Missbrauchsskandal: Frankreichs Eiskunstlauf-Verbandspräsident tritt zurück

Missbrauchsskandal: Frankreichs Eiskunstlauf-Verbandspräsident
tritt zurück
Bild 1 von 1

Missbrauchsskandal: Frankreichs Eiskunstlauf-Verbandspräsident tritt zurück

 © SID

Der französische Eiskunstlaufpräsident Didier Gailhaguet ist im Zuge des Missbrauchsskandals im nationalen Verband FFSG von seinem Amt zurückgetreten.

Paris (SID) - "Aus Gründen der Beschwichtigung habe ich mit Moral und Würde, aber ohne Bitterkeit diese Entscheidung getroffen", erklärte der 66-Jährige am Samstag nach einer Sitzung der Verbandsspitze in Paris. Gailhaguet stand mit einer zwischenzeitlichen Unterbrechung (2004 bis 2007) seit 1998 an der Spitze des Verbandes.

Die ehemalige französische Paarläuferin Sarah Abitbol hatte in der vergangenen Woche den Skandal mit ihrer Beschuldigung, als Jugendliche von ihrem Ex-Trainer Gilles Beyer sexuell missbraucht worden zu sein, ausgelöst. Der Coach hat dieses Fehlverhalten inzwischen in einer Erklärung zugegeben und die msportittlerweile 44 Jahre alte frühere WM-Dritte um Entschuldigung gebeten.

Neben Beyer wurden auch seine Trainerkollegen Jean-Roland Racle und Michel Lotz von anderen Läuferinnen beschuldigt, sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht zu haben. Die Vorgänge sollen sich zwischen Ende der 1970er und den 1990er Jahren ereignet haben.

Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hatte am Montag den Rücktritt von Gailhaguet gefordert und eine "allgemeine Funktionsstörung" im Verband kritisiert. Gailhaguet beteuerte, er habe Beyer nie geschützt.

Quelle: 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln
Top-Themen
Nach Jürgen Klinsmanns unrühmlichem Abgang bei Hertha BSC hat Manager Horst Heldt vom 1. FC Köln kein gutes Haar am ...mehr
Die deutschen Biathlon-Männer könnten nachträglich Staffel-Gold von den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi erhalten.mehr
Dem englischen Meister Manchester City drohen nach der drakonischen Strafe der Europäischen Fußball-Union auch seitens ...mehr
Anzeige