Andrea de Cesaris tödlich verunglückt

Andrea de Cesaris war 208 Mal in der Formel 1 am Start. Am 5.
Oktober starb der Italiener bei einem Motorradunfall in Rom. Wir
zeigen noch einmal einige Szenen einer langen Formel 1-Karriere
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Andrea de Cesaris war 208 Mal in der Formel 1 am Start. Am 5. Oktober starb der Italiener bei einem Motorradunfall in Rom. Wir zeigen noch einmal einige Szenen einer langen Formel 1-Karriere ...

© Wilhelm

Der ehemalige Formel 1-Pilot Andrea de Cesaris ist am Sonntag (5.10.2014) in Rom bei einem Motorrad-Unglück ums Leben gekommen. Mit 208 Grand Prix-Starts in 14 Jahren gehörte der Italiener zu den erfahrensten Piloten aller Zeiten.

Während die Formel 1-Welt noch um Jules Bianchi bangt, hat sie einen italienischen Formel 1-Piloten bereits verloren. Andrea de Cesaris ist nach italienischen Medienberichten bei einem Motorradunfall auf der Ringstraße um Rom ums Leben gekommen. Der gebürtige Römer soll mit seiner 600er Suzuki in eine Leitplanke gekracht und auf der Stelle tot gewesen sein. De Cesaris wurde nur 55 Jahre alt.

Andrea de Cesaris 208 Mal in der Formel 1 am Start

In seinen 14 Jahren in der Formel 1 war der sympathische Italiener für 10 verschiedene Teams unterwegs, darunter Alfa Romeo, Tyrrell, Dallara, Ligier, Jordan, Brabham, Rial, Minardi, McLaren und Sauber. Vom GP Kanada 1980 bis zum Europa Grand Prix 1994 (Jerez) absolvierte De Cesaris insgesamt 208 Grand Prix-Starts. Damit steht er in der ewigen Liste der erfahrensten Piloten zusammen mit Kimi Räikkönen auf Rang 11.

De Cesaris galt während seiner aktiven Zeit als Qualifying-Spezialist. Mit seiner ersten Pole Position 1982 in Long Beach setzte er einen neuen Rekord als bis dato jüngster Fahrer der Geschichte auf dem ersten Startplatz. Der Rekord wird mittlerweile von Sebastian Vettel gehalten. Vielen deutschen Fans dürfte De Cesaris auch als Jordan-Teamkollege von Michael Schumacher bei dessen F1-Debüt 1991 in Spa bekannt sein.

Ungeliebte Rekorde

Bekannt wurde De Cesaris auch für seine ungewöhnlich vielen Unfälle auf der Rennstrecke, was ihm den unrühmlichen Spitznahmen "De Crasheris" einbrachte. 148 Ausfälle insgesamt und 22 Ausfälle in Folge (GP Australien 1986 bis GP Kanada 1988) sind ewige Bestmarken, auf die er wohl gerne verzichtet hätte. Ein weiterer ungeliebter Rekord: Niemand hat mehr Formel 1-Rennen ohne einen einzigen Sieg. De Cesaris kam über 2 zweite Plätze (GP Südafrika 1983 & GP Deutschland 1983) und 5 Podiumsränge nicht hinaus.

Nach seiner Formel 1-Karriere hat De Cesaris in Monaco als Devisenhändler gearbeitet. Viel Zeit widmete er zudem seinem Hobby Windsurfing. 2005 startete der Italiener ein Comeback in der Grand Prix-Masters-Serie, in der ehemalige F1-Fahrer gegeneinander antraten. Die Serie wurde allerdings nach nur 2 Rennen wieder eingestampft.

In unserer Galerie zeigen wir einige Stationen aus der langen Karriere von Andrea de Cesaris.

Quelle: 2014 Motor-Presse Stuttgart
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