Corona-Virus vs Automobilbranche: CSU-Chef Markus Söder schlägt Innovationsprämie vor

Corona-Virus vs Automobilbranche: CSU-Chef Markus Söder schlägt
Innovationsprämie vor
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Corona-Virus vs Automobilbranche: CSU-Chef Markus Söder schlägt Innovationsprämie vor

© VW / Patrick Lang

Die ansteckende Lungenkrankheit hat auch Auswirkungen auf die Autobranche. CSU-Chef Markus Söder will der Autoindustrie mit einer Innovationsprämie wieder auf die Räder helfen. In den USA schickt BMW tausende Mitarbeiter in den unbezahlten Urlaub.

Die Autoindustrie gehört wegen einer dramatisch zusammengebrochenen Nachfrage und kaputter Lieferketten zu den Leidtragenden der Corona-Krise. CSU-Chef Markus Söder schlägt jetzt die Zahlung einer Innovationsprämie vor, um die Konzerne nach der Krise wieder auf Touren zu bringen. Söder betont, dass bei einem Wiederstart der Automobilindustrie der Umweltschutz nicht in Vergessenheit geraten darf.

Deshalb möchte er die Prämie an Hersteller zahlen, die umweltfreundliche Fahrzeuge bauen. Söder sieht das als Chance, zum einen die Industrie zu stimulieren, zum anderen deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. BMW-Chef Oliver Zipse begrüßt Söders Pläne und betont, dass es ein Fehler wäre, den Ausbau klimafreundlicher Technologien wegen Corona zu verschieben. Sollte die Innovationsprämie kommen, dann wahrscheinlich in Form eines Kaufanreizes. Genauere Vorschläge gibt es dazu noch nicht

Autohersteller haben massenhaft Produktionsstätten geschlossen

Soziale Kontakte auf ein Minimum herunterfahren lautet das wichtigste Gebot während der Corona-Pandemie. Außerdem ist der Absatz von teuren Gütern wie Autos beinahe komplett eingebrochen. Deshalb müssen auch immer mehr Autobauer ihre Werke schließen. Hier der Überblick:

Mitsubishi schließt Produktionslinie in Japan

Bisher waren japanische Werke wenig bis gar nicht von der Corona-Krise betroffen. Jetzt schließt aber Mitsubishi die erste Fertigungslinie seiner Keicar-Produktion im Werk Mizushima. Als Grund geben die Japaner Probleme mit den Lieferketten an.

Caterham bis 24. April dicht

Selbst kleine Autohersteller, die noch viele Teile selber fertigen und deren Produktionsvolumen nur wenige Exemplare pro Monat beträgt, müssen sich jetzt der Corona-Krise beugen. So hat auch der englische Sportwagenspezialist den Stillstand all seiner Produktionsanlagen angekündigt – der Stopp gilt erstmal bis zum 24. April.

Morgan mit vier Wochen Pause

Seit 111 Jahren baut man bei Morgan Sportwagen. Jetzt haben sich die Briten dazu entschlossen erstmals seit dem zweiten Weltkrieg die Produktion auszusetzen. Vier Wochen soll die Fertigung still stehen.

Aston Martin macht zu

Auch beim Sportwagenhersteller Aston Martin sollen ab sofort an allen britischen Standorten die Bänder bis zum 20. April 2020 abgestellt werden.

Panasonic stoppt Akku-Produktion in Kalifornien

Der japanische Konzern Panasonic stoppt seine Akkuproduktion im US-Bundesstaat Nevada. Der Tesla-Zulieferer, der dort zusammen mit dem US-Elektroautohersteller Tesla die Gigafactory 1 betreibt, legt seine Batteriefertigung für zwei Wochen still. Damit fährt Panasonic eine andere Linie als Tesla, das Ende letzter Woche noch in Aussicht gestellt hatte, dass in Nevada vorerst weiter E-Auto-Akkus gefertigt werden. In der Auszeit sollen die Panasonic-Mitarbeiter ihren vollen Lohn erhalten und die Fabrik intensiv gereinigt werden. Das Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien, ist nach einer Anordnung des ansässigen Sheriffs bereits seit einigen Tagen geschlossen.

Elektro-Pickup-Startup Rivian stoppt alle Aktivitäten und zahlt weiter voll

Das von Amazon und Ford finanzierte Startup Rivian stoppt wegen der Corona-Pandemie alle seine Aktivitäten. Die Angestellten bekommen während dieser Auszeit ihr volles Gehalt. Wie lange der Stopp gilt, gab das Unternehmen bisher nicht bekannt. Rivian ist für seinen rein elektrisch angetriebenen Pickup R1T bekannt, mit dem das Startup auf dem bald startenden Markt für Elektro-Pickups mitmischen möchte. Rivian hat sein Hauptquartier in Plymouth im US-Bundesstaat Michigan und betreibt seine Fertigung in einem ehemaligem Mitsubishi-Werk in Normal im US-Bundesstaat Illinois. In Kalifornien hat Rivian verschiedene Entwicklungs-Büros.

e.GO Mobile seit dem 23. März dicht

Der Aachener Elektroautohersteller e.GO Mobile stellt seine gerade hochlaufende Produktion des Modells e.GO Life ab dem 23. März für mindestens vier Wochen ein. e.GO möchte mit der Maßnahme zu erwartenden Zulieferengpässen zuvor kommen. e.GO-Chef Professor Günther Schuh betont, dass der Produktionsstopp sein sich in der Hochlaufphase befindendes Startup besonders hart trifft. Schuh geht davon aus, dass sein Unternehmen ohne Hilfen von Bund und Land die Corona-Krise nicht übersteht.

Bugatti muss seine Manufaktur schließen

Auch wenn Bugattis Ausstoß an produzierten Autos überschaubar ist, muss die im elsässischen Molsheim gelegene Manufaktur jetzt schließen. Hauptgrund sind auch hier zusammengebrochene Lieferketten. Außerdem können Kunden wegen verschärfter Sicherheitsbestimmungen nicht mehr nach Molsheim reisen, um ihren Supersportwagen abzuholen – das Elsass gehört aktuell zu den besonders stark von Corona-Infektionen heimgesuchten Gebieten. Bugatti betont, dass man die von Regierung und Gesundheitsbehörden getroffenen Schutzvorkehrungen vorbehaltlos unterstütze und empfielt jedem Einzelnen, sich an den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung zu beteiligen.

Skoda schließt alle Werke in Tschechien

Skoda sieht sich gezwungen, alle seine tschechischen Werke (Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí) wegen der Corona-Pandemie für zwei Wochen zu schließen. Die VW-Tochter betont, dass es ihr oberstes Ziel ist, die Mitarbeiter im Konzern zu halten. Deshalb bekommen sie in der Zeit vom 19. bis zum 29. März 70 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, in der Zeit vom 30. März bis zum 5. April dann 75 Prozent. Die Skoda-Produktion in China ist inzwischen wieder angelaufen, die Fertigungen in Indien und Russland laufen weiter.

Ford verschiebt Wiedereröffnung der US-Werke auf unbestimmte Zeit

Alle drei großen amerikanischen Autobauer GM, Ford und der zur FCA Group gehördende Chrysler-Konzern haben ihre US-Werke dichtgemacht. Dafür haben die Konzerne extra eine neue Vereinbarung mit der Gewerkschaft UAW (United Auto Workers) neu verhandelt – ursprünglich wollte die UAW die Werke solange wie möglich offen halten. Ford hat jetzt angekündigt, seine wichtigsten nordamerikanischen Werke doch nicht ab dem 6. beziehungsweise 14. April wieder zu eröffnen. Ursprünglich wollte Ford seine profitable Pickup-Produktion wieder starten, um Einnahmen zu generieren. Aber die Zahl der mit COVID-19 Infizierten steigt in den USA weiter an. Der US-Bundesstaat Michigan, in dem besonders viele Autofabriken liegen, hat sich zu einem Hotspot der Corona-Pandemie entwickelt. Ford-Nordamerika-Chef Kumar Galhotra begründet die Verschiebung der Wiedereröffnung auf unbestimmte Zeit mit dem Gesundheitsschutz von Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden. Davon unabhängig startet Ford am 20. April im Werk Rawsonville (Michigan) die Produktion von Beatmungsgeräten.

Honda zahlt trotz US-Werkschließungen weiter

Auch Honda hat beschlossen, seine US-Werke und seine beiden mexikanischen Werke bis mindestens 31. März dicht zu machen. Die Japaner betonen aber, dass die Angestellten weiterhin ihr volles Gehalt bekommen. Außerdem desinfizieren Spezialteams die Werke für einen baldmöglichen Wiederstart. Das Herunterfahren der Bänder bedingt einen Produktionsverlust von mindestens 40.000 Fahrzeugen – laut Honda Nordamerika ist dies eine Anpassung an die sinkende Nachfrage in den nächsten Monaten.

Mazda ist nicht mehr betroffen

Mazda betreibt Werke in Japan, Mexico, China und Thailand – kein einziges in Europa. Da die Werke in China wieder laufen, ist Mazda aktuell von der Corona-Krise nicht betroffen.

Tesla: Mitarbeiter ohne Bezüge im Urlaub

Tesla-Chef Elon Musk hält die weitgehenden Ausgangssperren wegen der Corona-Krise für übertrieben – und er durfte tatsächlich in seinem kalifornischen Werk weiterproduzieren. Damit ist jetzt Schluss: Das für die San Francisco Bay Area zuständige Sheriff-Büro verkündete, dass es für Tesla keine Ausnahme mehr gäbe. Inzwischen sind sämtliche US-Bundesstaaten von der Corona-Pandemie betroffen, Nordkalifornien gehört zu den Gebieten, die besonders viele Infizierte melden. Ausnahmen gelten beispielsweise für Krankenhäuser, Lebendmittel-Läden und Tankstellen. Auch Autowerkstätten tauchen auf der Ausnahmenliste auf – aber der Sheriff hat nun klar gemacht, dass das Herstellern von Autos nicht mit der Reparatur von Fahrzeugen gleichzusetzen ist. Musk hat diese Nachricht noch nicht ganz verdaut und hält die Schutzmaßnahmen für schädliche Panikmache. Er kündigt trotzig an, weiterhin zur Arbeit zu kommen – die über 10.000 Mitarbeiter des Werks Fremont bleiben aber zu Hause. Inzwischen sind tausende Tesla-Mitarbeiter ohne Bezüge im Zwangsurlaub.

BMW: unbezahlter Urlaub für tausende US-Mitarbeiter

Am Dienstag (17. März) zeigte BMW noch Durchhaltewillen und vermeldete ein Aufrechterhalten der Produktion. Am Mittwoch mussten sich auch die Bayern den Tatsachen beugen, dass Lieferketten zusammenbrechen und verschärfte Schutzmaßnahmen gelten. Mit realistischem Blick auf die Corona-Krise hält BMW in seinen europäischen Werken für vier Wochen die Bänder an. Am 23. März mussten die Bayern auch das vorläufige Aus für ihr größtes Werk, das US-Werk Spartanburg, beschließen. Die Fertigung im mexikanischen San Luis Potosí steht ebenfalls still. Ab dem 12. April versetzt BMW seine US-Mitarbeiter in einen unbezahlten Urlaub – die Zahlung von Sozialleistungen und der Krankenversicherung läut aber weiter. Lohnersatzleistungen wie die deutsche Kurzarbeit gab es in den USA bisher nicht. Allerdings sind inzwischen Regelungen auf den Weg gebracht, die es Arbeitgebern erlauben, die Mitarbeiter für bis zu vier Monate in den Urlaub zu schicken, anstatt sie zu entlassen – für das Gehalt kommt in dieser Zeit dann der Steuerzahler auf.

Rolls-Royce stoppt Produktion in Goodwood

BMWs edle Tochter Rolls-Royce leidet ebenfalls unter der Corona-Krise: Die Briten stellen die Produktion in ihrem Werk im englischen Goodwood ein, um ihre Mitarbeiter vor dem Corona-Virus zu schützen. Während BMW-Produktionsstätten die Antriebsstränge aus Deutschland liefern, findet die Endmontage der Rolls-Royce-Modelle in Goodwood statt. Dabei kommt auch viel Handarbeit zum Einsatz, beispielsweise bei der Herstellung und dem Einbau individueller Holzintarsien und anderer Kunstwerke. Die Schließung des Werks erfolgt für mindestens zwei Wochen.

Toyota schließt alle europäischen Werke, einige japanische Werke und verlängert US Shutdown

Toyota betont die Sicherheit seiner Arbeiter und macht deshalb alle seine europäischen Werke dicht. Betroffen sind also Fertigungsstätten in Frankreich (Onnaing), Großbritannien (Burnaston und Deeside), Tschechien (Kolin), Polen (Walbrzych und Jelcz-Laskowice) und in der Türkei (Sakarya). Die Versorgung mit Ersatzteilen möchten die Japaner weiter aufrechterhalten. Außerdem kündigt Toyota an, alle Vorbereitungen für einen Neustart der Werke zu treffen. Wegen zusammenbrechender Lieferketten sind ab dem 3. April auch japanische Werke von den Schließungen betroffen. Die Schließung seiner US-Werke verlängert der japanische Hersteller bis zum 17. April, ab dem 20. April soll die Produktion wieder laufen.

Daimler schließt größtes Lkw-Werk der Welt

Mercedes unterbricht einen großen Teil seiner europäischen Produktion für mindestens zwei Wochen. Zum einen gebe es vermehrt Schwierigkeiten mit den Zulieferketten, zum anderen folge man den Empfehlungen der Behörden zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus. Außerdem helfe die Maßnahme, die Finanzkraft des Unternehmens in Zeiten geringer Nachfrage zu sichern. Die Auswirkungen der Corona-Krise lasse sich weder hinreichend ermitteln noch beziffern. Inzwischen steht auch die Produktion im Lkw-Werk im im rheinland-pfälzischen Wörth am Rhein – damit ist das größte Lkw-Werk der Welt dicht.

VW verlängert Produktionsstopp

Lückenhafte Lieferketten und besorgte Arbeiter am Band: VW stellte seine Produktion für mindestens drei Wochen ein. Jetzt gibt VW bekannt: Die Pause ist bis mindestens 6. April verlängert. Besonderes Augemerkt legen die VW-Verantwortlichen aktuell auf die Produktionsplanung des kompakten Elektroautos ID.3 in Zwickau – dessen Produktion soll auf jeden Fall im Sommer starten. Eine besondere Situation gibt es für VW in den USA: Die Einstellung des Betriebs für zwei Tage in Chattanooga steht fest, weil VW nicht weiß, wie viele Arbeiter überhaupt zur Arbeit kommen. Die Produktionsstopps betreffen auch die VW-Töchter Audi, Seat und Porsche. Porsche hat bereits kürzere Produktionsstopps geprobt, um Mitarbeitern mit Kindern die Möglichkeit zu geben, sich in Zeiten geschlossener Kindergärten und Schulen um diese zu kümmern.

Liqui Moly zahlt 1.000 Euro Prämie

Der Schmierstoffspezialist Liqui Moly zahlt seinen Mitarbeitern für den Monat März eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro. Unternehmens-Chef Ernst Prost bedankt sich damit für den Einsatz der Angestellten während der Corona-Krise – seit gestern arbeitet der Hersteller in einem Notfallmodus. Prost betont, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auch Liqui Moly hart treffen werden – gerade deshalb möchte er jetzt seine Mitarbeiter motivieren.

Ferrari, Lamborghini und Maserati stoppen Produktion

Ferrari macht seine beiden Werke in Maranello und Modena bis mindestens zum 25. März dicht – laut den Italienern gibt es inzwischen große Probleme mit der Zulieferkette. VW-Tochter Lamborghini stellte bereits am vergangenen Freitag (13. März) seine Produktion ein und wird diesen Stopp bis mindestens zum 27. März aufrechterhalten. Auch Maserati hat inzwischen mitgeteilt, sämtliche Werke zu schließen. Norditalien ist aktuell europaweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen.

PSA schließt alle europäischen Werke

Der französische Autohersteller PSA macht in den nächsten Tagen schrittweise seine gesamten europäischen Werke dicht. Opel hat als Teil von PSA die Schließung seiner Werke in Rüsselsheim und Eisenach für Dienstag den 17. März angekündigt. Nachdem Ärzte drei Mitarbeiter des Ford-Werks Valencia positiv auf Corona getestet haben, ist auch dieses Werk außer Betrieb – das Werk gehört zu den größten Ford-Produktionsstätten in Europa.

VW Autostadt, Mercedes-Museum und BMW-Welt geschlossen

Auch das kulturelle Angebot der Autohersteller ist betroffen: So ist auch das Mercedes-Museum in Stuttgart geschlossen. Bereits bezahlte Eintrittskarten und Führungen erstattet das Museum kostenfrei. VW hat inzwischen die Tore der Autostadt in Wolfsburg verriegelt – seit dem 14. März gibt es die beliebten Autoauslieferungen vor Ort, gern in Kombination mit dem Verzehr einer VW-Currywurst, nicht mehr. BMW schließt in München BMW Welt, BMW Museum und BMW Group Classic. Für bereits in der BMW-Welt geplante Fahrzeugauslieferungen wenden sich laut BMW die entsprechenden Händler an ihre Kunden.

China kehrt zur Normalität zurück

Volkswagen fährt in China fast sämtliche Produktionsstätten wieder hoch – laut VW-Chef Herbert Diess sind die örtlichen Corona-Einschränkungen erstmal überstanden. Auch alle anderen Hersteller melden ein Wiederanlaufen der Produktion. Und die Nachfrage nach Fahrzeugen zieht nach den katastrophalen Einbrüchen der letzten Monate wieder Tag für Tag an.

Doch längst nicht alle Lieferketten wieder rund. Nissan und Honda haben ihre Produktionen in mehreren japanischen Werken drastisch eingeschränkt. Das liegt vor allem daran, dass Teile aus China fehlen, die für die Produktion von mehreren Modellen benötigt werden. Auch Mazda schaut sich nach neuen Lieferanten um, die nicht in China sitzen.

Moia pausiert Betrieb

Der Hamburger Sammeltaxi-Dienst Moia pausiert ab dem 1. April. Als Grund nennt der Ridesharing-Anbieter, dass während der Corona-Pandemie kaum noch Kunden das Angebot wahrnehmen und das man seine Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen wolle. Bis zur Pause erfolgt eine organisatorische Trennung der beiden Betriebshöfe. Für seine 900 Mitarbeiter hat der Dienstleister Kurzarbeit beantragt.

ATU schließt alle Filialen in DACH-Region

Die Werkstatt-Kette ATU mit Hauptsitz in Weiden in der Oberpfalz stellt den Betrieb aller Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Dabei gelten Autowerkstätten als "systemrelevant" und dürfen somit weiterhin in Betrieb bleiben. ATU begründet den Schritt mit dem Gesundheitsschutz für seine Mitarbeiter. Den Online-Handel erhält ATU aufrecht.

Flixbus und Blablabus fahren nicht mehr

Deutschlands größter Fernreise-Busanbieter Flixbus stellt seinen kompletten Betrieb auf deutschen und grenzüberschreitenden Strecken ein. Das Unternehmen hat hierzulande einen Marktanteil in Höhe von 95 Prozent. Laut Flixbus erfülle man damit die von Bund und Ländern beschlossenen "Leitlinien zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich in Deutschland”. Blablabus folgt der Entscheidung von Flixbus und stellt ebenfalls seinen Betrieb ein. Die Mitfahrvermittlung Blablacar mischt seit Sommer 2019 auf dem Fernbusmarkt mit. Inzwischen hat auch der Kölner Fernbus-Anbieter Pinkbus angekündigt, sein Angebot nach und nach zurückzufahren.

Agnelli-Familie spendet zehn Millionen Euro

Die italienische Unternehmer-Familie Agnelli hält unter anderem die Mehrheit an der FCA Group (Fiat Chrysler Automobiles). Die Familie spendet jetzt zehn Millionen Euro an die italienischen Katastrophenschutzbehörde und an eine Sozialhilfeorganisation.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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