9/11: So hat sich New York City nach den Anschlägen verändert

Ground Zero heute: Das Gelände, das bei den Terroranschlägen am
11. September 2001 zerstört wurde.
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Ground Zero heute: Das Gelände, das bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zerstört wurde.

© imago/Dominik Bindl

9/11 hat die Welt verändert. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Heute, 20 Jahre danach, werfen wir einen Blick auf New York City, Manhattan, Ground Zero und eine Stadt, die nicht vergessen hat.

Wo warst Du am 11. September 2001? Was hast du damals gerade gemacht? Zwei Fragen, auf die wohl jeder Mensch antworten kann, ohne lange zu überlegen. Fast 3.000 Menschen kamen an jenem Tag ums Leben, als al-Qaida-Terroristen mit zwei Passagierflugzeugen in die Zwillings-Türme des World Trade Center in New York rasten. Zwei weitere Maschinen stürzten ins Pentagon und über dem US-Bundesstaat Pennsylvania ab. 9/11 hat New York tiefe Wunden zugefügt, die auch 20 Jahre danach nicht verheilt sind.

Unmittelbar nach den Anschlägen proklamierte US-Präsident George W. Bush (75) einen "War on Terror". Washington reagierte, US-Soldaten wurden in den Irak und nach Afghanistan geschickt, neue Gesetze verabschiedet und die Sicherheitsvorkehrungen für Einreisen in die Vereinigten Staaten verschärft. Jedes Jahr wird an die Opfer der Anschläge erinnert. In New York werden am 11. September eines jeden Jahres die Namen der Menschen, die dort bei dem Anschlag ums Leben kamen, durch deren Angehörige verlesen. Mit dem "Tribute in Light" leuchtet alljährlich der Nachthimmel am Tag des Unglücks: Zwei vertikal strahlende Lichtsäulen bilden die Türme des zerstörten World Trade Centers auf Ground Zero nach.

Ground Zero veränderte das Stadtbild von Manhattan völlig. Die Aufräumarbeiten dauerten mehr als neun Monate, acht Monate qualmte es aus Schutt und Trümmern. Heute stehen auf dem Gelände mehrere Gedenkstätten, wie etwa das "National 9/11 Memorial" und das "9/11 Memorial Museum". Was oft vergessen wird: Die vom Architekten Michael Arad entworfene Gedenkstätte erinnert nicht nur an die Todesopfer vom 11. September 2001, sondern gedenkt auch der sechs Opfer des Bombenanschlags von 1993 auf das World Trade Center.

Sechs Wolkenkratzer sollen in den Himmel ragen

2006 begann man mit dem Bau des "Freedom Tower", der nach sieben Jahren Bauzeit und etlichen Streitigkeiten, als "One World Trade Center" am 3. November 2014 eröffnet. Mit seinen 1.776 Fuß (knapp 542 Meter) und drei Aussichtsplattformen ist es das höchste Gebäude der USA. Die Höhe ist kein Zufall, symbolisieren die 1776 Fuß doch das Jahr der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Zum WTC-Komplex gehören ebenfalls das 329 Meter hohe Three World Trade Center, sowie das 298 Meter hohe Four World Trade Center. Insgesamt sollen auf dem Areal sechs Wolkenkratzer entstehen.

Bis es soweit ist, wird es wohl noch etwas dauern. Neben Bürokratie und politischen Streitigkeiten, brachte vor allem das Coronavirus das Voranschreiten der Bauarbeiten zum Erliegen. New York gehörte und gehört zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Städte der USA. 20 Jahre nach 9/11 sieht sich die USA mit einem neuen Gegner konfrontiert, der sich nicht mit einem "Krieg gegen den Terror" aus der Welt schaffen lässt.

Quelle: spot on news AG
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