Hallen-EM: Hockeymänner verpassen Finale
Die DHB-Männer verlieren das Halbfinale bei der Hallen-EM in Heidelberg mit 3:4 gegen Polen. Nun geht es um Platz drei gegen Spanien.
Mission Titelverteidigung gescheitert: Die deutschen Hockeymänner haben bei der Hallen-EM in Heidelberg den Einzug ins Endspiel überraschend verpasst. Die Mannschaft des Bundestrainer-Duos Jan Philipp Rabente und Matthias Witthaus unterlag am Samstagabend Polen 3:4 (0:1) und muss sich mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Gegner am Sonntag (13.15 Uhr/MagentaSport) ist Spanien.
"Wir haben hinten gar nicht so viel zugelassen. Aber die Polen haben es brutal effektiv gemacht", sagte Rabente: "Wir haben es uns anders vorgestellt. Und so ist es eben dann im Mannschaftssport: Wenn du vorne die vielen Chancen nicht nutzt, dann wirst du hinten bestraft. Wir sind sehr enttäuscht."
Im SNP Dome fehlte im Halbfinale die letzte Durchschlagskraft. Die Treffer von Dieter-Enrique Linnekogel (24.), Sten Brandenstein (29.) und Anton Pöhling (37.) reichten nicht. Polen nutzte seine Chancen durch Gracjan Jarzynski (18.), Maksymilian Koperski (25.), Henryk Wolsztynski (26.) und Jacek Kurowski (31.) konsequent.
Für Lokalmatador Jan-Philipp Fischer war das Ergebnis "sehr ernüchternd. Es war bis zur letzten Sekunde spannend. Wir hatten genug Chancen auf den Ausgleich. Uns sind zu viele technische Fehler unterlaufen", sagte der gebürtige Heidelberger: "Gegen so eine Mannschaft, die defensiv so viel abräumt, wäre es gut gewesen, in Führung zu gehen und sie dann ein bisschen zu locken."
Wenige Stunden zuvor hatte das DHB-Team noch eine makellose Vorrundenbilanz verbuchen können. Gegen die Spanier, die wie die DHB-Auswahl zuvor dreimal gewonnen hatte, hatte sich der Europameister im Prestigeduell knapp mit 5:4 (4:2) durchgesetzt. Nun kommt es zum Wiedersehen, weil Spanien das zweite Halbfinale gegen Österreich (3:4 nach Penaltyschießen) verlor.
Beim Sieg über die Spanier hatte Pöhling (2.) im Powerplay zunächst für den perfekten Auftakt für die ganz in Pink auflaufenden Deutschen gesorgt. Nicolas Proske (6.) legte mit einem Treffer durch die Beine nach. Der im Turnier bisher so starke Nik Kerner (7./11.), Sohn von Fernsehmoderator Johannes B. Kerner, traf doppelt. Im zweiten Durchgang hielt Pöhling (24.) die nicht aufsteckenden Gäste letztlich auf Distanz.
Deutschland galt bei dem Turnier als einer der großen Favoriten. Die vergangene Ausgabe hatte das DHB-Team 2024 in Belgien gewonnen, im Februar 2025 hatte sich das DHB-Team zudem zum Hallen-Weltmeister gekrönt.