Sacro Bosco: Der Park der Ungeheuer

Der "Heilige Wald" liegt nördlich von Rom.
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Der "Heilige Wald" liegt nördlich von Rom.

© canadastock/Shutterstock.com

"Heilig" und "Ungeheuer" passen nicht wirklich zusammen. Und doch trifft beides in einem versteckten Tal nördlich von Rom aufeinander. Willkommen im Park der Ungeheuer.

Von Moos bewachsen und von der Zeit vergessen - der "Heilige Wald", nördlich von Rom gelegen, hat so gar nichts Heiliges an sich.

Unheimliche Fratzen aus Stein und verwitterte Fabelfiguren sorgen bei so manchem Besucher für ein mulmiges Gefühl. Den legendären Künstler Salvador Dalí (1904-1989) konnten sie nicht schrecken. Er ließ sich von dem Monster-Wald für eines seiner Gemälde inspirieren.

Wie und Wann entstand der "Sacro Bosco"?

Vicino Orsini, ein Adeliger aus dem 16. Jahrhundert, ließ den Skulpturenpark in Gedenken an seine verstorbene Frau Giulia Farnese anlegen. Im Laufe der Jahre kamen immer wundersamere Wesen und Gebilde hinzu.

Bis heute geben sie Forschern und Historikern Rätsel auf. Was dachten sich die Steinmetze des "Casa Pendente" (dt. schiefes Haus)? Was hat der Kopf des Meeresgottes Glaukos und ein Elefant mit einem Turm auf dem Rücken in einem Park zu suchen? Besucher können sich ihre ganz eigenen Antworten zurechtlegen.

Welche Götter und Fabelwesen gibt es zu sehen?

Auf einem zwei Quadratkilometer großen Areal führt der Weg zu einer Frauengestalt auf einer Schildkröte vorbei bis Besucher weiter nördlich durch den Rachen des Orcus in eine dunkle Kammer gelangen.

1938 besuchte der spanische Maler, Schriftsteller und Bildhauer Salvador Dalí den "Sacro Bosco". Einige Motive, wie der Elefant, tauchen in seinem Gemälde "Die Versuchung des Heiligen Antonius" wieder auf. Dem Meister des Surrealismus dürfte diese mystische Welt gefallen haben.

Welchen Zweck hatte der "Sacro Bosco"?

Der gesamte Skulpturenwald ist durchzogen von Inschriften, über die bisher nur Vermutungen angestellt werden konnten. Die einen wollen Anspielungen aus der "Göttlichen Komödie" von Dante Alighieri gefunden haben. Andere erkennen Zitate aus Petrarcas Sonett "Canzoniere" wieder.

Was auch immer die wundersamen Wesen mit ihren Inschriften uns sagen sollen. Wer den Park (post-corona) besichtigen will, wird mit Sicherheit aus dem Staunen nicht herauskommen - und sich vielleicht sogar ein bisschen gruseln.

Quelle: spot on news AG
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