Telefonseelsorge: Frauen sorgen sich mehr wegen Coronavirus

Gerade in der Corona-Krise wenden sich viele Menschen an die
Telefonseelsorge
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Gerade in der Corona-Krise wenden sich viele Menschen an die Telefonseelsorge

© pathdoc / Shutterstock.com

Während die einen zuhause von der Familie genervt sind, ist für andere vor allem eins an der Corona-Isolation schlimm: die Einsamkeit. Aber auch Ängste und häusliche Gewalt sind ein Thema. Da hilft zum Beispiel die Telefonseelsorge. Doch deren Kapazitäten sind fast ausgeschöpft.

Wer Rat braucht, kann sich jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Derzeit machen das vor allem Frauen, wie Astrid Fischer, die Sprecherin des Bundesvereins, der Nachrichtenagentur spot on news im Interview erklärt. Fast 75 Prozent der Anrufer zum Thema Corona seien weiblich. Normalerweise liegt der Frauenanteil bei etwa 65 Prozent.

"Am häufigsten wird Corona mit dem Thema Einsamkeit zusammengebracht, am zweithäufigsten mit Ängsten", so Fischer weiter. Das Thema Einsamkeit beschäftigt dabei eher die unter 40-Jährigen und jene, die über 80 Jahre alt sind. Doch auch häusliche Gewalt ist ein Thema, zu dem es stets viele Anrufe bei der Telefonseelsorge gibt. Vermehrt hätten sich diese durch die Corona-Krise laut Fischer bisher allerdings nicht.

Der Verein versucht, die Besetzung der Stellen derzeit so weit wie möglich aufzustocken. Doch dass man bei einem Anrufversuch nicht durchkommt, könne passieren. Denn trotz der mehr als 7500 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien die Kapazitäten im normalen Modus bereits fast ausgeschöpft, erklärt die Expertin. Das liege daran, dass sich die einzelnen Mitarbeiter ausführlich Zeit für die Anrufe nehmen. Ein Anruf dauert im Durchschnitt 38 Minuten.

Übrigens müssen sich die Mitarbeiter der Telefonseelsorge am Arbeitsplatz trotz Corona kaum umgewöhnen: Sie arbeiten auch unter "normalen" Umständen in getrennten Räumen. Lediglich, dass jetzt nach Telefonaten der Hörer desinfiziert wird, sei neu.

Quelle: spot on news AG
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