Changan Uni-T (2020)

01/2020, Changan Uni-T
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01/2020, Changan Uni-T

© Changan / Facebook

Eine weitere chinesische Automarke wagt den Sprung nach Europa: Mit dem Uni-T präsentiert sich ein recht schicker Crossover des Herstellers Changan beim Genfer Autosalon.

Es ist wie so oft bei chinesischen Automarken: Ihren Namen kennen hierzulande höchstens Autoexperten. Aber in ihrer Heimat sind die Firmen richtig groß und schaffen Absatzzahlen, von denen viele europäische Hersteller nur träumen können. Changan zum Beispiel baut nach eigenen Angaben bereits seit 30 Jahren Autos, betreibt neun Entwicklungszentren in sechs Ländern, vertreibt seine Produkte in über 40 Ländern und verzeichnete in einzelnen Jahren bereits Verkaufszahlen im zweistelligen Millionenbereich. Der Autobauer ist zudem der chinesische Joint-Venture-Partner von Ford und arbeitete bis vor Kurzem auch mit dem PSA-Konzern zusammen.

SUV-Crossover namens Uni-T

Hier wagt also wahrlich kein Leichtgewicht den Sprung nach Europa. Der Kick-Off für die Expansion auf den neuen Kontinent ist für März geplant, wenn sich die Tore des diesjährigen Genfer Autosalons öffnen. Wie der Hersteller nun über die sozialen Medien bekanntgab, debütiert dort der Uni-T, ein zackig gestylter SUV-Crossover mit fließenden Formen und zahlreichen Kanten, an denen sich das Licht bricht. Die Front hebt die Trennung zwischen Schürze und Kühlergrill auf, indem sich dieser bis weit nach unten zieht. Die schmalen LED-Scheinwerfer platzierten die Designer darüber und ziehen sich weit nach hinten.

Medienberichten zufolge ist der Changan Uni-T gut 4,50 Meter lang, 1,87 Meter breit und verfügt über einen Radstand von 2,70 Meter. Auf den ersten Bildern zeigt er 16-Zoll-Räder im Zehn-Speichen-Design, aber je nach Ausstattung sollen bis zu 19 Zoll große Räder zur Verfügung stehen. Hinzu kommen ein farblich abgesetztes Dach und nach hinten schmal zulaufende Fensterlinien. Die hinteren Türgriffe verstecken sich auf Fensterhöhe. Das Dach mündet in einem ausladenden Spoiler, der über der sanft abfallenden Heckpartie thront. Auch am Hinterteil, das im unteren Bereich vier trapezförmige Auspuff-Androhre und einen angedeuteten Diffusor präsentiert, gibt es schmale Leuchten.

Marktreifes Modell oder eine seriennahe Studie?

Als Antriebsquellen sind ein 1,5-Liter-Turbo- und ein 2,0-Liter-Saugmotor im Gespräch. Über die Technik ist bislang allerdings genauso wenig bekannt wie über den Innenraum oder die Konnektivitäts- und Sicherheits-Technologien. Noch nicht ganz klar ist außerdem, ob es sich beim Genfer Ausstattungsstück bereits um ein marktreifes Modell oder eine seriennahe Studie handelt. Das Auto ist auf jeden Fall nicht so weit von der Serienfertigung entfernt wie jenes martialische Showcar namens Yuyue Concept, das 2017 auf der Automesse in Shanghai debütierte und partiell bereits Styling-Elemente des Uni-T vorwegnahm.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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