Was tun, wenn es tropft?

An sich ist es normal, dass der Penis nach dem Wasserlassen
etwas nachtropft
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An sich ist es normal, dass der Penis nach dem Wasserlassen etwas nachtropft

© Chaiwat Srijankul / Shutterstock.com
14.06.2017 - 09:00 Uhr

Langes Tröpfeln nach dem Wasserlassen: Dahinter könnte eine vergrößerte Prostata stecken. Wir verraten, was Sie dagegen tun können.

An sich gibt es keinen Grund zur Sorge, wenn der Penis nach dem Pinkeln ein wenig nachtropft. Knapp acht Zentimeter liegen zwischen der Penisspitze und dem Schließmuskel der Harnröhre, da können sich leicht ein paar Tropfen sammeln, die später dann auch raus wollen. Tipp: Direkt nach dem Urinieren den Finger an die Unterseite der Harnröhre legen und mit leichtem Druck bis hoch zur Penisspitze gleiten. So lässt sich der ein oder andere Tropfen direkt nach draußen befördern. Besser gleich als später in die Unterhose.

Prostata-Vergrößerung
Tropft es hingegen extrem und mitunter minutenlang nach, könnte das auf Probleme mit der Prostata hinweisen. Vor allem im Alter ab 35 kann das Organ immer mehr an Volumen zunehmen, was in den meisten Fällen mit der Veränderung des Hormonhaushaltes zusammenhängt. Denn das Zusammenspiel von Testosteron und Östrogen wirkt sich auch auf das Wachstum der Prostata aus, die schließlich so groß wird, dass sie unangenehm auf Blase und Harnröhre drückt. So kommt es auch dazu, dass überdurchschnittlich viel Urin nach dem Wasserlassen nachtropft. Weitere Symptome für eine vergrößerte Prostata:

Häufigerer und stärkerer Harndrang als üblich, vor allem in der Nacht. Auffällig schwacher Harnstrahl, der zwischendurch auch mal stoppt. Die Blase fühlt sich nie ganz entleert an. Starkes Pressen ist erforderlich, um mit dem Pinkeln anzufangen.

Wenn mehrere dieser Symptome auf Sie zutreffen, sollten Sie einen Urologen aufsuchen, der sich die Sache anschaut und feststellen kann, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Prostatavergrößerung handelt. Auch kann er Ihnen auf Wunsch Medikamente verschreiben, die gegen das Nachtropfen helfen, indem sie die Muskulatur der Prostata und des Blasenhalses entspannen. In einer Operation kann hingegen überschüssiges Drüsengewebe am Blasenausgang entfernt werden, um den Druck zu mindern.

Andere Ursachen
Hinter dem übermäßigen Tröpfeln muss nicht immer gleich eine vergrößerte Prostata stecken. So könnten die Probleme etwa auch durch eine verengte Harnröhre, Harnsteine sowie durch Funktionsstörungen des Beckenbodens oder der Blasenmuskulatur hervorgerufen werden. Auch könnte das vegetative Nervensystem beeinträchtigt sein, das die automatisch ablaufenden Körperfunktionen steuert.

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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