Drift-Superstar wechselt den Arbeitgeber: Ken Block und Audi starten Electrikhana-Serie

Drift-Superstar wechselt den Arbeitgeber: Ken Block und Audi
starten Electrikhana-Serie
Bild 1 von 14

Drift-Superstar wechselt den Arbeitgeber: Ken Block und Audi starten Electrikhana-Serie

© Audi AG

Nach seiner Zeit bei Ford verschlägt es den Hoonigan-Chef nach Ingolstadt. Nun gibt es erste Hinweise, mit welchem Modell er erstmals elektrisch driften wird. Erste Probefahrten – auch mit historischen Rennwagen – scheinen viel Spaß gemacht zu haben.

Als Ken Block den Gymkhana-Kult begründete, unternahm er seine kunstvollen Driftfahrten in einem Subaru. Danach, als die Aktionen immer aufwändiger und spektakulärer wurden, nahm er als offizielles Ford-Testimonial am Steuer diverser Modellen der US-Marke Platz. Doch spätestens, als Block in den vergangenen Monaten nach und nach seinen Ford-Fuhrpark auflöste und Kumpel Travis Pastrana - auf Subaru – den Job als Gymkhana-Pilot übernahm, stellte sich die Frage: Hört der Drift-Großmeister auf? Oder wechselt er den Arbeitgeber?

Nun steht fest: Letzteres ist der Fall. Audi geht eine intensive Partnerschaft mit dem 53-Jährigen ein. Gemeinsam mit dem US-Amerikaner will der deutsche Autohersteller ab sofort exklusiv gemeinsame Projekte im Bereich der Elektromobilität verwirklichen. Block deutet an, dass es dabei nicht nur ums geschmeidige Querfahren gehen wird: "Gemeinsam werden wir innovative Projekte entwickeln und die Grenzen der Elektromobilität verschieben." Und auch Julius Seebach, der Geschäftsführer der Audi Sport GmbH, sagt, dass man mit Block "spannende Dinge" vorhabe.

Probefahrten in historischen und elektrischen Audis

Eigenen Angaben zufolge ist Audi die Marke, die Ken Blocks Leidenschaft für Motorsport entfacht hat. Als Jugendlicher erlebte er, wie die Ur-Quattros den Rallyesport revolutionierten und Walter Röhrl in Rekordzeit die Kehren des Pikes Peak erstürmte. Umso glücklicher scheint der Familienvater gewesen zu sein, als er beim kürzlich erfolgten Ortsbesuch in Ingolstadt einige historische Boliden wie den Audi Sport Quattro S1 und den V8 Quattro aus der DTM testfahren durfte.

Exemplarisch für seine Audi-Zukunft dürften aber die weiteren Probefahrten in elektrisch angetriebenen Audis gewesen sein: Auch in der rennigen Konzeptstudie Audi E-tron Vision Gran Turismo und im Straßen-Sportwagen RS E-tron GT war der US-Boy unterwegs. Erste elektrische Erfahrungen hat der Mann, der zuerst als Schuhfabrikant erfolgreich war, bereits gesammelt: Auf der letzten Etappe der Rallye Dakar 2020 gelang ihm mit einem elektrischen Prototyp die drittschnellste Zeit. Und im selben Jahr gewann er das erste Rennen der Rallycross-Serie "Projekt E" in Höljes (Schweden).

2022 kommt die erste Electrikhana-Folge

Das erste gemeinsame Projekt der Partner wird wohl ein elektrischer Ableger der legendären Gymkhana-Reihe sein, der konsequenterweise Electrikhana heißen wird. Zumindest deutet Block dies in einem Video auf seinem Youtube-Kanal an. "Warum der Umstieg auf elektrifizierte Fahrzeuge? Es ist neu. Es ist Leistung auf hohem Niveau. Es ist die Zukunft", sagt der US-Amerikaner darin. Irgendwann im Jahr 2022 soll die erste Folge der neuen Reihe auf den üblichen Online-Kanälen zu sehen sein.

Da er im Rahmen seines Antrittsbesuchs bereits intensiv mit dem RS E-tron GT unterwegs war, liegt es nahe, dass sein erster Drift-Audi auf der Vier-Ringe-Version des Porsche Taycan basieren wird. Bestätigt ist das allerdings noch nicht, weshalb sich auch die technischen Einzelheiten des Boliden noch unter Verschluss befinden. Es darf aber als sicher gelten, dass Blocks neues Spielzeug etwas mehr Power aufbieten wird als das 440 kW / 598 PS starke Serienauto. Auch der Allradantrieb dürfte eher hecklastig ausgelegt sein.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Schnäppchen und Teures vom Fahrzeugmarkt der Classic Expo. Die Oldtimer-Messe in Salzburg hatte 20.000 Besucher und ...mehr
Mit dem Umbausatz eines chinesischen Händlers wird eine Mercedes E-Klasse auch ohne dicke Brieftasche zu einem Maybach ...mehr
Brauchen wir ein Tempolimit von 130 km/h auf der Autobahn? Nicht unbedingt, wie diese Studie zeigt.mehr
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.