Leicht wie eine Feder: Logitech Pro X Superlight Maus

Leicht wie eine Feder: Logitech Pro X Superlight
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Leicht wie eine Feder: Logitech Pro X Superlight

© Logitech

Der Trend zu immer leichteren Gaming-Mäusen hält an. Die Logitech Pro X Superlight wiegt nur noch 63 Gramm und richtet sich primär an professionelle Anwender.

Ähnlich, aber nicht gleich

Die Pro Wireless von Logitech ist sehr ähnlich zur Pro X Superlight, aber nicht identisch. So fehlt hier die RGB-Beleuchtung, die Daumentasten sind nicht mehr abnehmbar und der DPI-Schalter wurde ebenfalls gestrichen. All dies geschieht natürlich mit dem Gedanken im Hinterkopf, das Gewicht zu reduzieren. Der Boden besteht nun aus sehr glattem PTFE, was auf speziellen Mauspads die Gleitfähigkeit etwas erhöht. Griffbänder befinden sich auch noch im Lieferumfang, diese sorgen für etwas mehr Haftung an den Daumen- oder Seitentasten.

Kleiner Nebeneffekt: Die fehlende RGB-Beleuchtung spricht auch Spieler an, die zwar gerne zu Maus und Tastatur greifen, aber die dennoch eine stilvolle Einrichtung ohne bunte Farben bevorzugen.

Alles fürs Gewicht

Wie der Name der Logitech Pro X Superlight schon erahnen lässt, geht es primär um das Gewicht. Dieses wurde um etwa 20 % von 80 auf 63 Gramm reduziert. Viele Hersteller nutzen dazu Gehäuse mit kleinen Löchern, die an Honigwaben erinnern. Dies reduziert natürlich das Gewicht, aber es erschwert auch die Reinigung deutlich. Im Laufe der Zeit sammeln sich Schweiß und andere Ablagerungen in den Löchern, die Säuberung ist dann zeitaufwendig und sehr mühsam. Logitech verwendet stattdessen einfach sehr leichten Kunststoff. So wird ein geringes Gewicht kombiniert mit der Möglichkeit, die Mausoberfläche leicht zu säubern.

Logitech gibt an, dass die Gewichtsreduktion auch ein Resultat der Zusammenarbeit mit e-Sport-Profis ist. Inwieweit dies Marketingaussagen ohne gehaltvolle Substanz oder die reine Wahrheit ist, lässt sich wie immer schlecht nachprüfen. Interessanter Nebenfakt: Die Pro X Superlight ist nicht nur leicht, sondern gleichzeitig wohl auch die nachhaltigste Maus des Unternehmens. Sie wird CO2-Neutral hergestellt, da in den zuständigen Fabriken beispielsweise nur Energie aus regenerativen Quellen verwendet wird. Spieler, die auch die Umwelt im Hinterkopf behalten möchten, sollten bei dieser Maus daher zwei Mal hinschauen und den Aufpreis zur Pro Wireless vielleicht auch als Zugeständnis an eine "saubere" Fertigung betrachten.

Mehr Präzision und Geschwindigkeit

Noch immer verlässt sich Logitech auf den hauseigenen Sensor namens Hero. Er tastet jetzt allerdings feiner ab als beim Vorgänger und erreicht 25.400 DPI. Es könnte sein, dass via Firmware-Update in der Zukunft auch andere Mäuse mit diesem Sensor in den Genuss der höheren Auflösung kommen. Technisch gibt es keinen Grund, warum dies nicht geschehen sollte. Dazu kommt eine maximale Beschleunigung von 40 G, was bei extrem ruckhaften Bewegungen in schnellen Spielen ein Vorteil sein kann.

Um die Maus zu verbinden, kommt einmal mehr die eigens entwickelte Lightspeed-Technik samt USB-Adapter zum Einsatz. Die Latenzen sind derart gering, dass Unterschiede zu einer kabelgebundenen Maus praktisch nicht festzustellen sind. Außerdem liefert das Unternehmen noch einen überraschend ausdauernden Akku: 70 Stunden hält er im Dauereinsatz durch. Dies ist einmal mehr beeindruckend, wenn man sich das geringe Gewicht der Maus nochmals vor Augen führt.

Drahtlose Ladung als Option

Als kleines Zubehörteil lässt sich bei der Pro X Superlight unten eine Ladefunktion in die Maus einsetzen. Dies sorgt dafür, dass die Maus empfänglich für Induktion ist. Zusammen mit dem PowerPlay-Mauspad - natürlich ebenfalls von Logitech - lädt sich die Maus dann permanent auf und verliert ihre Ladung niemals. Mit 129 Euro ist jenes Mauspad aber nicht unbedingt auf der günstigen Seite der Zubehörartikel zu finden und spricht - erneut - vor allem Enthusiasten an.

Schade: Aus irgendeinem Grund setzt Logitech weiterhin auf Micro-USB-Kabel für die Aufladung. USB-C wäre wesentlich zeitgemäßer und praktikabler gewesen, wenngleich sich an der Leistung natürlich nichts ändert. Während Nutzer die Maus laden, lässt sie sich auch weiterverwenden.

Eine Maus für Enthusiasten ohne eklatante Schwächen

Nach einem kurzen Test wird klar, dass die Logitech Pro X Superlight aktuell zu den besten Mäusen auf dem Markt gehört. Das geringe Gewicht und die sehr hohe Gleitfähigkeit auf geeigneten Mauspads sorgen dafür, dass der Kraftaufwand für die Bewegung der Maus minimal ausfällt. Der Hero-Sensor leistet sich ebenfalls keine Schwächen, vor der Konkurrenz von Pixart muss er sich nicht verstecken. Die Verbindung via Lightspeed ist bombensicher und genauso schnell wie die Kabelanbindung - und dies sogar über volle 70 Stunden im Dauereinsatz.

Perfekt ist die Maus aber nicht - wobei der größte Makel der sehr hohe Preis ist. Aktuell kostet die Pro X Superlight etwa 150 Euro. Für die Speerspitze aktueller Maustechnik mag das in Ordnung sein, aber absolut gesehen ist es eben noch immer viel Geld für eine Maus. Leider verzichtet der Hersteller auch auf einen DPI-Switch, wie er bei anderen Modellen von Logitech gang und gäbe ist. Daher gilt: Falls das Gewicht keine zu große Rolle spielt, ist die Logitech Pro Wireless ebenfalls eine gute Idee. Form und Ausstattung sind identisch, aber dafür kostet sie "nur" ungefähr 100 Euro.

Wer kauft sich die Logitech Pro X Superlight?

Die Zielgruppe besteht in diesem Fall klar aus sehr ambitionierten Hobbyspielern oder beispielsweise Streamern oder e-Sport-Profis, die auf maximale Leistung angewiesen sind. Ob ein Gelegenheitsspieler, der in der Woche vielleicht vier Stunden für sein Hobby aufbringt, den Unterschied zu einer "schlechteren" Maus spürt, sei dahingestellt. Meist bewegen sich die Unterschiede in einem so feinen Bereich, dass dieser nur für äußerst versierte Spieler zu bemerken ist. Home-Office-Nutzer, die eher in Dokumenten und Tabellen unterwegs sind, spüren gar keinen Vorteil.

Wer häufig unterwegs ist, kann sich vielleicht vom sehr geringen Gewicht ansprechen lassen. In einem Rucksack ist die Pro X Superlight so leicht, dass sie nicht zu spüren ist.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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