So ändern Sie den Namen Ihres Computers unter Windows 10

So ändern Sie den Namen Ihres Computers unter Windows 10
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So ändern Sie den Namen Ihres Computers unter Windows 10

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Bei Windows 10 gelangen Sie über die Einträge „Einstellungen“, „ System“ und „Info“ zum Button „Diesen PC umbenennen“. Nach der Bestätigung ist ein Neustart notwendig.

Ein Name mag Schall und Rauch sein, ist aber dennoch zur Unterscheidung hilfreich. Das gelingt mit den Namen, die Windows 10 einem PC nach der Installation automatisch verpasst, nur bedingt. Denn hierbei handelt es sich nur um eine Folge von fünfzehn Zeichen, die aus einer Kombination des Benutzer- bzw. Organisationsnamens und Zufallszeichen bestehen.

Wenn der eigene PC dann beispielsweise "DESKTOP-5IG-FF8K" heißt, klingt das nicht nur unschön. Es erschwert auch die Identifikation des Rechners in Netzwerken. Deshalb ist besonders dann die Umbenennung empfehlenswert, wenn mehrere PCs in einem Netzwerk eingebunden sind. Das schützt nicht nur vor ärgerlichen Verwechslungen, sondern spart auch langfristig Zeit.

Zum Glück ist die Umbenennung vom Computern unter Windows 10 ganz einfach und in wenigen Minuten erledigt. Wählen Sie dazu im Startmenü zuerst "Einstellungen" und danach "System". Anschließend klicken Sie auf der linken Seite unten auf "Info". Nun sind auf der rechten Seite einige Gerätespezifikationen sowie im unteren Bereich die grau unterlegte Schaltfläche "Diesen PC umbenennen" zu sehen.

Klicken Sie den Button an und geben Sie über die Tastatur einen aussagekräftigen und möglichst unverwechselbaren Namen für Ihren Computer ein. Bestätigen Sie die Eingabe durch einen Klick auf die Schaltfläche "Weiter". Nach dem Neustart Ihres Computers sollte die Namensänderung wirksam sein.

Falls der Name Ihres PCs sich trotz dieser Schritte nicht verändert, gibt es mehrere Ursachen. So kann es mehrere Minuten dauern, bis im Netzwerk eingebundene Computer den PC mit der neuen Bezeichnung anzeigen.

Zudem ist es wichtig, den umbenannten Computer über den Befehl "Neu starten" zuerst herunter- und dann wieder hochfahren zu lassen. Wenn Sie den Rechner nämlich nur abschalten oder herunterfahren und danach wieder anschalten, werden geänderte Einstellungen - in diesem Fall die Namensmodifikation - vom System nicht umgesetzt.

So lösen Sie Probleme mit Windows 10

  1. Schritt 1: Die Analyse des Systems

    Bevor es an die Behebung eines Fehlers oder die Reparatur des gesamten Systems gehen kann, muss zunächst die Ursache eines vorliegenden Fehlers festgestellt werden. Windows macht es den Nutzern hierbei gelegentlich recht schwer. So zeigt das System zum Beispiel Fehlermeldungen an, mit denen sich nichts anfangen lässt. In anderen Fällen führt das System eine Liste mit etlichen Fehlern, ohne dass es bei der Nutzung zu Schwierigkeiten gekommen ist. Zunächst sollte der Bereich abgesteckt werden, in dem ein Fehler vorliegen könnte.

    Probleme mit der Hardware

    Anhand der ausgegebenen Fehlermeldung lassen sich bereits erste Rückschlüsse auf das vorliegende Problem ziehen. So zeigt ein Bluescreen beispielsweise nach einem Systemabsturz immer an, dass ein Hardwareproblem vorliegt. In einigen Fällen gibt die Fehlermeldung konkret Auskunft über den Treiber, der für das Problem verantwortlich ist. In anderen Fällen ist die Fehlermeldung jedoch sehr allgemein und nichtssagend gehalten (zum Beispiel "DRIVER_POWER_STATE_FAILURE"). Manchmal passiert es zudem, dass Windows so schnell neu startet, dass Sie die Fehlermeldung gar nicht richtig zu Gesicht bekommen. In diesem Fall Nutzen Sie die Kombination "Win-Pause" und wählen dann "Erweiterte Systemeinstellungen" -> "Starten und Wiederherstellen" -> Einstellungen". Hier deaktivieren Sie das Feld "Automatischen Neustart durchführen", sodass Sie anschließend mehr Zeit für die Betrachtung der Fehlermeldung haben.

    Eine Faustregel, die sich beim Auftauchen von Bluescreens bewährt hat, ist: Die zuletzt installierte Hardware ist schuld. Denn bis zu deren Installation hat das System ja noch einwandfrei funktioniert. Entfernen Sie daher die entsprechende Hardware oder löschen Sie einen neu installierten Treiber, um zu dem Zustand zurückzukehren, als alles noch einwandfrei lief. Oftmals ist es zudem hilfreich, sich das Windows-Ereignisprotokoll genau anzusehen. Dieses finden Sie über die Ereignisanzeige und können dort die "Windows Protokolle" aufrufen.

    Gelegentlich kommt es jedoch vor, dass Bluescreens nur hin und wieder oder bei intensiver Belastung auftreten. In diesem Fall ist es ratsam, zunächst die Funktionstüchtigkeit des Lüfters zu überprüfen. eine unzureichende Kühlung kann nämlich einen Systemabsturz verursachen. Eine weitere mögliche Fehlerquelle ist das RAM-Modul. Wenn dieses beschädigt ist, treten ebenfalls Fehlermeldungen auf. Um dies zu prüfen, ist eine Untersuchung des Hauptspeichers notwendig.

    Probleme mit der Software

    Wenn vorliegende Probleme hingegen auf eine Software zurückzuführen sind, sehen die Fehlermeldungen anders aus. In diesem Fall stürzt zwar die Anwendung ab, das System läuft aber in der Regel weiter. Zudem taucht eine Fehlermeldung in einem Fenster auf und informiert Sie über das vorliegende Problem. Sehr häufig sind von solchen Problemen Word-Dokumente und Videos betroffen. Sehr häufig ist auch hier eine zu starke Belastung die Ursache für Störungen. Wenn zum Beispiel der Prozessor zahlreiche Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss oder nur noch sehr wenig Hauptspeicher bereitsteht, kommt es zu Programmabstürzen. In einigen Fällen ist es jedoch möglich, die Dateien, die darunter leiden, zu reparieren.

  2. Schritt 2: Aktuelle Programme bestimmen und prüfen

    Beim Einsatz von Windows ruft das System autonom zahlreiche Dienste auf, die für ein reibungsloses Arbeiten unverzichtbar sind. Meist bekommen Anwender hiervon gar nichts mit. Solche Dienste haben zum Beispiel die Aufgabe, regelmäßige Updates durchzuführen oder Netzwerkfreigaben zu erteilen. Außerdem befinden sich im Autostart diverse Programme, die bei jedem Systemstart geladen werden. Diese dienen unter anderem dazu, Grafikkarte und Maus zu konfigurieren oder den Rechner mittels einer Antivirensoftware zu schützen. Häufig sehen Sie auf der Taskleiste im sogenannten Infobereich, welche Programme automatisch gestartet werden.

    Wenn Sie alle aktiven Programme übersichtlich präsentiert bekommen möchten, können Sie den Task-Manager aufrufen. Das gelingt über die Tastenkombination "Strg-Shift-Esc". Ebenso ist es möglich, die Kombination "Win-R" zu nutzen und den Begriff "taskmgr" einzugeben. Wenn Sie Windows 8.1 oder 10 nutzen, sehen Sie im Taskmanager zunächst nur eine Auswahl der aktiven Programme. Über "Mehr Details" können Sie sich dann einen umfassenden Überblick verschaffen. Die Karte "Prozesse" zeigt alle laufenden Programme an. Auf Wunsch können Sie Einfluss auf die Sortierung nehmen. So genügt ein Klick auf "CPU", um zu sehen, welche Prozessorauslastung die einzelnen Programme mit sich bringen.

    Zuerst bekommen Sie üblicherweise den Leerlaufprozess zu sehen und anschließend die noch verfügbare CPU-Leistung. Jedes aktive Programm stellt eine Belastung für die CPU dar. Wie groß diese ist, zeigt sich daran, wie stark sich der Wert unter "Leerlaufprozess" verändert. Ebenso ist es möglich, die Karte "Arbeitsspeicher" auszuwählen und somit eine Sortierung nach der Ausnutzung des Hauptspeichers vornehmen. Einige Programme belasten den Prozessor stark oder benötigen sehr viel Hauptspeicher. Bei einigen Programmen ist sogar beides der Fall. Das führt zu einer Verlangsamung des Systems.

    Hierbei ist aber zu beachten, dass der Task-Manager immer nur den aktuellen Ist-Zustand abbildet. Um sinnvolle Rückschlüsse auf die Funktionstüchtigkeit des Systems ziehen zu können, müssen Sie die Werte daher über einen längeren Zeitraum beobachten. Außerdem ist es interessant, welche Werte unmittelbar nach einem Systemneustart angezeigt werden. Ein Beispiel: Eine Antivirensoftware braucht im Normalfall vergleichsweise wenig Hauptspeicher und CPU-Leistung. Wenn allerdings gerade ein Virencheck im System vorgenommen wird, ist die Speicher- und CPU-Auslastung immens groß.

    Mit unbekannten Prozessen richtig umgehen

    Teilweise sind die Bezeichnungen der Programme etwas kryptisch. Somit lässt sich nicht immer direkt sagen, wofür ein einzelnes Tool überhaupt gut ist. Erste Hinweise sind unter dem Punkt "Beschreibung" zu finden. Für Detailinformationen ist hingegen der Bereich "Eigenschaften" des jeweiligen Programms besser geeignet. So sehen Sie zum Beispiel auf der Karte "Details", von welchem Hersteller das jeweilige Programm stammt. Außerdem gibt es das Feld "Digitale Signaturen", das ebenfalls Zusatzinformationen bietet. In den meisten Fällen handelt es sich bei Programmen, die über eine Signatur verfügen, um seriöse Tools. Sollten Sie bei der Bestimmung der Aufgabe des Programms nicht weiterkommen, können Sie die Bezeichnung der ausführbaren Datei in einer Suchmaschine eingeben. Hierbei empfiehlt sich der Einsatz des sogenannten Process Explorers.

    Das hat der Task-Manager sonst noch zu bieten

    Wenn Sie sich dafür interessieren, wie stark CPU und RAM in Ihrem System ausgelastet sind, empfiehlt sich ein Blick auf die Registrierkarte "Leistung". Nutzer von Windows 7 bekommen hier allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Informationen geboten. Hierzu gehören unter anderem die laufenden Prozesse, die Speicherauslastung und einige weitere Diagramme. Wer hingegen Windows 8.1 oder 10 nutzt, findet hier ein deutlich breiteres Spektrum an Informationen vor. Zum Beispiel erfahren Nutzer hier, mit welcher Tatfrequenz der Prozessor arbeitet und sehen Detailinformationen zum Netzwerk und zu den verwendeten Datenträgern.

    Außerdem stehen diverse Diagramme zur Verfügung, zu dem beispielsweise auch ein CPU-Diagramm gehört. Dieses informiert die Anwender über die vorhandenen Prozessorkerne und deren Eigenschaften. Es gibt sogar eine Möglichkeit, nicht nur allgemeine Informationen zu den Kernen zu erhalten, sondern individuelle Informationen angezeigt zu bekommen. Hierfür wählen Sie im Kontextmenü den Bereich "Diagramm ändern -> Logische Prozessoren" aus. Auf diese Weise ist es Ihnen möglich, festzustellen, ob langfristig eine besonders hohe Belastung vorliegt. Ein nützliches Tool ist hierbei der sogenannte Ressourcenmonitor.

    Ein weiteres Features des Task-Managers ist bei Windows 8.1 und 10 die Karte "Autostart". Diese bietet Ihnen einen guten Überblick über alle Programme, die beim Start von Windows automatisch aufgerufen und gestartet werden. Sehr hilfreich ist die Spalte "Startauswirkungen". Diese zeigt Ihnen an, welche Auswirkungen der Start eines bestimmten Programms auf die Leistung des gesamten Systems hat. Sollten Sie ein Programm nicht mehr benötigen, können sie es über "Deaktivieren" stoppen. Hierdurch entlasten Sie Ihr System und erreichen eine höhere Leistung. Wenn Sie hingegen Windows 7 nutzen, müssen Sie hierfür einen anderen Weg gehen.

    Am besten nutzen Sie "msconfig" unter "Systemstart". Wenn Sie hingegen ein anderes Tool mit größerem Funktionsspektrum wünschen, ist Autoruns das Tool der Wahl. Ebenfalls häufig genutzt ist die Karte "Dienste". Hier bekommen Sie viele nützliche Informationen zu den Dienstanwendungen geboten, die unter Windows laufen. Hier haben Sie die Möglichkeit, gezielt Einfluss auf diese Dienste zu nehmen und sie aufzurufen, zu stoppen oder einen Neustart durchzuführen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie sich mit der Funktionsweise und den Aufgaben der einzelnen Programme auskennen. So verhindern Sie, dass Sie einen Dienst abstellen, der für die Arbeit von Windows unverzichtbar ist.

  3. Schritt 3: Den Process Explorer einsetzen

    Eine gute Alternative zum Task-Manager ist der Process Explorer. Dieser hat einen größeren Funktionsumfang und bietet entsprechend weitreichende Möglichkeiten. Sie finden das Tool ganz einfach im Windows System Control Center (WSCC). Der Process Explorer nutzt verschiedene Farben, um die diversen Aktivitäten Ihres Systems zu veranschaulichen. Frisch gestartete Programme sind zum Beispiel grün hinterlegt, während für deaktivierte Programme die Farbe Rot zum Einsatz kommt. Um nähere Informationen zu den Farben zu erhalten und diese gegebenenfalls anpassen zu können, gehen Sie die Schritte "Options -> Configure Colors". Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich anzeigen zu lassen, welche Dateien und Registryschlüssel ein Prozess aktuell nutzt. Um diese Ansicht zu sehen beziehungsweise zu entfernen, nutzen sie "Strg-L".

    Das Problem mit der Baumansicht ist, dass sie nur bedingt übersichtlich ist. Wenn Sie also eine spezielle Anwendung suchen, wählen Sie in der Symbolleiste das Fadenkreuz aus, lassen die Maustaste gedrückt und ziehen das Icon auf die Anwendung, die Sie sich anzeigen lassen möchten. Hier lassen Sie die Maustaste dann los. Jetzt ist die von Ihnen ausgewählte Anwendung in der Baumansicht klar erkennbar. Alternativ können Sie im Menü "Find -> Find Handle or DLL" auswählen. Hier können Sie nun gezielt nach dem Namen des Prozesses oder der Anwendung suchen, die Sie interessiert.

    Im Suchergebnis finden Sie dann Einträge, die zu Ihrer Anfrage passen. Wenn Sie eine bestimmte Zeile auswählen, wird Ihnen die Auswahl in der Baumansicht angezeigt. Einige Anwender interessieren sich hingegen mehr dafür, was mit dem integrierten Speicher passiert. Hierfür ist es ratsam, im Kontextmenü die Schritte "Properties -> Performance" oder "Performance Graph" zu gehen. Hier bekommen Sie alle Informationen, die es zum Speicher gibt. Nicht zuletzt wird die Registrierkarte "TCP/IP" häufig genutzt. Hier sehen Sie die Netzwerkressourcen, die eine Anwendung für ihre Arbeit nutzt.

    Wichtige Informationen zu unbekannten Prozessen

    Einige Prozesse lassen nicht sofort erkennen, welche Aufgaben sie erfüllen. Hier ist es sinnvoll, im Kontextmenü auf "Search online" zu klicken. Der Process Explorer liefert Ihnen dann verschiedene Suchergebnisse, die sich auf den jeweiligen Prozess oder die damit verbundene exe-Datei beziehen. Häufig stützen sich die Ergebnisse auf Informationen aus Datenbanken, in denen viele nützliche Fakten rund um Windows zu finden sind. Hierdurch erkennen Sie schnell, ob es sich bei einer bestimmten exe-Datei um Schadsoftware handelt.

    Sollten Sie vermuten, Schadsoftware auf Ihrem Rechner zu haben, ist ein Besuch bei Virustotal angeraten. Sollten Sie zum ersten Mal auf der Webseite des Anbieters sein, müssen Sie die Nutzungsbedingungen akzeptieren, um weitermachen zu dürfen. Eine Prüfung der laufenden Prozesse erfolgt, wenn Sie "Options -> VirusTotal.com -> Check Virustotal.com" durch einen Haken aktivieren. Anschließend werden Ihnen die Ergebnisse angezeigt, die beim Scan des Systems festgestellt wurden.

    Bei der Prüfung kommen 57 verschiedene Virenscanner zum Einsatz. Die Anzeige "0/57" bedeutet dann, dass keiner von ihnen eine gefährliche Software ausgemacht hat. In einigen Fällen ergibt die Analyse jedoch einen Wert von "1/57" oder "2/57". In diesem Fall können Sie sich über das Ergebnis den jeweiligen Prüfbericht anzeigen lassen. Bei wenigen Gefahrenmeldungen handelt es sich in der Regel um eine Fehleinschätzung der Scanner. Die vorhandenen Daten wurden dann häufig falsch interpretiert. Zeigt jedoch eine größere Zahl an Scannern ein Problem an, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich auf Ihrem Rechner Schadsoftware befindet.

    Sollte dies der Fall sein, können Sie sich die Bereiche "Verhaltensinformationen" oder "Kommentare" ansehen. Hier erhalten sie viele Zusatzinformationen über die verdächtige Datei. In einigen Fällen lässt sich nicht eindeutig feststellen, ob eine Datei gefährlich ist oder nicht. In solchen Situationen ist es das Beste, die betroffene Datei zu deinstallieren und einen umfassenden Systemcheck mit einem professionellen Virenschutzprogramm durchzuführen.

    Viele Nutzer entscheiden sich dafür, den Process Explorer dauerhaft als Task-Manager-Ersatz zu nutzen. Sollte dies auch für Sie gelten, können Sie diesen Austausch über "Options -> Replace Taskmanager" offiziell machen. Dann erscheint automatisch der Process Explorer, wenn Sie die Tastenkombination "Strg-Shift-Esc" nutzen. Diese Einstellung lässt sich jederzeit über das Menü wieder rückgängig machen.

  4. Schritt 4: Mit dem Ressourcenmonitor ins Detail gehen

    Für einen ersten Überblick über den Systemzustand sind Task-Manager und Process Explorer gut geeignet. Wenn Sie jedoch eine tiefgreifende Analyse wünschen, ist der Ressourcenmanager das Tool der Wahl. Im Task-Manager befindet sich der Link "Ressourcenmanager öffnen", mit dem Sie zu dem Tool gelangen und die Schaltfläche "Leistung" aufrufen können. Alternativ besteht die Möglichkeit, "Win-R" zu drücken und "resmon" einzugeben.

    Alle Registrierkarten zeigen Ihnen an, was sich in den letzten 60 Sekunden getan hat. Eine blaue Linie zeigt die Taktfrequenz des Systems an, wohingegen eine grüne Linie die CPU-Auslastung angibt. Befindet sich die blaue Linie bei 100 Prozent, wird die volle Taktfrequenz genutzt. Es ist möglich, die Taktfrequenz manuell einzustellen. Bei den Informationen zum Netzwerk und zu den Datenträger werden die Werte hingegen automatisch angepasst. Hierbei muss immer der Wert über dem Diagramm mit der grünen Linie in Verbindung gesetzt werden. Gelegentlich schlägt die grüne Linie nämlich stark aus, während der angezeigte Wert bei "100 kB/s" liegt und somit wenig los ist. Um die Auslastung eines PCs vorzunehmen, ist daher die blaue Linie besser geeignet, da sie die prozentualen Werte angibt.

    Im Unterschied zum Task-Manager sind die Werte des Ressourcenmanagers detaillierter. Das wird am Dienst "Svchost.exe" sehr gut deutlich. Dieser erledigt verschiedene Aufgaben und ist daher mehrfach in der Prozessliste zu sehen. Im Ressourcenmanager können Sie über die Karte "CPU" die Einträge nach Namen oder Auslastung sortieren. Wählen Sie den svchost-Eintrag mit hoher Auslastung aus und setzen Sie einen Haken. Nun wird Ihnen angezeigt, wodurch das System aktuell belastet wird. In einigen Fällen ist das der Dienst "Wuauserv", der sich um Updates kümmert. Falls gewünscht, können Sie einen entsprechenden Dienst über "Dienst beenden" deaktivieren und die Systembelastung somit reduzieren.

    Nach einem Neustart sehen Sie, ob ein vorher vorliegendes Problem beseitigt wurde. Falls nicht, können Sie im Ressourcenmanager "Online suchen" wählen. So bekommen Sie weitere Informationen zu dem jeweiligen Dienst und können die Tipps seriöser Webseiten nutzen, um ein Problem zu beheben. Einige Anbieter stellen Tools bereit, die eine Reparatur mit einem einzigen Klick versprechen. Solche Tools sind aber häufig mit Schadsoftware belastet. Deswegen sollten Sie bei der Tool-Auswahl ausschließlich auf seriöse Anbieter setzen.

  5. Schritt 5: Minimalkonfigurationen helfen bei der Fehlerbestimmung

    Oftmals treten Fehler auf, wenn neue Treiber, Programm oder Dienste installiert werden. "Msconfig" bietet die Möglichkeit, Windows ohne viele fremde Programme zu starten. So nähern Sie sich schrittweise einer möglichen Fehlerursache. Die Registrierkarte "Allgemein" bietet Ihnen die Funktion "Diagnosesystemstart". Wenn selbst danach noch Fehler vorliegen, müssen die Originaleinstellungen des Systems wiederhergestellt werden.

    Wenn der Fehler jetzt aber beseitigt ist, liegt das Problem nicht am System selbst. Jetzt sollten Sie unter "Benutzerdefinierter Systemstart" die Bereiche "Systemdienste laden" und "Systemstartelemente" deaktivieren. Jetzt werden keine Programme geladen, die nicht standardmäßig zu Windows gehören. Wenn nach einem weiteren Neustart keine Probleme vorliegen, ist einer der deaktivierten Dienste für das Problem verantwortlich. Durch einen Neustart nach der Aktivierung von "Systemdienste laden" wissen Sie, ob das Problem durch diese Dienste oder Autostartdienste ausgelöst wird. Über "Alle Microsoft Dienste ausblenden" können Sie das vorliegende Problem weiter einkreisen. Nach jeder Aktivierung müssen Sie einen Systemneustart durchführen. Sobald das Problem wieder auftritt, haben Sie die Fehlerursache gefunden.

    Msconfig und Task-Manager nehmen nur einige Autostartprogramme in den Blick, Autoruns hingegen alle. Über "Options -> Hide Microsoft Entries" können Sie die Anzeige beschränken. Alles, was Sie nicht oder selten brauchen, sollten Sie deaktivieren. Indem Sie den Autostart so aufräumen, steht Windows nach einem Neustart schneller zur Verfügung. Auch hierbei ist es mittels "Search Online" und "Check Virustotal" möglich, Onlineinhalte zu nutzen und sich vor Viren zu schützen.

  6. Schritt 6: Private Daten mittels Firewall schützen

    Die Firewall ist dazu da, um Angriffe durch Schadsoftware abzuwehren. So schützen Sie sich vor Zugriffen von außen, doch interne Dienste können jederzeit auf das Internet zugreifen. Wenn Sie auch ausgehende Daten reglementieren möchten, können Sie dies über "Windows Firewall -> Erweiterte Einstellungen" tun. allerdings müssen Sie sich hiermit gut auskennen, um die Funktionstüchtigkeit der Internetverbindung nicht zu gefährden. Mit Hilfe des Windows 10 Control Centers ist die Konfiguration jedoch machbar. Hierdurch bekommen Sie immer eine Nachricht, wenn ein Zugriff auf das Internet erfolgen soll. Soll das niemals erlaubt sein, können Sie "Disable all" wählen. Ansonsten ist die Funktion "Enable All" eine gute Wahl. Über "Apply once" gelten die Einstellungen für eine Sitzung, über "Apply" gelten sie dauerhaft.

  7. Schritt 7: Schwierigkeiten mit der Hardware beheben

    Gelegentlich tauchen Probleme nach der Installation neuer Treiber auf. Dann sollte Sie Ihr erster Weg zum Geräte-Manager führen. Hier wählen Sie das betroffene Gerät in der Baumansicht aus und wählen "Eigenschaften -> Treiber -> Vorherige Treiber". So können Sie die alte Einstellungen wieder nutzen. Um Informationen über die Hardware eines PCs zu erhalten, nutzen Sie am besten "Msinfo32". Hier sehen Sie auch den jeweiligen Hersteller, wodurch Sie leichter benötigte Treiber finden.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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