Face ID: Wurde Apples Gesichtserkennung bereits geknackt?

iPhone X: Nicht so sicher, wie erwartet?
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iPhone X: Nicht so sicher, wie erwartet?

 © Apple
13.11.2017 - 14:45 Uhr

Die vietnamesische IT-Sicherheitsfirma Bkav will rund eine Woche nach Erscheinen des iPhone X seine Face ID geknackt haben. Nutzer sollten derzeit aber keine Angst haben.

Apple will seine "Face ID"-Funktion zum "Goldstandard für Gesichtserkennung" machen, wie das Unternehmen vor wenigen Wochen in einem Statement gegenüber "TechCrunch" erklärte. Dumm nur, wenn der vermeintliche Goldstandard bereits rund eine Woche nach Erscheinen des iPhone X angeblich geknackt wurde. Das legen zumindest ein Video und ein Bericht der vietnamesischen IT-Sicherheitsfirm Bkav nahe.

Bei der Vorstellung der Gesichtserkennung - zum Beispiel zum Entsperren des iPhone X - hatte Apple erklärt, dass es nicht möglich sein werde, sich mit Fotografien oder Masken Zugang zu dem Smartphone eines Nutzers zu verschaffen. Genau das scheint Bkav jedoch schon jetzt gelungen zu sein. In einem YouTube-Video ist offenbar zu sehen, wie ein Mann ein iPhone X nicht nur mit seinem Gesicht, sondern auch mit einer Maske seines Gesichts entsperrt. Dazu erklärt der Mann: "Face ID auf dem iPhone X ist nicht so sicher, wie Apple angekündigt hat!"

"Proof of Concept"

In einem dazugehörigen Blogeintrag erklärt die Firma aber auch, dass es derzeit ziemlich schwierig sei eine "korrekte Maske" anzufertigen, ohne die entsprechenden Kenntnisse zu besitzen. Bkav selbst sehe das Ganze als "Proof of Concept", also als einen Nachweis, dass es möglich sei, das System zu schlagen. Um eine solche Maske anzufertigen, braucht es derzeit nicht nur rund 130 Euro, sondern auch viel Arbeit.

Wie die Firma selbst schreibt, seien reguläre User wohl kaum das Angriffsziel einer solch möglichen Attacke. Der Aufwand wäre wohl einfach viel zu groß, besteht die Maske doch aus mehreren Teilen wie einer Art Gerüst aus dem 3D-Drucker und einer handgefertigten Silikonnase. Es sei aber vorstellbar, dass beispielsweise Politiker oder bekannte Unternehmer durchaus zum Ziel werden könnten.

Bkav wolle mit all dem zeigen, dass eine Gesichtserkennung grundsätzlich nicht sicher sei. In Sachen biometrischer Sicherheit gehe nichts über einen Fingerabdruck. All diese Angaben sind allerdings auch mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, denn zum einen gab es noch keine öffentliche Vorführung. Zum anderen hat Bkav in seinem Portfolio beispielsweise nicht nur Lösungen gegen Viren, sondern auch ein eigenes Smartphone.

Quelle: spot on news AG
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