Mac-Kaufberatung 2020: Welches Modell passt zu mir?

Mac-Kaufberatung 2020: Welches Modell passt zu mir?
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Mac-Kaufberatung 2020: Welches Modell passt zu mir?

© Apple

Mit der Einführung des M1-Prozessors haben Kunden die Qual der Wahl zwischen zahlreichen Mac-Varianten. Wir zeigen, welche Modelle zu Ihnen passen.

Apple verkündet gerne große Re- und Evolutionen, aber nur selten kann die Realität halten, was die Marketingabteilung verspricht. Ausnahmsweise gehen Werbung und Fakten nun jedoch Hand in Hand.

Als Apple vor 15 Jahren damit begann, die PowerPC-Architektur durch x86-CPUs von Intel zu ersetzen, war der Aufschrei zuerst groß. Später wurde klar, dass der Architekturwechsel nur positive Auswirkungen hatte. Aktuell steht wieder ein solcher Wandel an, da nun ARM-basierte Chips in einigen Macs zum Einsatz kommen. Die hören auf den Namen Apple Silicon, der dazugehörige Chip ist der eigenentwickelte M1. Aktuell gibt es ihn in einigen Varianten des MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini. Äußerlich ist davon übrigens nichts zu bemerken, die Geräte gleichen sich exakt. Die eigentliche Attraktion findet der geneigte Käufer unter der Haube.

Was ändert sich?

Der Vorteil von ARM im Vergleich zu x86 ist die Effizienz. Während das seit vielen Jahrzehnten etablierte x86-Design zahlreiche Altlasten mit sich bringt, ist ARM verhältnismäßig jung und auf die Nutzung in mobilen Geräten ausgelegt. Jedes Smartphone beispielsweise beherbergt einen Prozessor auf Basis von ARM.

In der Realität bewirkt dies, dass CPU- und GPU-Leistung wesentlich steigen (im Vergleich zu MacBooks mit Intel-CPU). Außerdem verbrauchen M1-Chips weniger Strom, sodass weniger Abwärme entsteht. Als Resultat verzichten die neuen Geräte auf einen Lüfter und nebenbei steigen die Akkulaufzeiten um ungefähr 100 Prozent.

Klingt alles zu gut, um wahr zu sein? Ist es auch: Einige Stolpersteine gibt es nämlich mit den neuen M1-Macs.

Die Softwaresituation

Software, die für x86-CPUs geschrieben wurde, läuft nicht ohne Weiteres auf ARM-basierten Prozessoren. Aus diesem Grund war Apple bereits fleißig und hat viele eigene Anwendungen wie Safari oder Final Cut Pro auf die neue Architektur angepasst. Dort werden Sie als Käufer die beschriebenen Vorteile ohne Einschränkungen nutzen können.

Der Großteil der Entwickler hat jedoch noch keine passende Software für die neue Architektur bereitgestellt. In diesen Fällen muss Rosetta 2 aushelfen: Die Software emuliert x86-Anwendungen, damit diese auch auf M1-Chips arbeiten. Zwar funktioniert dies in der Praxis, aber es ist mit Leistungseinbußen verbunden. Photoshop beispielsweise wird es erst 2021 als ARM-fähige Variante geben (die dann übrigens auch für Windows auf Geräten wie dem Surface Pro X laufen wird).

Für Sie als Käufer bedeutet dies, dass Sie sich Gedanken über Ihre Anwendungen machen sollten: Was nutze ich täglich und gibt es dafür in absehbarer Zeit ARM-Versionen? Bis wirklich alle Entwickler auf ARM umgestiegen sind, wird noch viel Zeit vergehen. In diesem Zeitraum werden Sie immer irgendwo mit Kompromissen rechnen müssen. Für Privatanwender mag das akzeptabel sein, berufliche Nutzer sollten sich aber vor dem Kauf eingehend informieren.

Windows auf Apple-Geräten

Boot Camp ist eine beliebte Lösung, um Windows auch auf Apple-Hardware zu nutzen. In typischen x86-Macs steckt handelsübliche Hardware, wie sie auch in Windows-PCs verbaut ist. Dies nutzen auch Anwendungen wie Vmware Fusion oder Parallels Desktop aus, um Windows-Software auf einem Mac zur Mitarbeit zu überreden.

Durch den Wechsel auf ARM wird es nun aber sehr kompliziert: An eine Windows-Emulation ist vorerst nicht zu denken. Ob sich dies in Zukunft ändern wird, bleibt abzuwarten. Es wird unserer Einschätzung nach aber Jahre dauern, bis Windows-Software auch auf einem Mac wieder mitspielen wird.

Wer im Alltag auf Software aus dem Windows-Universum angewiesen ist, wird also in die Röhre schauen und sollte von den M1-Macs zunächst Abstand nehmen - oder den kompletten Umstieg wagen und Arbeitsabläufe auf Software umstellen, die für ARM erhältlich ist. Auch Apps für iOS sind nun vollständig mit den Macs kompatibel, sodass Sie dort vielleicht fündig werden. Alle anderen greifen in der Zwischenzeit lieber zu den altbewährten Intel-Macs.

Alt, aber gut

Im letzten und diesem Jahr hatte Apple die eigene Hardware noch einmal aktualisiert - auf Intel-Basis. Haben Sie sich ein MacBook Pro aus dem Jahr 2019 gekauft, wird Ihnen dies natürlich noch für viele Jahre genügend Leistung bringen. Ältere Hardware wird nicht plötzlich langsamer, nur weil ein neuer Platzhirsch am Horizont steht.

Auch den neuen iMac mit 27 Zoll Bildschirmdiagonale, den Apple im Sommer 2020 vorgestellt hat, sollten Sie nicht aus den Augen verlieren. Dieselben Tatsachen gelten für iMac Pro, Mac mini, ältere MacBook Air-Modelle und weitere Hardware. Es mag sein, dass einige dieser Geräte Auslaufmodelle sind, aber das sollte Sie vor dem Kauf nicht stören. Wenn Sie warten können, sollten Sie noch ein wenig Zeit vergehen lassen und die M1-Macs erst kaufen, wenn es in Hinblick auf die Software besser aussieht.

Ist sicher, dass Sie Intel noch für eine Weile treu bleiben werden, spricht nichts gegen einen Kauf. Wir werden Ihnen daher die Produktpalette nun ein wenig genauer vorstellen und hoffen, dass Sie ein passendes Modell für Ihren Anwendungsbereich finden.

Der richtige Mac für jeden Nutzer-Typ

  1. iMac: stationärer Allrounder

    Der iMac wurde zuletzt im August 2020 aktualisiert und stellt für stationäre Geräte eine exzellente Wahl dar. Die Bildschirmdiagonale von 27 Zoll ist für Schreibtische genau richtig gewählt, die Intel-CPU der aktuellen Generation sorgt für sehr viel Leistung im Inneren. Wer mag, kann einen Prozessor mit bis zu zehn Kernen wählen, was zu Hause auch für sehr anspruchsvolle Anwender ausreichen sollte.

    Die Option auf die klassische HDD - bei Apple "Fusion Drive" genannt - ist nun endgültig aus dem Programm gestrichen. Den iMac gibt es nur noch mit SSDs, was zwar die Preise erhöht, aber auch der Geschwindigkeit zugutekommt. Nur die 21,5 Zoll große Variante des iMacs ist nach wie vor mit klassischen Festplatten erhältlich (und mit langsameren CPUs).

    Im Lieferumfang befindet sich außerdem alles, was Sie brauchen, um sofort loszulegen: Die Magic Mouse 2 und das Magic Keyboard sind mit an Bord und werden drahtlos verbunden. Als Grafikkarte arbeitet eine flotte AMD Radeon 560X im Gehäuse. Ein echtes Highlight ist, wie immer, das Display selbst: Es löst in 5K auf und unterstützt den P3-Farbraum, was für Grafiker wichtig ist. Da der iMac vorne verglast ist, werden Sie allerdings mit Spiegelungen leben müssen. Eine Lösung bietet Apple selbst an, indem Sie zur Variante mit Pro Display XDR greifen. Dort bekommen Sie eine Entspiegelung, die allerdings stolze 600 Euro kostet.

    Ein Blick auf die Preise

    Günstig ist der iMac nicht unbedingt, aber gemessen am Markt auch nicht zu teuer: Die 27-Zoll-Variante geht bei 2.046 Euro los und bietet dafür eine SSD mit 256 GB Kapazität. Die Preise enden bei fast 5.000 Euro, dann mit maximal 8 TB Speicherkapazität und ansonsten gleichen Inhalten. Aufrüsten können Sie den iMac selbstständig nur, wenn Sie sich mindestens für das mittlere Modell für 2.241 Euro entscheiden (dann mit 512 GB SSD und einem sechskernigen Core i5). Hinsichtlich des Arbeitsspeichers geht es bei 8 GB los.

    Sehr viel günstiger ist die 21,5-Zoll-Variante, die Sie schon für 1.461 Euro im Laden finden (mit 256 GB Kapazität).

    Wer kauft den iMac?

    Apple stellt mit dem iMac ein Gerät zur Verfügung, das alle Anwender ansprechen soll. Die CPU ist sehr schnell, die GPU kann ebenfalls mithalten oder über Thunderbolt 3 zur Not mit einer eGPU beschleunigt werden. Der 5K-Bildschirm zaubert ein wunderbar scharfes Bild auf das Display. Mit einem iMac mit 27 Zoll Diagonale machen Sie jetzt keinen Fehler und für die nächsten fünf Jahre werden Sie an diesem Gerät garantiert Ihre Freude haben - M1 hin oder her.

    Anders sieht es beim kleineren Modell mit 21,5 Zoll Diagonale aus: Dort stecken ohnehin bereits ältere CPUs im Gehäuse. Es kann gut sein, dass Apple diese Geräte auslaufen lassen und demnächst gegen M1-iMacs austauschen wird. Wenn Sie es sich leisten können, würden wir empfehlen, auf den Frühling oder Sommer 2021 zu warten. Bis dahin werden Informationen über den kleinen iMac und dessen Zukunft wahrscheinlich verfügbar sein.

  2. iMac Pro: Arbeitstier für das Home-Office

    Preislich gesehen machen wir nun einen großen Sprung nach oben, mindestens 5.000 Euro kostet Sie nämlich der iMac Pro. Im Portfolio von Apple ist dieses Modell eine Brücke zwischen dem soeben besprochenen iMac und dem Mac Pro. Äußerlich unterscheidet sich der iMac Pro zum kleineren Pendant vor allem durch die graue Farbgebung.

    Als Zielgruppe hat Apple Personen im Blick, die sich mit Video- und Audioproduktion, CAD, Architektur, Bildbearbeitung und ähnlichen Bereichen beschäftigen. Das 5K-Display ist hier der Standard, weniger hat Apple nicht im Angebot. Um für Rechenleistung zu sorgen, stecken Xeon-CPUs im Inneren, die maximal 18 Kerne mitbringen. Ethernet mit bis zu 10 Gbit/s versteckt sich ebenfalls im Gehäuse, außerdem gehören 32 GB RAM zur Standardausstattung. Wer möchte, erhöht auf bis zu 256 GB RAM. Beim Massenspeicher beginnt der iMac Pro mit 1 TB als SSD-Festplatte, maximal sind 4 TB im Angebot. Kurios ist, dass stets zwei SSDs verbaut sind, die aber nur als eine physikalische Festplatte angezeigt werden.

    Bei der GPU entscheiden Sie sich zwischen einer Vega 56 oder Vega 64 von AMD, wahlweise mit 8 oder 16 GB VRAM. Günstig ist diese Hardwareopulenz dann natürlich nicht mehr: Wer in die Vollen greift und die maximale Ausstattung wählt, muss 18.500 Euro auf den Tisch legen. Nicht im Preis enthalten ist die passende Software, also vielleicht Final Cut Pro X für die Videobearbeitung. Privatanwender sind bei diesen Preisen natürlich nicht mehr die Zielgruppe, es geht hier ausschließlich um berufliche Nutzer.

    Hinsichtlich der Anschlüsse unterstützt der iMac Pro USB 3.0 sowie Thunderbolt 3, eine eGPU wäre also denkbar. Ein Slot für SDXC-Karten ist ebenfalls am grauen Gehäuse zu finden, was für Fotografen eine feine Sache ist. Das Zubehör in Form von Maus und Tastatur ist im selben Grau gehalten wie das Gehäuse - und inzwischen können Sie diese Peripherie auch separat kaufen. Sie ist allerdings wesentlich teurer als die weißen Varianten des normalen iMacs.

    Wer kauft den iMac Pro?

    18 CPU-Kerne, 4 TB Speicherplatz, 256 GB RAM und eine recht aktuelle Radeon-GPU: Klar ist, dass sich Apple damit nicht an den durchschnittlichen Nutzer zu Hause wendet. 18.000 Euro reichen bereits aus, um einen Neuwagen zu kaufen - sodass am Ende nur die beruflichen Anwender übrig bleiben.

    Stellen Sie sich dieses Geschoss auf den Schreibtisch, werden Sie auf lange Sicht Ihre Ruhe haben. Aufrüsten können Sie diese Maschinen schlecht, nur den RAM können Sie erweitern. Der Rest bleibt ab Kaufdatum fest und kann durch aufgelötete Komponenten nicht verbessert werden. Wer diese gewaltigen Summen für einen Computer ausgibt, wird sich damit wahrscheinlich ohnehin nicht beschäftigen, aber wir wollten es dennoch erwähnen.

    Wie es um den iMac Pro in Zukunft bestellt ist, unterliegt nur Spekulationen. Der iMac reicht für die meisten Anwender bereits aus und der Mac Pro setzt noch einmal ein Ausrufezeichen obendrauf. Ob der iMac Pro daher bald mit einer M1-CPU daherkommt, ist schwer zu sagen - denn im Profisegment stoßen derlei rabiate Änderungen für gewöhnlich nicht auf Gegenliebe.

  3. Mac Pro von 2019: Rechenleistung zum stolzen Preis

    Entweder kaufen Sie sich ein Haus oder einen Mac Pro: Was wie ein Scherz klingt, wird angesichts der Preise für dieses Gerät plötzlich Realität. Der im Sommer 2019 vorgestellte Mac Pro erinnert optisch an einen kleinen Turm, der sich an den Seiten öffnen lässt, um an die Hardware im Inneren zu gelangen. Das Gehäuse selbst ist komplett aus Edelstahl und Aluminium gefertigt und bietet ein auffälliges, gelochtes Design. Die Löcher dienen dazu, die Luft im Inneren besser zirkulieren zu lassen.

    Dass dies auch notwendig ist, wird mit einem Blick auf das Netzteil deutlich: Es stellt 1.400 Watt Leistung bereit, wovon 500 Watt allein für die Grafikkarte reserviert sind. Die Radeon Vega II Duo von AMD ist im normalen Handel nicht erhältlich und wird exklusiv für den Mac Pro gefertigt. Bis zu zwei dieser Grafikkarten können Sie in einen Mac Pro stecken. Die enorme Leistung reicht aus, um maximal acht Monitore gleichzeitig in bis zu 8K-Auflösung zu betreiben.

    4 TB Speicherplatz sind maximal möglich, Thunderbolt 3 ist natürlich über zwei USB-Anschlüsse ebenfalls dabei und Platz für 10 Gbit/s-Ethernet war auch noch. Ein Kopfhöreranschluss ist ebenfalls an Bord. In der einfachsten Grundausstattung kommt der Mac Pro damit auf 6.500 Euro. Damit bekommen Sie 32 GB RAM, 256 GB Speicherplatz und eine Radeon 580X. Gönnen Sie sich die maximale Ausstattung, klettern die Preise auf 60.000 Euro (kein Tippfehler).

    Kombinieren können Sie dies mit einem Pro Display XDR für ebenfalls 6.500 Euro. Lassen Sie den Monitorfuß weg, sparen Sie immerhin 1.000 Euro.

    Wer kauft den Mac Pro?

    Durch die extremen Preise fällt der Mac Pro natürlich völlig aus dem Rahmen, wenn wir über Privatanwender reden. Die Geräte wurden entworfen, um professionelle Anwender zu begleiten und Video- und Bildbearbeitung, wissenschaftliche Arbeiten, Simulationen und Ähnliches zu berechnen. Kein "Normalsterblicher" stellt sich dieses Gerät in die Wohnung.

    Der Umstieg auf M1-Chips dürfte so bald nicht anstehen. Im Profisegment wiegen Zuverlässigkeit und Kompatibilität genauso schwer wie Geschwindigkeit. In den erstgenannten Disziplinen muss sich M1 aber erst noch beweisen. Wir würden für einige Jahre nicht damit rechnen, dass Apple Mac Pros auf Basis von ARM anbieten wird. 2024 wäre vielleicht ein geeigneter Zeitpunkt, um dieses Thema noch einmal aus der Versenkung zu holen. Bis dahin machen Sie - wenn Sie es sich leisten können - mit einem aktuellen Mac Pro keinen Fehler.

  4. Mac mini: klein, aber oft ausreichend

    Als Einstiegsdroge ist der Mac mini sehr zu empfehlen: Ihn gibt es nun mit M1-CPU, was unter anderem zur Folge hat, dass die Preise im Vergleich zur Vorgängergeneration etwas sinken. So geht es schon bei 779 Euro los, wofür Sie einen Mac mini mit 256 GB Kapazität erhalten. 1.003 Euro kostet die Variante mit 512 GB Speicherplatz.

    Echte Tests stehen zwar noch aus, doch zeichnet sich bereits ab, dass der Mac mini mit M1-CPU wirklich die angekündigten Verbesserungen umsetzt - sowohl in Bezug auf rohe Performance als auch Grafikleistung. Mindestens 8 GB RAM erhalten Sie außerdem, allerdings müssen sich CPU und GPU diesen Speicher teilen. Dedizierten VRAM bietet das Gerät nicht. Für 224 Euro mehr gibt es dann eine M1-CPU mit 16 GB RAM, was für die Zukunft die bessere Lösung ist.

    Damit der neue Mac mini auch optisch vom Vorgänger von 2018 unterschieden werden kann, bietet Apple das Gerät in einer Mischung aus Weiß und Silber an. Die graue Variante bleibt im Sortiment, ist aber mit den bekannten Intel-CPUs ausgestattet. Mit 8 GB RAM und 512 GB Speicherkapazität bezahlen Sie dafür 1.227 Euro. Die eigene CPU-Fertigung scheint für Apple also auch zu bedeuten, Chips und damit Gerät wesentlich günstiger produzieren zu können.

    Die Intel-Variante ist noch immer einen Kauf wert, wenn Sie auf viel Speicherplatz und RAM angewiesen sind. Das kostet zwar Geld, aber ist für die Zukunft eine sicherere Investition. Leistung bringen beide Maschinen zur Genüge mit. Haben Sie keine Probleme mit Kompatibilität und Software, spricht schon jetzt nichts gegen den Kauf eines M1-Macs.

    Wer kauft den Mac mini?

    Eine Art "Einstiegsdroge" ist der Mac mini, der allerdings beachtliche Rechenleistung offenbart und damit mehr ist als nur ein Wohnzimmer-Computer. Thunderbolt 3 und USB 4 bedeuten außerdem, dass Sie auch einen 5K-Monitor anschließen können. Mit eGPUs ist das Gerät ebenfalls kompatibel, was interessante 3D-Anwendungen und Gaming möglich macht - wenn Sie sich für Intel entscheiden. Vor allem die Flexibilität in Bezug auf den Bildschirm bedeutet, dass diese Lösung oft besser ist als der wesentlich teurere iMac.

  5. MacBook Air: die Begleitung für unterwegs

    Als Paradebeispiel für die Vorzüge des M1-Chips führt Apple das MacBook Air ins Feld. Es wurde einst totgesagt, denn der Hersteller hat 2016 mit dem MacBook ein ähnliches Gerät eingeführt und dieses dann 2017 noch einmal mit einem Update versorgt. Das 12 Zoll große MacBook kam jedoch bei den Kunden weniger gut an: Es war zu dünn, hatte damit zu schlechte Akkulaufzeiten und nur einen USB-Anschluss. Selbst für Apple-Nutzer war das zu spartanisch. Im Oktober 2018 feierte dann das MacBook Air sein Comeback.

    Zwei Jahre später ist man nun soweit und ersetzt das Innenleben von Intel gegen M1-CPUs. Hochauflösendes Display, Touch-ID, zwei USB-Ports mit Thunderbolt 3 und dabei so flach wie immer kommt es in die Läden. Dass darunter nicht die Akkulaufzeit leidet, liegt eben an der CPU. Die braucht nun keinen Lüfter mehr - auch, weil die meisten CPU-Kerne einfach abgeschaltet werden, wenn Sie sie nicht brauchen. Um die 1.300 Euro kostet das MacBook Air aktuell, günstigere Varianten sind ebenfalls im Angebot. Ob Apple noch kleinere Versionen mit elf Zoll Diagonale nachschiebt, ist bislang ungewiss.

    Mit der Intel-Variante würden wir in Zukunft nicht mehr rechnen: Sie wird es gebraucht weiterhin zu kaufen geben, aber nach und nach werden die Intel-Geräte aus dem Sortiment verschwinden.

    Wer kauft das MacBook Air?

    Wer viel unterwegs ist, profitiert von den Qualitäten des MacBook Air: dünn, effizient, ausdauernd, leicht. Die Rechenleistung ist trotzdem hoch und auch unter Volllast arbeitet das MacBook Air lautlos. Im Basismodell bekommen Sie 256 GB Kapazität, was für die meisten Aufgaben auf Reisen reichen sollte. Maximal gibt es Platz für bis zu 1 TB Speicher. Es gilt natürlich auch hier: Informieren Sie sich über die Softwaresituation, bevor Sie zuschlagen.

  6. MacBook Pro: die mobile Arbeitsmaschine

    Einer der Dauerbrenner bei Apple ist das MacBook Pro: Der Hybrid zwischen Desktop-Leistung und Notebook-Mobilität kommt seit langer Zeit gut beim Kunden an. Neuerdings haben Sie außerdem die Wahl zwischen zwei Intel-Varianten mit 13 oder 16 Zoll Diagonale oder einem M1-MacBook Pro mit 13 Zoll. 16 Zoll große M1-Geräte gibt es noch nicht.

    Gedanken um die unsägliche Tastatur müssen Sie sich nicht machen: Der 2016 eingeführte Butterfly-Mechanismus machte Probleme und stets versuchte Apple, irgendwie gegenzusteuern. Am Ende zog man die Reißleine und ging zurück zum bewährten Tastenmechanismen. Wer viel schreiben muss, kann nun also wieder zum MacBook Pro greifen, ohne zu fürchten, dass die Tastatur irgendwann klemmen wird.

    Überhaupt war 2019 das Jahr der Revivals: Im MacBook Pro hielt nicht nur die neue, alte Tastatur erneut Einzug, auch die Escape-Taste kam abseits der Touch-Bar zurück. Fortschritt durch Rückschritt war hier die Devise. Gewachsen ist allerdings die Diagonale, die von 15 auf 16 Zoll stieg und so ein wenig mehr Platz bietet. Ausgestattet sind diese Geräte mit diversen Varianten der Radeon 500-Serie von AMD. Außerdem konnte Apple einige Temperaturprobleme in den Griff bekommen, sodass die volle Leistung der Intel-CPUs länger zur Verfügung steht.

    Touch-Bar als Alleinstellungsmerkmal

    Nach wie vor dem MacBook Pro vorbehalten ist die Touch-Bar, die 2016 eingeführt wurde und die inzwischen viele nützliche Funktionen bietet. Integriert ist ein Scanner für Fingerabdrücke, eine Funktion für die Zahlung über Apple Pay und vieles mehr. Das Touchpad verschwindet damit nicht, sondern wird nur ergänzt - ganz ohne Maus geht es eben nicht. 2019 wurde das MacBook dann wieder etwas dicker, was den Akkulaufzeiten zugutekam. Das Touchpad fällt nach wie vor sehr groß aus.

    Mit dem 2020er-Update erhalten Sie auch im 13-Zoll-Modell die Escape-Taste zurück, neue Intel-CPUs und mehr RAM in der Top-Ausstattung. Los geht's bei 1.500 Euro, maximal können Sie 2.129 Euro ausgeben - dann mit gleich vier USB-Ports. Die AMD-Grafik ist jedoch dem 16 Zoll großen MacBook Pro vorbehalten.

    Ablösung im Einsteigersegment

    Komplett neu wird es dann mit 13 Zoll und M1-CPU im neuen MacBook Pro, das erst seit einigen Wochen im Handel erhältlich ist. Prinzipiell unterscheidet diese CPU nichts von der Variante, die sich auch im MacBook Air befindet: GPU, AI-Unterstützung, Sicherheits-Chip und Grafik sind also identisch. In der Praxis werden Sie jedoch einen Unterschied in der Performance feststellen, da hier der Lüfter erhalten bleibt und acht statt sieben CPU-Kerne aktiv sind. Das heißt, dass die CPU nicht aufgrund von Hitzeentwicklung drosseln muss.

    An der Größe des Akkus ändert sich hingegen nichts und ist in M1- und Intel-Modellen gleich groß. In der Praxis wird dies zu bis zu doppelten Akkulaufzeiten für die M1-Lösung führen. Sind Sie viel unterwegs, könnte sich die M1-Variante für Sie also durchaus lohnen.

    Wer kauft das MacBook Pro?

    Arbeiten Sie ernsthaft mit Ihrem Gerät, führt kaum ein Weg am MacBook Pro vorbei. Das MacBook Air ist für Aufgaben wie Video- und Bildbearbeitung dann doch etwas schwach auf der Brust. Wir gehen davon aus, dass Intel- und M1-Lösungen in diesem Segment für viele Jahre koexistieren werden. Beide Varianten bieten eigene Vor- und Nachteile, weshalb es aus Apples Sicht falsch wäre, die Intel-MacBooks komplett abzuschaffen. Ob weitere Änderungen - vielleicht ein M1-MacBook im 16-Zoll-Gewand - kommen werden oder nicht, steht noch in den Sternen. Vor Mitte 2021 würden wir nicht mit Ankündigungen rechnen.

Geld sparen im Refurbished-Store

Ein Tipp zum Ende: Wer das Geld für neue Hardware nicht ausgeben möchte, kann sich gebrauchte Modelle direkt bei Apple anschauen. Diese erreichen Sie über apple.com: Dort finden Sie Apple-Hardware aller Art, die vom Kunden zurück zu Apple gingen und nun für weniger Geld erneut verkauft werden. Am Ende können Sie mit einigen Hundert Euro Ersparnis rechnen. Ein Jahr Garantie bekommen Sie bei jedem Kauf dazu, sodass Sie nicht die Katze im Sack kaufen müssen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit Macwelt
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