SID-Kalenderblatt am 11. Juni (1): Der Abschied von "Iron Mike"

SID-Kalenderblatt am 11. Juni (1): Der Abschied von "Iron
Mike"
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SID-Kalenderblatt am 11. Juni (1): Der Abschied von "Iron Mike"

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Der 11. Juni 2005 wurde einer dieser Katastrophen-Tage in der späten Karrierephase Mike Tysons.

Berlin (SID) - Noch einmal wollte Mike Tyson an diesem Tag seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst verprügeln, wollte zeigen, dass er immer noch der Beste ist. Doch der 11. Juni 2005 wurde vielmehr wieder einer dieser Katastrophen-Tage in der späten Karrierephase des Michael Gerard Tyson. Am Ende kündigte "Iron Mike" unmittelbar nach der bitteren Niederlage gegen den Iren Kevin McBride seinen Rücktritt an.

Er wolle den Boxsport, dem er so viel zu verdanken habe, nicht mehr durch solche Auftritte lächerlich machen, erklärte der 38 Jahre alte Bad Boy nach der Abbruch-Niederlage gegen McBride in der sechsten Runde im MCI-Center von Washington/USA. Offenbar hatte er endlich erkannt, dass seine Zeit abgelaufen war und er auch gegen zweitklassige Gegner wie McBride keine Chance mehr hatte.

Tyson war mit seiner furchteinflößenden Aggressivität und Schlaghärte ein Phänomen, nach seinem kometenhaften Aufstieg in den Achtziger Jahren galt er auf Jahre hinaus als König des Schwergewichts. Doch private Probleme, Vergewaltigungen, Gefängnisaufenthalte und private Insolvenzen zermürbten den Jungen aus Brooklyn noch im besten Boxeralter. 

Seine beiden Niederlagen gegen Evander Holyfield Mitte der 90-er Jahre mit dem legendären Ohrenbiss in Fight Nummer zwei leiteten seinen sportlichen Niedergang ein. Spätestens der schmerzhafte K.o. gegen Lennox Lewis 2002 zeigte allen, dass Tyson mit den Großen nicht mehr mithalten konnte.

Zuletzt machten wieder Comeback-Gerüchte die Runde. Der Corona-Pandemie zum Trotz wolle er im Alter von 53 Jahren noch einmal in den Ring steigen,kündigte Tyson an. Gegner soll Erzfeind Holyfield sein, doch mehr als Gerüchte gibt es bislang noch nicht. Vielleicht hat sich Tyson doch noch rechtzeitig an die Worte zu seinem Rücktritt erinnert, als er versprach, den Boxsport nicht weiter lächerlich machen zu wollen.

Quelle: 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln
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