So schwitzen Sie richtig: Der große Sauna-Knigge

So schwitzen Sie richtig: Der große Sauna-Knigge
Wellness für die kalten Tage: Damit der Sauna-Besuch ein Erfolg wird, sollte man mit Stil schwitzen. Wir verraten die wichtigsten Regeln.
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So schwitzen Sie richtig: Der große Sauna-Knigge

Wellness für die kalten Tage: Damit der Sauna-Besuch ein Erfolg wird, sollte man mit Stil schwitzen. Wir verraten die wichtigsten Regeln.

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Speziell in der kalten Jahreszeit ist die Sauna ein toller Ort, um richtig zu entspannen. Damit der Besuch dort ein voller Erfolg wird, sollte man ein paar Dinge beachten. Unser Sauna-Knigge verrät, wie Sie mit Stil schwitzen.

Die 13 wichtigsten Dos und Don'ts für die Sauna:

  1. In Deutschland gilt: Nackt gewinnt 
    In dicke Handtücher packt sich ein echter Sauna-Gänger nicht ein. Geschwitzt wird nackt. Zumindest in Ländern wie Deutschland, Finnland, Österreich, den Niederlanden oder Polen. In Südeuropa, Australien oder den USA ist man hingegen tatsächlich leicht bekleidet besser beraten. 

  2. Ohne Handtuch läuft nichts
    Hier gilt: Nicht jede hübsche Nackte in der Sauna ist ein gutes Vorbild! Denn keiner mag es, wenn andere ihren Schweiß auf das unbehandelte Holz tropfen lassen. Deshalb sollten Sie immer ein Handtuch unterlegen, wenn Sie sich hinsetzen. Wenn Sie sich hinlegen wollten, muss das Handtuch so groß sein, dass Ihr ganzer Körper darauf Platz hat. 

  3. Abstand halten 
    Wenn man sich kennt, kann man in der Sauna zwar auch direkt nebeneinander sitzen. Aber bei Fremden gilt grundsätzlich: Es ist unhöflich, sich direkt auf die Pelle zu rücken. Ca. 30 Zentimeter sollten zwischen Ihnen und dem Schwitznachbarn liegen. Ebenfalls ein No-Go: Halb auf den Handtüchern von anderen Saunagängern zu sitzen oder sie beim Erklimmen einer höheren Sitzstufe zu betreten. 

  4. Romantik muss leider draußen bleiben
    Auch wenn ein Paar noch so verliebt ist: Die Sauna ist weder der richtige Ort für heiße Küsse und Geschmuse noch sind hier Rückenmassagen angesagt. Für die rund 15 Minuten, die ein Saunagang dauert, hat die Romantik Pause. 

  5. Entspannung ist alles
    Die Sauna ist ein Ort der Ruhe und Entspannung. Legen Sie sich also ruhig einfach hin, schließen Sie die Augen und genießen Sie das. Vermeiden sollte man dagegen alles, was Unruhe in das Schwitz-Ritual bringt. Das heißt im Klartext: Weder ständige Platzwechsel noch Geplapper sind in der Sauna willkommen. 

  6. Vor dem Schweigen grüßen
    Auch wenn das Heißluftbad Ruhe verlangt – beim Betreten ist es üblich, die anderen Besucher kurz zu grüßen. Wer ausschließlich starr und stumm wegschaut, wirkt unhöflich. 

  7. Machen Sie sich nass
    Und zwar vor dem ersten Betreten der Sauna sowie zwischen den einzelnen Gängen. Falls Sie damit liebäugeln, sich die Abkühlung lieber im Tauchbecken zu holen: Auch vor diesem Gang ist eine Dusche Pflicht. Es geht nämlich um Hygiene. 

  8. Geradeaus ist die beste Richtung
    Das gilt jedenfalls für die Blickrichtung in der Sauna. Man kann natürlich mal kurz Blickkontakt mit anderen nackten Besuchern haben, aber sie länger anzustarren, ist schlicht unhöflich und gibt allen Beteiligten ein ungutes Gefühl. Stets eine gute Alternative: Einfach die Augen schließen und den wohltuenden Effekt der Hitze genießen. 

  9. Aufgüsse sind kein Alleingang
    Wenn die Luft zu trocken wird, ist ein Aufguss oft eine Wohltat. Allerdings sollte man nicht ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass das alle Anwesenden gerade genauso empfinden. Deshalb gilt: Vor dem Griff zur Schöpfkelle erst mit den anderen Rücksprache halten. 

  10. Die Chef-Frage
    Die Vorstellung, dass der Chef einem plötzlich nackt in der Sauna gegenübersteht, gehört für die meisten zu den absoluten Horrorszenarien. Was also tun, wenn das wirklich passiert? Grüßen Sie ihn kurz und setzen Sie sich dann hin – allerdings nicht neben ihn. Nach dem Sauna-Moment besteht kein Redebedarf. Man kann einfach so tun, als wäre man sich nicht begegnet. 

  11. Weniger Bewegung ist mehr
    Wo viel Schweiß tropft, sind keine ausladenden Bewegungen angesagt. Schließlich wird niemand gern von den Körperflüssigkeiten anderer berieselt. Ganz tabu ist es insofern, sich den Schweiß sogar wild abzuwischen. 

  12. Die Kunst der Pausen 
    Zwischen den einzelnen Gängen soll sich der Körper erholen. Dafür ist der Ruheraum gedacht. Hier trägt man meistens ein Handtuch oder den Bademantel, außerdem Badeschuhe. Laute Gespräche sind auch hier tabu. Zusätzlich sollte man es vermeiden, Liegestühle stundenlang mit seinem Handtuch zu "reservieren". 

  13. Warum Sie beim Betreten schnell sein sollten
    Wer nach der Ruhepause den nächsten Gang antritt, muss ein bisschen auf sein Tempo achten. Schließlich soll beim Öffnen der Tür nicht die ganze warme Luft aus der Sauna herausströmen. Deshalb: Zackig eintreten und die Tür wieder schließen. 

Wenn draußen Schmuddelwetter herrscht, ist die Sauna der perfekte Zufluchtsort: Einfach raus aus den Klamotten und dem Alltag schlüpfen und sich bei um die 100 Grad Celsius eine Portion Wellness gönnen.

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Doch so simpel das Saunieren an sich ist – sofern Sie nicht gerade den Luxus genießen, zu Hause selbst eine Schwitzkammer zu haben, gehören ein paar Regeln dazu. Immerhin sind Sie in einer öffentlichen Sauna nicht allein.

Und gemeinsames Schwitzen mit Fremden funktioniert am besten, wenn alle Stil und gute Manieren zeigen. Klingt kompliziert? Keine Sorge – wir haben die Antworten auf alle Etikette-Fragen für Sie in der Infobox gesammelt!


Quelle: freenet.de
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