Unimog Expeditionsmobil Explorer XPR440

Ungewöhnliche Basis: EarthCruiser hat für den Explorer XPR einen
Unimog Geräteträger gewählt.
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Ungewöhnliche Basis: EarthCruiser hat für den Explorer XPR einen Unimog Geräteträger gewählt.

© EarthCruiser Overland Vehicles
09.08.2018 - 11:50 Uhr von Torsten Seibt

Der australische Expeditionsausrüster EarthCruiser hat auf Basis des Unimog U 430 ein Expeditions-Wohnmobil konstruiert, mit dem man wochenlang in der Wildnis unterwegs sein kann. Die Reichweite liegt bei bis zu 3.500 Kilometer

Seit Jahrzehnten hat der Unimog einen festen Platz in der Reise- und Expeditionsszene. Doch in aller Regel werden hier die Modelle der schweren Baureihe ab den frühen U1300/1700 und aufwärts verwendet. Die leichtere U 405-Baureihe, im Jahr 2000 eingeführt, ist dagegen eher selten als Basis eines Reisemobils zu finden. Der als Geräteträger vermarktete Unimog 405 ist durch und durch für diesen Einsatzzweck konzipiert, das Thema Fernreise stand nicht im Lastenheft der Entwickler.

Explorer Expeditionsmobil auf Unimog-Basis

Umso exotischer ist der neue Explorer XPR440 des australischen Umrüsters EarthCruiser, der sich genau diese Baureihe vorgenommen und auf Basis eines 300 PS starken U430 ein gewaltiges Expeditionsmobil gebaut hat. Der Explorer XPR440 ist speziell für die Anforderungen des riesigen und in weiten Teilen nahezu menschenleeren Kontinents zugeschnitten. Und wer auf Weltreise gehen möchte, wird die Spezialität der Geräteträger-Unimogs schätzen: Das Variopilot-System ermöglicht den einfachen Wechsel des Fahrerplatzes zwischen beiden Kabinenseiten für Rechts- und Linkslenkung.

Der 4,4 Meter lange Wohnaufbau hat es in sich. Das Hubdach der Kabine öffnet sich über die gesamte Aufbaulänge und ermöglicht so eine komfortable Stehhöhe. Passend für australisches Wetter ist der obere Teil aus Zeltstoff gehalten. Ein Doppelbett im Heck sowie insgesamt fünf Sitzplätze für die Reisenden stehen zur Verfügung. Das Thema Autarkie hatte höchste Priorität: Dieseltanks mit 800 Liter Fassungsvermögen sowie ein Frischwasservorrat von 860 Liter ermöglichen wochenlange Trips ins Nirgendwo.

Immer online dank Satellitenverbindung

Dabei muss der Reisende nicht darauf verzichten, von seiner Tour bei Instagram und Co. zu posten – eine Satellitenanlage hält an jedem Punkt der Erde Verbindung zum Internet, über insgesamt fünf extern montierte Kameras können Livebilder ins Web gestreamt werden. Wer das auf einer ausgedehnten Fernreise für eher verzichtbar hält, der Explorer XPR440 hat auch andere Vorteile. Zum Beispiel den großen Heckträger, um ein Motorrad mitnehmen zu können, eine eigene Waschmaschine und zwei Kühl-Gefrierkombinationen mit insgesamt fast 300 Liter Volumen. Mikrowelle und Klimaanlage sind selbstverständlich auch dabei.

Die Preise für das 12 Tonnen schwere Fernreisemobil bewegen sich im üblichen Rahmen solcher Gefährte. Umgerechnet rund 370.000 Euro sind für das Basismobil fällig, mit allen in der ausführlichen Bildergalerie vorgestellten Ausstattungsextras kann man mit rund 460.000 Euro rechnen. Da fällt der Flug nach Downunder ja kaum ins Gewicht, um sich sein neues Traummobil abzuholen.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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