Raus aus der Kälte: Sonnige Ziele im Januar
Wenn in Deutschland die Tage kurz, grau und kalt sind, wächst die Sehnsucht nach Licht, Wärme oder zumindest nach einem Ortswechsel mit besonderem Erlebniswert. Der Januar ist dafür ein idealer Reisemonat: Viele Destinationen bieten jetzt ihr bestes Klima, Sehenswürdigkeiten sind weniger überlaufen und die Reisebranche lockt mit attraktiven Angeboten. Ob Sonne in Europa, exotische Fernreisen oder naturnahe Entdeckungen: Diese fünf Reiseziele zeigen, wie vielfältig Urlaub im Januar sein kann.
La Palma: Sanfter Winter auf der grünen Kanareninsel
La Palma wird im Januar oft als ruhiges Sonnenziel empfohlen, doch diese Empfehlung braucht heute eine Einordnung. Der Vulkanausbruch im Herbst 2021 hat die Insel tief geprägt und große Teile des Aridanetals verändert. In den Jahren danach wurde intensiv am Wiederaufbau gearbeitet, sodass sich La Palma inzwischen wieder als gut bereisbares Urlaubsziel präsentiert. Flughäfen, Straßen, Wanderwege und Unterkünfte sind größtenteils wieder zugänglich, der Tourismus spielt erneut eine zentrale Rolle für die Inselwirtschaft.
Gerade im Winter zeigt sich La Palma als Ort der Erneuerung. Viele Landschaften sind unverändert grün und beeindruckend, während die jüngsten Lavafelder zugleich Zeugnis der vulkanischen Kraft der Insel ablegen. Wanderungen führen durch neu entstandene Kontraste aus schwarzem Gestein und junger Vegetation, begleitet von klarer Luft und milden Temperaturen. La Palma ist zudem als "Sterneninsel" bekannt: Dank geringer Lichtverschmutzung gehören die Nächte zu den besten Europas für Himmelsbeobachtungen. Wer im Januar nach La Palma reist, erlebt nicht nur Natur und Ruhe, sondern auch eine Insel im Wandel.
Thailands Norden: Chiang Mai und die ruhige Seite des Landes
Der Norden Thailands zeigt sich im Januar von seiner angenehmsten Seite. Rund um Chiang Mai herrschen milde Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit und klare Tage, also ideale Voraussetzungen für Entdeckungen. Die ehemalige Königsstadt ist kulturelles Zentrum der Region und verbindet historische Tempel, lebendige Märkte und eine junge, kreative Szene. Im Vergleich zu den Stränden im Süden geht es hier ruhiger und authentischer zu.
Ausflüge in die umliegenden Berge eröffnen Einblicke in ländliche Regionen, Nationalparks und traditionelle Dörfer. Wanderungen, Tempelbesuche und kulinarische Erlebnisse stehen im Mittelpunkt. Der Januar eignet sich besonders gut, um Nordthailand intensiv zu erleben, ohne von Hitze oder Monsun eingeschränkt zu sein. Für viele Reisende ist Chiang Mai der ideale Einstieg in ein entschleunigtes Asienerlebnis.
Vietnam: Hanoi und die Halong-Bucht
Während Südvietnam im Januar Hochsaison hat, zeigt sich der Norden des Landes von einer besonders angenehmen Seite. In Hanoi herrschen milde Temperaturen, die ideal sind, um die lebendige Hauptstadt zu Fuß zu erkunden. Die Stadt verbindet koloniale Architektur, jahrhundertealte Tempel und eine pulsierende Streetfood-Szene. Der Januar ist zudem vergleichsweise trocken, was Besichtigungen deutlich angenehmer macht.
Ein Höhepunkt jeder Reise in den Norden ist die Halong-Bucht. Die bizarren Kalksteinfelsen ragen aus dem Wasser und schaffen eine fast mystische Atmosphäre, die im Winter durch leichte Nebelschwaden noch verstärkt wird. Bootstouren und Übernachtungen auf traditionellen Dschunken gehören zu den eindrucksvollsten Erlebnissen Südostasiens. Wer im Januar reist, profitiert von weniger Andrang und einer ruhigeren, authentischeren Stimmung.
Südafrika: Die Garden Route im Sommer
In Südafrika ist im Januar Hochsommer und damit beste Reisezeit für die berühmte Garden Route. Die Küstenstraße zwischen Mossel Bay und Storms River Nationalpark zählt zu den schönsten Panoramarouten der Welt. Strände, Wälder, Lagunen und kleine Küstenorte wechseln sich ab und machen die Region besonders abwechslungsreich. Das Klima ist warm, aber meist angenehm, vor allem entlang der Küste.
Neben Strandtagen bietet die Garden Route zahlreiche Möglichkeiten für Aktivurlaub. Wanderungen im Tsitsikamma-Nationalpark, Walbeobachtungen vor der Küste oder Besuche in charmanten Orten wie Knysna oder Plettenberg Bay sorgen für Abwechslung. Der Januar eignet sich ideal, um Natur, Kulinarik und entspanntes Reisen zu verbinden, ohne sich auf eine einzige Urlaubsform festlegen zu müssen.
Kolumbien: Die Kaffeezone als grüne Oase
Die kolumbianische Kaffeezone, auch Eje Cafetero genannt, ist im Januar ein Geheimtipp für Genießer und Naturliebhaber. Sanfte Hügel, sattgrüne Plantagen und Städte mit Charme prägen die Region rund um Orte wie Salento, Filandia oder Manizales. Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm, im Januar zeigt sich die Landschaft besonders frisch und lebendig.
Reisende erleben hier Kolumbien von seiner entspannten, ländlichen Seite. Kaffeeplantagen öffnen ihre Tore für Besucher, Wanderungen im Cocora-Tal führen durch hohe Wachspalmen und Thermalquellen laden zum Entspannen ein. Die Kaffeezone ist ideal für alle, die Kultur, Natur und Genuss verbinden möchten und dabei abseits der bekannten touristischen Routen unterwegs sein wollen.