Windows 10-Update bringt bessere Performance

Das kommende Windows 10-Update soll solche Situationen vermeiden. Microsoft verspricht eine verbesserte Performance.
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Das kommende Windows 10-Update soll solche Situationen vermeiden. Microsoft verspricht eine verbesserte Performance.

© Microsoft
15.11.2018 - 08:55 Uhr

Das nächste große Update für Windows 10 wird vor allem die Geschwindigkeit erhöhen. Wir erklären Ihnen, wie das funktioniert.

Das Frühjahr bringt Speed

Vom Namensschema der Redstone-Codebegriffe verabschiedet sich Microsoft mit dem nächsten Windows-Update im Frühjahr 2019. Jene neue Version wird auf den simplen Namen 19H1 hören - also Halbjahr 1, Jahr 2019.

Das Update wird vor allem durch die Nachwirkungen der CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre mehr Performance für Endanwender für ihren PC mitbringen. Wir erinnern uns: Diese Fehler, die vor allem in Intel-CPUs prominent waren und sind, aber die auch AMD teilweise betreffen, mussten durch die Integration von Code-Updates in Windows 10 gebändigt werden. Das hat zwar funktioniert, denn Angreifer konnten seit diesem Zeitpunkt die genannten Sicherheitslücken nicht mehr ausnutzen. Allerdings haben Anwender dafür auch einen hohen Preis gezahlt: Abhängig von der Anwendung sind Einbrüche von bis zu 30 Prozent hinsichtlich der Leistung zu verzeichnen.

Mit Windows 10 19H1 werden die Entwickler die bereits seit etwa einem Jahr bekannte Retpoline-Technik jedoch standardmäßig im Betriebssystem integrieren. Die Auswirkungen laufen darauf hinaus, dass Spectre und Meltdown nur noch etwa 1 bis 2 Prozent Leistung kosten - weit entfernt von den erwähnten 30 Prozent. Dies bezieht sich jedoch ebenfalls wieder nicht auf jedes Szenario, sondern einige ausgewählte Tests. Wunder kann die neue Technik nicht vollbringen, hier sind vielmehr Intel und AMD gefragt. Microsoft ist in diesem Fall eher ein Arzt, der die von anderen verursachten Unfälle versorgen muss.

Hilfe von Google

Die Idee der Retpoline-Technologie kam ursprünglich von Google: Auch dessen Hardware und Software war natürlich von den beiden CPU-Bugs betroffen. Da Google (unter anderem Anbieter von Cloud-Software in monumentalem Ausmaß) das seinen Kunden nicht zumuten wollte, wurde Software neu kompiliert und diese anschließend an die Nutzer ausgeliefert und in den eigenen Cloud-Servern eingesetzt. Gmail, Drive, Maps, Search und weitere Standbeine des Unternehmens waren also schon früh abgesichert und boten annähernd volle Performance. Zu Beginn 2018 bot man dann anderen Unternehmen Hilfe an, um sich gegen Meltdown und Spectre abzusichern - doch zumindest für Endanwender wird sich das mit Auslieferung von Windows 10 19H1 erledigt haben.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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