzt.

DDR ist Limousinen-Großkunde

Was mit Feuerwehrautos und Leichenwagen begann, dauert bis heute an. Noch immer baut Nilsson Special Vehicles Fahrzeuge für Einsatzkräfte, doch das Portfolio wurde zeitgenössisch erweitert. Neben Krankenwagen, Kommandofahrzeugen und Leichentransportern sind auch Stretch-Limousinen im Angebot. Die jüngste Kreation basiert auf dem aktuellen Volvo S90. "Tatsächlich verwandeln wir den S90 damit wieder in ein schwedisches Auto", erklärt der Vertriebsmanager für Sonderfahrzeuge Johan Bjurmar. Denn wenn der mittlerweile in China gebaute S90 aus der Werkshalle in Laholm rollt, steht als Hersteller "Nilsson" in den Zulassungspapieren. Die Zusammenarbeit mit Volvo hat Tradition. Schon in den 1960ern baut Nilsson Amazons zu Servicefahrzeugen um. Später zählt die DDR zu den größten Abnehmern von gestreckten Volvo-Limousinen.

Zwischenzeitlich trudelt das Unternehmen durch turbulente Zeiten und Investoren müssen rettend eingreifen. Doch der Spezialbetrieb erholt sich und geht 2016 sogar an die Börse. Heute kauft Nilsson die Basisfahrzeuge direkt bei Volvo ein. Vorrangig kommen die Topmodelle des schwedischen Herstellers, S90, V90 und XC90 zum Einsatz. So dient etwa der Kombi als Grundlage für das neuste Leichenwagen-Modell, das Nilsson auch als Plug-in-Hybrid anbietet. Einen kleinen Querschnitt des Portfolios finden Sie in unserer Fotoshow. Außerdem warten dort noch weitere Stretch-Limousinen auf Ihre verwunderten Blicke.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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