So passen Sie Ihre Fritzbox den eigenen Wünschen an

So passen Sie Ihre Fritzbox den eigenen Wünschen an
Wir zeigen Ihnen, wie Sie an Ihrer Fritzbox individuelle Einstellungen vornehmen und versteckte Funktionen nutzen.
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So passen Sie Ihre Fritzbox den eigenen Wünschen an

Wir zeigen Ihnen, wie Sie an Ihrer Fritzbox individuelle Einstellungen vornehmen und versteckte Funktionen nutzen.

© AVM
10.03.2017 - 15:13 Uhr

Letztlich ist eine Fritzbox auch nur ein Computer mit Linux-Betriebssystem. Deswegen können an ihr individuelle Einstellungen vorgenommen und versteckte Funktionen genutzt werden.

Die Menge an verfügbaren Funktionen ist seit Fritz-OS 6.30 kontinuierlich zurückgegangen. Beispielsweise ist die Aktivierung eines Telnet-Zugangs nicht mehr möglich. AVM erklärt diesen Schritt damit, dass die Sicherheit durch diese Maßnahme erhöht wurde. Viele Nutzer und Bastler sind jedoch verärgert, weil sie nunmehr keine Anpassungen und Erweiterungen der Fritzbox und des Betriebssystems via Telnet vornehmen können. Dieses Problem lässt sich mit einem Firmware-Mod lösen. Hier können im Dateisystem der Fritzbox gezielt Änderungen vorgenommen werden.

Hierfür muss zunächst "Modfs" entpackt werden. Nach erfolgten Änderungen wird diese modifizierte Firmware wieder auf die Fritzbox gespielt. Ein großer Vorteil ist, dass trotz der Anpassungen die originale Firmware erhalten bleibt. Nutzer können beim Neustart des Routers wählen, mit welcher Version sie arbeiten wollen. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist aber, dass der Flash-Speicher der Fritzbox genügend Platz für beide Versionen bietet. Das ist aktuell nur bei der Fritzbox 7490 gegeben. Für andere Versionen muss ein USB-Stick verwendet werden. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung bezieht sich daher auf die Fritzbox 7490. Die beschriebenen Tools sind aber nur mit bestimmten Firmware-Tools kompatibel:

  1. Schritt:

    Um das Modfs-Paket auf die Fritzbox zu bekommen, ist das Tool "Busybox" sehr hilfreich. Dieses lässt sich wiederum per modfs-Starter nutzen. Dieser bietet eine Web-Shell für die Fritzbox, mit der Busybox aktiviert werden kann. Beim Download liegt der modfs-Starter als tar-Datei vor und kann entsprechend leicht auf die Fritzbox übertragen werden.
  2. Schritt:

    Als Nächstes werden im Fritzbox Browser-Menü die Schritte "System → Update → FRITZ!OS-Datei" gegangen. Jetzt wird zunächst eine Sicherheitskopie der ursprünglichen Einstellung vorgenommen und passwortgeschützt. Anschließend wird die für die jeweilige Fritzbox passende modfs-Starter-Datei ausgewählt und das Upgrade initialisiert. Zwar besitzt die Firmware keine AVM-Lizensierung, dennoch sollte auf "Upgrade fortsetzen" geklickt werden.
  3. Schritt:

    Nachdem das Upgrade erfolgreich abgeschlossen wurde, wird die Fritzbox-Anmeldeseite wieder aufgerufen. Nun muss in einem Browser die Adresse http://fritz.box:8010 aufgerufen werden. Die Website verlangt die Eingabe des Passworts, das im Fritzbox-Menü als Schutzpasswort eingegeben wurde.
  4. Schritt:

    Nun muss die Modfs-Datei auf die Fritzbox übertragen werden. Hierfür muss der Befehl
    mkdir -p /var/mod;cd /var/mod;wget -qO-http://yourfritz.de/modfs-0.3.1.tgz | gunzip -c | tar x;./modfs
    eingegeben werden. Zu beachten ist aber, dass die Versionen voranschreiten und daher der Befehlsabschnitt "0.3.1" variieren kann. Sobald der Befehl korrekt eingegeben wurde, wird die Fritzbox dahingehend geprüft, ob sie für die gewünschten Anpassungen geeignet ist. Zu diesem Zweck wird die Firmware-Version unter die Lupe genommen und gecheckt, ob zwei Partitionen für den Kernel und das dazugehörige Dateisystem vorhanden sind. Das ist nicht zuletzt deshalb wichtig, um später die Wahl zu haben, ob die originale oder die modifizierte Firmware genutzt werden soll. Nicht zuletzt wird geprüft, ob für die gewünschte Aktion ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. Sollten alle diese Voraussetzungen erfüllt sein, wird die Meldung "Das System erfüllt die Voraussetzungen zur Modifikation des root-Dateisystems" angezeigt.
  5. Schritt:

    Als Nächstes muss ein Original-Dateisystem für die Modifikation bereitgestellt werden. Entweder werden die Änderungen direkt im Dateisystem der aktuellen Firmware vorgenommen, das Dateisystem wird vom AVM-FTP-Server heruntergeladen oder es ist bereits ein Image vorhanden, auf das die Modifikation zugreifen kann. Wenn das bestehende Dateisystem genutzt werden soll, muss im Browser "a" eingegeben werden.
  6. Schritt:

    Nun werden die einzelnen Skripte abgearbeitet. Wenn in der modfs-Datei Skripte für zusätzliche Funktionen untergebracht wurden, werden diese in die neue Firmware integriert. Andere Funktionen werden durch das Tool selbst aktiviert. Unter anderem wird ein Eintrag im Router-Menü vorgenommen, der die Wahl zwischen originaler und modifizierter Firmware beim Neustart ermöglicht. Außerdem wird der Telnet-Dienst aktiviert und ein Skript gestartet, das die Fritzbox Aktionen bei jedem Neustart durchführen lässt, damit die Änderungen dauerhaft erhalten bleiben und nicht immer wieder neu vorgenommen werden müssen. Es besteht die Möglichkeit, diese Boot-Datei anzupassen und individuelle Profile können eingerichtet werden. Die Aktivierung der Skripte, die für die zuletzt genannten Aktionen zuständig sind, muss vom Nutzer ausdrücklich erlaubt werden.
  7. Schritt:

    Jetzt besteht die Möglichkeit, noch einmal nachzusehen, ob weitere Anpassungen am Dateisystem vorgenommen werden sollen. Falls nicht, transferiert modfs das angepasste Dateisystem an eine Partition auf der Fritzbox, sodass es beim nächsten Start aktiviert wird. Hierfür müssen ungefähr drei bis fünf Minuten veranschlagt werden.
  8. Schritt:

    Sobald das Skript durchgelaufen ist, wird die Meldung "Beim nächsten Start der Box wird das System in den alternativen Partitionen benutzt" angezeigt. Wenn die Fritzbox jetzt neu gestartet wird, aktiviert sich das Dateisystem und die Modifikationen können verwendet werden.

Weitere Einstellungen, die Sie an Ihrer Fritzbox vornehmen können:

  1. Wenn Video-Streaming und Telefonie Hand in Hand gehen

    Das Klingeln des Telefons war bisher immer lästig, wenn über Amazon Fire TV Filme und Serien auf dem Fernseher liefen. Immerhin konnte man nicht sehen, wer da gerade anrief. Also musste pausiert, das Telefon geholt und auf dem Display geprüft werden, wer in der Leitung war. Das ist dank einer praktischen Android-App jetzt anders. Eine Fritzbox mit Telefoniefunktion kann über diese App die Rufnummer des eingehenden Anrufs jetzt direkt auf dem Bildschirm anzeigen. Allerdings können die Apps, die nicht speziell von Amazon für Fire TV gedacht sind, nicht direkt auf die Bedienoberfläche übertragen werden. Stattdessen müssen solche Apps per Sideload über einen anderen Rechner im Netzwerk auf die Fritzbox gebracht werden.
    Hierfür wurde die Software adb Link entwickelt. Diese verbindet sich mit dem Gerät, was ungefähr zwei Minuten in Anspruch nimmt. Die AVM-App Fritz!App Fon ist nicht mit Fire TV kompatibel, deswegen muss als Alternative die App " Anrufmonitor" verwendet werden. Damit dies funktioniert, muss die App allerdings als APK-Datei vorhanden sein. Jetzt muss die Datei mittels "Install APK" in adb Fire auf der Amazon-Box installiert werden. In der Gratisversion blendet der Anrufmonitor immer wieder Werbung ein. Wer diese vermeiden möchte, sollte die 0,99 Euro in die Vollversion investieren.
    Die neue App kann nun über die Bedienoberfläche mittels "Einstellungen → Anwendungen → Installierte App verwalten → Anrufmonitor → App starten" gestartet werden. Bei einigen Fritzbox-Einstellungen ist es zudem nötig, in ein angeschlossenes Telefon die Tastenfolge"#96*5*" einzutippen, um den Callmonitor-Support einzuschalten. Sobald dies geschehen ist, arbeitet die App unsichtbar im Hintergrund und zeigt bei einem eingehenden Anruf die Rufnummer auf dem Bildschirm an.
  2. Wählscheibentelefone an den Router anschließen

    In Zeiten von Voice over IP (VoIP) kommen die alten Wählscheibentelefone wieder in Mode. Allerdings sind nicht alle Telefone mit dem früher gängigen Impulswahlverfahren (IWV) mit allen Routern und Router-Firmwares kompatibel. Vor allem vor- und fernkonfigurierte Router von AVM bereiten Nutzern häufig Schwierigkeiten. Hierzu gehören zum Beispiel die Fritzboxen der Kabelprovider. Hier bleibt nur die Wahl, ein solches Wählscheibentelefon anzuschließen und auszuprobieren, da sich eine alternative Router-Firmware nicht auf solchen Routern installieren lässt. Bei frei konfigurierbaren Modellen kann die Installation einer anderen Firmware durchaus zum gewünschten Erfolg führen. Der Nachteil an älteren Modellen ist zudem, dass sie häufig Funktionseinschränkungen mit sich bringen und zu Sicherheitslücken führen. Als Ultima Ratio kann natürlich hinter das Kabel-Modem oder den Router eine Fritzbox wie das Modell 7270 angeschlossen und mit dem Wählscheibentelefon verbunden werden. Ebenfalls gern genutzt sind IWV-MFV-Konverter, die aus Wählimpulsen die heute gängigen Tonfrequenzen machen. Hierbei sollte auf Modelle mit einer eigenen Stromversorgung gesetzt werden. Nicht zuletzt gibt es viele neue Telefone, die wie Wählscheibentelefone designt sind, aber mit einer modernen Technik arbeiten.
  3. Der Power Mode - optimalen Durchsatz für LAN und USB erreichen

    Der Berliner Fritzbox-Router-Hersteller AVM vergleicht seine unterschiedlichen Modelle im Netz ausführlich. Hier erfahren die Leser unter anderem, wie viele LAN-Anschlüsse zur Verfügung stehen, die mit dem schnellen GBit kompatibel sind. Allerdings kommt es vor, dass einige Buchsen an einem solchen Gerät zwar einen schnellen Datendurchfluss erlauben, für diesen aber nicht freigeschaltet sind. Das ist insbesondere bei sogenannten "provisionierten" Geräten der Fall, auf denen sich eine speziell vom Hersteller modifizierte Firmware befindet. Ob eine Buchse für den schnellen Datendurchfluss freigeschaltet ist, lässt sich ganz einfach prüfen, indem in die Browserzeile eines Rechners im heimischen Netzwerk "fritz.box" und das entsprechende Passwort eingegeben wird. Über "Heimnetz → Netzwerk → Netzwerkeinstellungen" wird die Optionsübersicht aufgerufen, in der zwischen dem Green Mode (Energiesparmodus) und dem Power Mode (GBIT/s) gewählt werden kann.
    Für alle Anschlüsse, an denen schnelle Geräte verbunden sind, sollte der Power Mode aktiviert werden, um von einem möglichst hohen Datenaustausch zu profitieren. Über diesen Modus lässt sich die Geschwindigkeit des Datentransfers teilweise um den Faktor 10 beschleunigen. Ähnliche Überlegungen sollten bei USB-Anschlüssen angestellt werden, die USB 3.0 fähig sind. Momentan sind das aber nur die Fritzboxen 3490 und 7490. Um hier zwischen Green Mode und Power Mode zu wählen, muss der Weg "Heimnetz → USB-Geräte → USB-Einstellungen" gegangen werden. Wenn USB 3.0 fähige Geräte verwendet werden, sollte auch hier der Power Mode gewählt werden.
  4. Radio über das Fernsehkabel hören

    Über Fritz!App TV kann bereits seit längerer Zeit das über das Kabelnetz verfügbare Radioprogramm abgespielt werden. Neuerdings gilt das auch für die iOS-Version. Der Name der App ist allerdings gleich geblieben. Nutzer sollten sich vom einschränkenden Begriff "TV" aber nicht verwirren lassen. Um die neue Funktion nutzen zu können, muss die App auf die Version 1.3.0 aktualisiert werden. Zudem ist die Nutzung nur mit iOS 7, nicht aber mit dem 3GS möglich. Die Art und Anzahl der verfügbaren Radiokanäle variiert von Provider zu Provider. Kabel Deutschland bietet online eine Übersicht, bei den anderen Netzbetreibern müssen die Nutzer selbst suchen. Die empfangenen Radiodaten können mittels Bluetooth an einen Funklautsprecher oder eine Stereoanlage übermittelt werden. Zudem steht ein elektronischer Programmführer bereit, der über die aktuellen TV-Sendungen informiert. Hinzu kommt, dass AVM mit FritzOS 6.30 eine neue Firmware entwickelt hat. Hierdurch können die WLAN-Einstellungen des Routers auf den Repeater übertragen werden. Das schließt das Konfigurationspasswort mit ein, sodass nur noch ein Zugangscode benötigt wird. Nicht zuletzt gibt der Hersteller an, dass die IPTV-Übetragung verbessert wurde.
  5. Fritzboxen ohne Telefoniefunktion für die Telefonie nutzen

    Eine Fritzbox, deren Modellbezeichnung mit "7" beginnt, ist mit einer integrierten Telefonanlage sowie einer DECT-Basis ausgestattet. Modelle mit einer "3" verfügen hingegen nicht über diese Funktion. Trotzdem ist es möglich, auch über solche Modelle zu telefonieren. Hierfür sorgt eine Kombination aus Smartphone und Fritz!App Fon. Damit dies funktioniert, werden lediglich ein aktives WLAN und ein VOiP-Telefonanschluss benötigt. Hierbei werden sowohl All-IP-Anschlüsse als auch VoIP-Dienste unterstützt. Die Konfigurationsoberfläche bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung des Herstellers für das Setup. Für die einzelnen VoIP-Dienstleister gibt es jeweils eigene Buttons. Anschließend wird die Fritzbox mit den persönlichen VoIP-Daten konfiguriert. Nun muss die Fon-App von AVM installiert werden. Dies ist am leichtesten durchzuführen, wenn einmalig eine Verbindung zwischen Smartphone und Fritzbox hergestellt wird. Unter anderem kann bei jedem ausgehenden Gespräch entschieden werden, ob hierfür der Mobilfunk oder VoIP genutzt wird. Letzteres ist in der Regel deutlich günstiger; vor allem bei Auslandsgesprächen.
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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