Ohne Freunde, Familie und Job in L.A.: Prinz Harry fühlt sich verloren

Prinz Harry muss sich in Los Angeles erst noch einleben.
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Prinz Harry muss sich in Los Angeles erst noch einleben.

© Bart Lenoir/shutterstock.com

Prinz Harry hat einen großen Schritt gewagt und ist mit seiner Ehefrau Herzogin Meghan nach Los Angeles gezogen. In seiner neuen Heimat muss sich der Brite allerdings erst noch zurechtfinden.

Seit Ende März residieren Prinz Harry (35) und seine Frau Meghan (38) zusammen mit Sohn Archie (1) in einem 18 Millionen Dollar teuren Anwesen in Beverly Hills im Los Angeles County. Zuvor hatte sich das Ehepaar als royaler Vertreter der britischen Krone zurückgezogen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Megxit:

  1. Wie werden Harry und Meghan in Zukunft angesprochen?
    "Königliche Hoheit" gehört also als Anrede der Vergangenheit an. Dennoch bleiben Harry und Meghan königliche Titel. Ab dem Frühling werden sie mit Harry, Herzog von Sussex, und Meghan, Herzogin von Sussex, angesprochen. Diese Titel erhielten die beiden von Queen Elizabeth II. zu ihrer Hochzeit im Mai 2018. Harry bleibt zudem Prinz.

  2. Bleibt Harry trotzdem auf Platz sechs der britischen Thronfolge?
    Ja, Harry bleibt weiterhin auf Platz sechs der britischen Thronfolge. Auch sein Sohn Archie Harrison Mountbatten-Windsor bleibt in der Thronfolge auf Platz sieben. Da die Thronfolge auf Gesetzen basiere, müsste das Parlament einschreiten, um eine Person aus der Thronfolge zu entfernen, wie die Historikerin und Autorin Marlene Koenig im Gespräch mit "Royal Central" sagte.

  3. Wie steht es um ihre Schirmherrschaften?
    Mit dem Segen der Queen werden die Sussexes weiterhin ihre privaten Schirmherrschaften behalten, teilte das britische Königshaus mit. Bei Harry zählen unter anderem die Invictus Games Foundation und die Rugby Football League dazu. Die Schirmherrschaften beim Militär wird der Herzog von Sussex allerdings abgeben.

  4. Woher nehmen Harry und Meghan jetzt ihr Geld?
    Harry und Meghan gaben bereits bei ihrem ersten "Megxit"-Statement Anfang Januar bekannt, dass sie fest entschlossen seien, "finanziell unabhängig" zu werden. Sie werden keine öffentlichen Gelder mehr für royale Aufgaben erhalten, heißt es in dem neuen Statement des Palasts. Allerdings soll angeblich Harrys Vater Prinz Charles das junge Paar in den ersten Monaten unterstützen und ihnen britischen Medienberichten zufolge Geld aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellen.

  5. Können Harry und Meghan nun normale Berufe ausüben?
    Meghan und Harry können sich beruflich entfalten, allerdings soll alles, was sie diesbezüglich unternehmen, den Werten der königlichen Familie entsprechen, heißt es. In der Disney-Tierdokumentation "Elefanten" fungierte Herzogin Meghan bereits als Erzählerin. Den Markennamen "Sussex Royal" sollen sie nicht mehr benutzen. Die beiden planen ein Non-Profit-Imperium unter dem Namen "Archewell" aufzubauen. 

  6. Was passiert mit Frogmore Cottage?
    Die royale Residenz Frogmore Cottage in Windsor bleibt das britische Zuhause der Sussexes. Allerdings sollen Harry und Meghan nun Miete zahlen. Zudem wollen die beiden die umgerechnet etwa 2,8 Millionen Euro an Steuergeldern zurückzahlen, die in die Sanierung des Anwesens geflossen sind. Anfang April 2019 ist das Herzogpaar Sussex in das Frogmore Cottage in Windsor gezogen. Zuvor gab es Verzögerungen beim Umzug.

  7. Wer übernimmt Harry und Meghans Aufgaben?
    Die Mitglieder der royalen Kernfamilie um die Queen, den Thronfolger Prinz Charles und Prinz William werden voraussichtlich deutlich mehr zu tun bekommen. Nicht nur Harry und Meghan fallen zukünftig aus. Queen-Gatte Prinz Philip ist 2017 in Rente gegangen. Im November musste Queen-Sohn Prinz Andrew im Zuge des Epstein-Skandals von seinen royalen Pflichten zurücktreten.

  8. Kann Harry jederzeit seine Oma, die Queen, besuchen?
    In ihren letzten Statements betonte Queen Elizabeth immer wieder, dass Harry und Meghan zur Familie gehören. "Harry, Meghan und Archie werden immer geliebte Mitglieder meiner Familie sein", schreibt sie in ihrem offiziellen Statement zum Rücktritt der Sussexes. Des Weiteren betont sie, dass sie sehr stolz darauf sei, dass Meghan so schnell zu einem Mitglied der Familie geworden ist. Anzeichen dafür, dass die beiden weiterhin zur Familie gehören und anerkannt bleiben.

  9. An welchem Ort geht es für das Paar weiter?
    Harry und Meghan wollen offenbar hauptsächlich in Kanada leben. Auch dort stellt sich für das prominente Paar aber die Sicherheitsfrage, für die Kosten müssen sie wohl selbst aufkommen. Neuesten Gerüchten zufolge sollen sich Harry und Meghan auch Anwesen in Los Angeles angesehen haben. 

Während Herzogin Meghan in den USA wieder als Schauspielerin Fuß fassen möchte, ist über Prinz Harrys berufliche Pläne noch wenig bekannt.

Noch dazu muss er ohne seine britische Familie und Freunde auskommen, weshalb er sich "verloren" fühlt, wie eine nicht näher benannte Quelle aus dem nahen Umfeld des Prinzen gegenüber der "Vanity Fair" berichtet.

"Er hat viele Freunde im britischen Militär, die er natürlich sehr vermisst", so die Quelle. "Das ist eine komische Zeit für uns alle, aber ich glaube, Harry fehlt derzeit vor allem eine Struktur in seinem Leben", will der Insider wissen.

Er habe im Gegensatz zu Meghan keine Freunde in Los Angeles und keinen Job. Deshalb fühle sich der Prinz etwas verloren, wisse aber auch, dass das nicht für immer so bleiben werde. Was könnte Harry über die schwierige Zeit hinweghelfen?

Wohltätigkeitsarbeit geht weiter

Zum einen will er mit seiner Ehefrau die neue Charity-Stiftung "Archewell" leiten, die eigene Wohltätigkeits- und Freiwilligenarbeit, Selbsthilfegruppen sowie ein multimediales Bildungsimperium mit Filmen, Podcasts und Büchern unter einem Dach zusammenfassen soll.

Zum anderen möchte Prinz Harry weiterhin die Arbeit der Invictus Games, eine paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, unterstützen, die er initiiert hat. Nachdem das Event aufgrund der Corona-Krise für 2020 abgesagt werden musste, sollen virtuelle Aktionen in den kommenden Wochen folgen.

Durch den Rückzug als royaler Vertreter musste Prinz Harry seine Schirmherrschaften beim britischen Militär aufgeben, was ihm sehr schwergefallen sei, berichtete "The Telegraph" Ende April.

Harry soll seinen Kumpels anvertraut haben, dass er die Armee und "die Kameradschaft vermisse", die sie mit sich bringe. Harry diente zehn Jahre und war zwei Mal in Afghanistan im Einsatz. Er beendete seine Militärkarriere im Jahr 2015.

Quelle: spot on news AG
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