Verkehrsvorschriften für Wohnmobile in Europa: Mehr mautfreie Straßen in Spanien

In Europa gelten die verschiedensten Vorschriften für
Wohnmobile. Ob Parken, Stellplätze, Vorfahrtsregeln oder
Mitführpflicht von Warnwesten: promobil bringt Ordnung ins
Durcheinander.
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In Europa gelten die verschiedensten Vorschriften für Wohnmobile. Ob Parken, Stellplätze, Vorfahrtsregeln oder Mitführpflicht von Warnwesten: promobil bringt Ordnung ins Durcheinander.

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In Europa gelten die verschiedensten Vorschriften für Wohnmobile. Ob Parken, Vorfahrtsregeln oder Handy-Verbot: promobil hat die wichtigsten Verkehrsregeln im Ausland im Überblick – plus die neue Vorschrift für Tote-Winkel-Aufkleber in Frankreich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen.

  1. Tempolimit
  2. Bußgeld
  3. Fahrverbote
  4. Parken
  5. Maut
  6. Straßenverkehr: Ampeln, Vorfahrt, Beladung
  7. Ungewöhnliche Regeln

Die eigene Fahrschulzeit liegt für die meisten Wohnmobilisten schon eine Weile zurück. Viele der Verbote, Vorschriften und Verhaltensregeln, die auf deutschen Straßen gelten, hat man verinnerlicht, manche sollten vielleicht wieder aufgefrischt werden. Doch wie sieht es mit den Verkehrsvorschriften im restlichen Europa aus?

Neue Regeln und Hinweise für 2021

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden über alles, was neue Verkehrsregelungen in Europa betrifft.

Mehr mautfreie Autobahnen in Spanien

+++ Update 20.01.2021 +++ Im September 2021 entfallen auf zahlreichen Autobahnen in Spanien die Mautgebühren. Der Grund: Viele Strecken wurden bislang von privaten Anbietern betrieben. Vor gut zwei Jahren hat die spanische Regierung beschlossen, die Instandhaltung wieder selbst zu übernehmen. Derzeit soll nur eine sehr geringe Mini-Maut eventuell bleiben. Das ist gut vor allem für all diejenigen, die mit Campingfahrzeugen oder sehr großen Wohnmobilen in den Süden Spaniens reisen wollen – so wird der Urlaub dort nochmals günstiger. Bis spätestens September ist das unbeschwerte Reisen ohne Corona-Maßnahmen wie Quarantäne und Sperrstunden hoffentlich wieder möglich.

Bereits 2020 wurden folgende Strecken mautfrei:

  • AP4: Sevilla nach Cádiz
  • AP7: Tarragona nach Alicante
  • AP2: Burgos nach Eibar

2021 werden diese Autobahnabschnitte ebenfalls mautfrei:

  • AP7: Saragossa zur Mittelmeerachse
  • AP2: Tarragona nach La Jonquera (Grenze zu Frankreich)
  • AP7: Montmeló bis El Papiol
  • C-32: Barcelona nach Lloret de Mar
  • C-33: Barcelona nach Montmeló

Mehr zum Thema Maut für Wohnmobile und Bezahlsysteme lesen Sie hier.

Toter-Winkel Warnhinweis

+++ Update 15.01.2021 +++ In Frankreich gilt seit Anfang 2021 eine neue Regelung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Das gilt auch für ausländische Wohnmobile dieser Größe. Die Fahrzeuge müssen ab sofort mit "Toter Winkel"-Aufklebern versehen werden. Wer die auffälligen Aufkleber nicht auf seinem Fahrzeug angebracht hat, riskiert ein Bußgeld von 135 Euro. Genau drei Stück benötigt man: Einen jeweils auf der Fahrer- und Beifahrerseite und einen am Heck. Die Warnhinweis-Aufkleber gibt es in Tankstellen in Grenznähe oder im Online-Handel.

1. Wie schnell darf ich mit dem Wohnmobil fahren?

++Update 16.03.2020: Seit März gilt tagsüber Tempo 100 auf niederländischen Autobahnen. Das hatte die Regierung in den Niederlanden bereits im November 2019 beschlossen. Dieses neue Verkehrsgesetz ist Teil des nationalen Klimaschutzplans. Eine Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h gilt bereits auf vielen Abschnitten der niederländischen Autobahn. Jetzt soll das Tempolimit tagsüber von 6:00 bis 19:00 Uhr auch dort gelten, wo bislang 130 km/h erlaubt waren. Das Ziel ist es, den Ausstoß von Stickoxiden zu verringern. +++

Nur in Deutschland gibt es kein Tempolimit für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen. In jedem europäischen Land gelten andere Regeln bezüglich der Höchstgeschwindigkeit. Dabei kommt es darauf an, ob man innerorts, außerorts, auf Landstraßen oder auf der Autobahn fährt – und nicht zuletzt, ob das Wohnmobil unter oder über 3,5 Tonnen schwer ist.

Hier können Sie eine Übersichtstabelle downloaden:

2. Bußgelder für Verkehrssünden in Europa

Vor allem das Handy und Alkohol können in Europa teuer werden. Wir zeigen Ihnen, wo Sie im Urlaub in Europa besonders aufpassen müssen.

Geldbußen bei Handy am Steuer

Seit dem 1. Februar 2018 gilt auch in Schweden Handyverbot am Steuer. Insgesamt 30 europäische Länder haben dieses Verbot ebenfalls verhängt mit zum Teil hohen Bußgeldern. In Deutschland gibt es seit dem neuen Punkte System aus Flensburg, neben einer Geldstrafe von 100 Euro sogar einen Punkt. Großbritannien ist mit bis zu 1.100 Euro Geldstrafe der Spritzenreiter. Die meisten anderen Länder in Europa fordern bei der Missachtung des Verbots zwischen 15 und 200 Euro.

Promillegrenzen in Europa

Viele europäische Länder haben eine Promillegrenze von 0,5 für Autofahrer aufgestellt. Strenger sind da Tschechien und Ungarn die einen Wert von 0,0 Promille festgelegt haben. Bei Verstößen drohen in Tschechien Geldstrafen von 100 Euro und in Ungarn bis zu 970 Euro. Richtig teuer wird es in Großbritannien, da kann zu starker Alkoholkonsum mit einem Bußgeld von bis zu 5.710 Euro bestraft werden. Alle Länder, die eine Promillegrenze sowie Bußgelder beim Verstoß verhängen, finden Sie hier.

3. Fahrverbote

Umweltzonen und Dieselfahrverbote sorgen dafür, dass Reisemobile nicht mehr uneingeschränkt überall hinfahren dürfen. Verbote für bestimmte Dieselfahrzeuge gibt es momentan zum Beispiel in Hamburg, Stuttgart und Frankfurt am Main. Weitere Städte sollen folgen. Die Verbote betreffen selten das ganze Stadtgebiet, oft nur einzelne Straßen. Die Umweltzonen in Deutschland schließen meist Fahrzeuge aus, die keine grüne Plakette besitzen. Im europäischen Ausland gibt es ebenso Umweltzonen, zum Beispiel in Frankreich, Italien, England und Belgien. Die Einfahrtsbestimmungen variieren je nach Land und Zone. Eine umfassende Übersicht findet man zum Beispiel unter www.green-zones.eu.

4. Wo darf man mit dem Wohnmobil parken in Europa?

Grundsätzlich darf man in Deutschland mit dem Reisemobil im öffentlichen Raum überall parken, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Sind Parkplätze eingezeichnet, darf das Reisemobil nicht überstehen. Mit zwei Rädern auf dem Gehweg parken ist nur mit dem Verkehrszeichen 315 gestattet und dann auch nur Fahrzeugen unter 2,8 Tonnen. Auf Autobahnraststätten sind manchmal nur Parkflächen für Pkw und Lkw ausgeschildert. In diesem Fall dürfen Reisemobile bis 3,5 Tonnen legalerweise nirgends parken, Reisemobile über 3,5 Tonnen können die Lkw-Plätze benutzen.

In Belgien dürfen Kraftfahrzeuge nicht an Bordsteinen mit einer durchgezogenen gelben Linie sowie auf Fahrbahnen mit weißen Zickzacklinien geparkt werden.

In Frankreich gibt es die sogenannten "Zones Bleues": In diesen mit blauen Markierungen auf der Straße oder am Bordsteinrand gekennzeichneten Bereichen darf mit einer Parkscheibe eine Stunde kostenlos geparkt werden. Gelbe Streifen am Fahrbahnrand bedeuten hingegen Parkverbot. Kurzparkzonen sind durch Verkehrszeichen gekennzeichnet und gebührenpflichtig. Weiß-gestrichelte Linien zeigen Parkplätze an, für die ein Ticket gelöst werden muss. In Wohngebieten in Frankreich ist das Parken oft nur auf einer Straßenseite erlaubt, ohne dass eine Beschilderung in den betreffenden Straßen angebracht wird. Dabei kann es sein, dass die Straßenseite im Zweiwochenrhythmus gewechselt wird.

In der Schweiz gibt es wie in Frankreich die "Blauen Zonen", in denen man mit Parkscheibe parken darf. Gelbe Kreuze am Fahrbahnrand, die mit einer gelben Linie verbunden sind, bedeuten hingegen Parkverbot. Generelles Halteverbot besteht auch an gelben Linien am Fahrbahnrand.

In Italien bedeuten schwarzgelbe Bodenmarkierungen Parkverbot. An einem weißen Bordstein darf kostenlos geparkt werden. Gebührenpflichtige Parkzonen werden durch eine entsprechende blaue Beschilderung gekennzeichnet.

In Griechenland bedeuten gelb markierte Straßenränder ebenfalls Parkverbot, während blau markierte gebührenpflichtige und weiß gebührenfreie Parkzonen anzeigen. Eine Besonderheit sind die Halteverbotsschilder: diejenigen mit einer senkrechten Linie gelten an ungeraden, die mit zwei Linien an geraden Tagen.

5. Maut

In vielen Ländern muss man für die Benutzung von Autobahnen und Schnellstraßen Gebühren zahlen. Dabei wird je nach Fahrzeugklasse und -Gewicht unterschieden. Hier finden Sie ausführliche Informationen, in welchem Land Sie wie bezahlen: Mit einer installierten Box, mit einer Vignette oder an der Straße.

Mehr Informationen zu den Maut-Bestimmungen in den europäischen Ländern finden Sie hier.

6. Straßenverkehr: Ampeln, Vorfahrt, Beladung

Zwar gelten der EU-Führerschein, die kleine Plastikkarte, und auch der rosa Papierführerschein, der "Lappen", in ganz Europa und man muss keine Führerscheinprüfung absolivieren um im EU-Ausland zu fahren. Allerdings sollte man sich über einige Feinheiten der Verkehrsordung in Ausland informieren.

Überholverbote für Reisemobile

In Deutschland gilt das Lkw-Überholverbot, das mit dem Verkehrszeichen 277 angezeigt wird, ebenso für Reisemobile über 3,5 Tonnen zGG. Auch in der Schweiz und Portugal wird das so gehandhabt. In anderen europäischen Ländern wie Italien, Frankreich, Österreich oder in Skandinavien gilt das Überholverbot für Lkw dagegen nicht für Reisemobile, sondern nur für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zGG, die zum Transport von Gütern und Waren vorgesehen sind.

Rot-Gelb-Grün – Funktionieren alle Ampeln in Europa gleich?

Auch die Ampelphasen unterscheiden sich in den einzelnen Ländern. So springen beispielsweise in Bulgarien und Rumänien die Ampeln sofort von Rot auf Grün, die Gelbphase fehlt. Dafür wird oft durch Sekundenzähler angezeigt, wie lange die entsprechende Rot- oder Grünphase noch dauert.

In Estland entspricht blinkendes Grün unserem Gelb. Wenn die Ampel auf Gelb steht, darf nicht mehr gefahren werden. Für Verwirrung bei ausländischen Touristen sorgt in Deutschland hingegen manchmal der grüne Pfeil: Bei manchen Ampelanlagen zeigt ein grüner Pfeil auf schwarzem Grund nach rechts an, dass bei Rot für die Geradeaus-Richtung nach einem Stopp vorsichtig nach rechts abgebogen werden darf.

Vorfahrtsregeln im Ausland

Vorfahrtsregeln wie "rechts vor links" gelten in den meisten europäischen Ländern, dennoch gibt es auch hier Besonderheiten. So verliert man zum Beispiel in Belgien sein Vorfahrtsrecht, wenn man trotz Vorfahrt anhält.

In Irland und Griechenland haben im Kreisverkehr grundsätzlich die einfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt.

Ebenfalls gut zu wissen ist, dass in Dänemark bei Autobahnzufahrten in der Regel entsprechend der Beschilderung beide Seiten gleichberechtigt sind und sich gegenseitig einfädeln lassen müssen.

In der Slowakei haben abbiegende Straßenbahnen Vorfahrt.

In Luxemburg muss zwischen zwei Fahrzeugen, die in einem Tunnel im Stau stehen, ein Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern eingehalten werden.

Warntafel bei Ladung mit Überhang

Wer in Italien unterwegs ist, muss jede Ladung, die nach hinten überragt – zum Beispiel Surfbretter oder Fahrradträger –, mit einer reflektierenden Warntafel kennzeichnen. Diese muss 50 x 50 cm groß und rot-weiß-rot gestreift sein. Überdies darf keine Ladung die vordere Kante des Fahrzeugs überragen. Wenn eine Ladung die gesamte Fahrzeugbreite abdeckt, braucht man zwei Tafeln, die quer an den beiden äußeren Enden der Ladung anzubringen sind.

Markierungspflicht von Heckträgern

Transportiert man Fahrräder auf einem Heckträger, gelten je nach Reiseland unterschiedliche Bestimmungen zur Markierungspflicht der Ladung. In der Schweiz dürfen beispielsweise 20 Zentimeter seitlicher Überstand nicht überschritten werden. In Italien, Spanien und Portugal muss jede nach hinten über das Fahrzeugheck hinausgehende Ladung mit einer Warntafel versehen werden. Dies gilt auch dann, wenn es sich um einen Heckträger mit eigenem Kennzeichen und Beleuchtung handelt. Die Warntafel soll aus Metallblech sein, muss eine Abmessung von mindestens 50 x 50 cm haben und rot-weiß schraffiert sein. Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht werden in Italien mit mindestens 80 Euro geahndet, in Spanien zahlt man ab 200 Euro. Achtung: In Italien muss die Warntafel fünf rote Streifen haben, in Spanien und Portugal drei rote Streifen.

Überladung von Wohnmobilen

Ein überladenes Wohnmobil ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch richtig teuer werden. Das zulässige Gesamtgewicht des Wohnmobils darf nicht überschritten werden. Bei viel Gepäck und mehreren Personen kann dies aber schnell passieren. Ist man mit zu viel Gewicht unterwegs, drohen teils saftige Bußgelder; zudem muss noch vor Ort ausgeladen werden, bis man im Limit bleibt.

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung legt fest, wie hoch der Strafzettel ausfällt. Besitzer von Reisemobilen mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 7,5 Tonnen müssen bei einem Verstoß – gemäß dem bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog nach Abzug von fünf Prozent Toleranz – mit einem Bußgeld von bis zu 235 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Viel Geld, in einigen Nachbarländern kann es aber noch deutlich teurer werden.

In Frankreich, Großbritannien und der Schweiz liegt die Toleranzgrenze zudem bei null, in Dänemark bei einem und in Belgien bei zwei Prozent. Richtig teuer wird es bei Missachtung der zulässigen Gewichte in Spanien und Großbritannien: Die Überladung kann hier bis zu 4600 beziehungsweise 6000 Euro kosten.

Die Toleranzgrenze und die Höhe des Bußgeldes in den einzelnen Ländern können Sie hier nachlesen.

Sonderregeln für Fahranfänger

Nicht nur Fahrradfahrer, sondern auch Fahranfänger müssen mancherorts gesonderte Regeln befolgen. So gilt beispielsweise in Estland für Personen, die ihren Führerschein weniger als zwei Jahre besitzen, eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.

In Italien gilt Tempo 90 km/h auf Schnellstraßen sogar ganze drei Jahre für Fahranfänger. Auf der Autobahn dürfen sie immerhin 100 km/h schnell fahren.

In Frankreich dürfen Fahrer in ihren ersten drei Jahren im Straßenverkehr außerorts nur 80 km/h, auf Schnellstraßen 90 km/h und auf Autobahnen nur 110 km/h schnell fahren.

7. Anders als in Deutschland: Ungewöhnliche Regeln

In der Schweiz muss man auch tagsüber mit Licht fahren, in griechischen Kreisverkehren gelten andere Vorfahrtsregeln als hierzulande und jugendliche Radfahrer in Kroatien müssen einen Helm tragen? Auch wenn die elementaren Verkehrsvorschriften in Europa weitestgehend identisch sind, gibt es im Detail doch erhebliche Unterschiede.

Licht in vielen Ländern Pflicht

In vielen europäischen Ländern muss tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet sein. Bei Verstößen droht ein Bußgeld. In manchen Ländern, wie Italien, Rumänien oder Ungarn gilt diese Licht-Pflicht nur auf Autobahnen und außerorts. Eine vollständige Liste mit allen Länder, in denen das Abblendlicht Pflicht ist finden Sie beim ADAC: https://www.adac.de/der-adac/rechtsberatung/verkehrsvorschriften/ausland/lichtpflicht-tag/

Wildunfälle im Ausland

In ländlichen Gegenden oder in Gebieten mit großen Waldflächen kommt es immer wieder zu Wildunfällen. Besonders die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen und Finnland sind davon betroffen. Passiert ein Wildunfall, sollte man in Finnland den Notruf 112 wählen, denn Wildunfälle sind dort meldepflichtig. Dasselbe gilt in Norwegen, hier wendet man sich bei Unfällen mit Wild an das Norwegische Informationszentrum für den Straßenverkehr (Telefon: 175).

In Schweden meldet man sich bei der nächsten Polizeidienststelle oder beim Forstamt. In Italien muss man bei einem Unfall mit Tieren ebenfalls anhalten und die Polizei verständigen. Wer weiterfährt, begeht Unfallflucht und wird mit 200 bis 400 Euro bestraft.

Unabhängig davon, ob Wild oder Personen in einen Unfall verwickelt sind, ist in der Slowakei nach einem Unfall die polizeiliche Unfallaufnahme nur dann kostenlos, wenn ein hoher Sach- oder Personenschaden vorliegt. Anderenfalls muss der Unfallverursacher die 170 Euro (5000 SKK) Kosten für den Polizeieinsatz selbst tragen.

Helmpflicht für Fahrradfahrer

Fahrradfahren rangiert auf der Liste der beliebtesten Freizeitaktivitäten bei Reisemobilisten ganz weit vorne. Wer mit Kindern oder Enkeln unterwegs ist, sollte allerdings im Blick behalten, dass es in manchen europäischen Ländern eine Helmpflicht gibt. So müssen zum Beispiel in Kroatien Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre beim Radfahren einen Helm tragen.

In Österreich betrifft die Helmpflicht alle Radfahrer bis zwölf Jahre, außer in Niederösterreich, dort müssen Radfahrer bis 15 Jahre einen Helm tragen.

In Tschechien gilt das für alle Radfahrer unter 18 Jahren, und in der Türkei besteht generelle Helmpflicht für alle Fahrradfahrer.

Skurrile Regeln weltweit

  • Frankreich: Wer sich am Steuer durch Aktivitäten (z.B. Essen, Schminken, Herumkramen im Handschuhfach) ablenken lässt, kann mit einer Geldbuße von 75 Euro bestraft werden. Auch zu lautes Musik hören oder fahren mit Flip Flops kann mit 75 Euro Bußgeld beanstandet werden.
  • Italien: Hier gilt eine 0,5 Promille Grenze beim Autofahren, bei Missachtung drohen 530 Euro Strafe und das Fahrzeug kann beschlagnahmt werden. Verstöße wie überhöhte Geschwindigkeit kosten in Italien zwischen 22 und 7 Uhr ein Drittel mehr.
  • Schweiz: Seit Anfang 2016 sollten es Autofahrer in der Schweiz möglichst vermeiden, rückwärts zu fahren. Durch überdurchschnittlich häufiges Rückwärtsfahren kam es dort öfter zu tödlichen Unfällen.
  • Spanien: Während des Tankens müssen alle elektrischen und elektromagnetischen Geräte, wie Mobiltelefone und Radios, abgeschaltet werden. 
  • USA: In den USA dürfen keine alkoholhaltigen Getränke im Fahrzeug geöffnet werden. Geöffneter Alkohol darf ausschließlich im Kofferraum transportiert werden. Unter 21-Jährige dürfen generell keinen Alkohol im Auto transportieren.
  • Kuba: Wer in Kuba in einen Verkehrsunfall verwickelt ist, darf das Land bis zum Ende des Gerichtsverfahrens nicht verlassen. Verkehrsunfälle werden von Straf- und nicht von Zivilgerichten abgehandelt. Bis zum Abschluss des Verfahrens können Monate vergehen.
Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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