Ferrari F50 (1995) IAA-Auto Auktion RM Sotheby's: Dieser F50 soll 2,5 Millionen bringen

Ferrari F50 (1995) IAA-Auto Auktion RM Sotheby's: Dieser F50
soll 2,5 Millionen bringen
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Ferrari F50 (1995) IAA-Auto Auktion RM Sotheby's: Dieser F50 soll 2,5 Millionen bringen

© RM Sotheby's

RM Sotheby's versteigert online den zweiten je gebaute F50. Kaum ein Straßenauto ist näher am F1-Auto als dieser 349-mal gebaute Ferrari.

Nur gute Ferrari-Kunden bekamen den F50 überhaupt angeboten; das Auto, das sich Ferrari selbst zum 50. Firmengeburtstag schenkte, war schon ausverkauft, bevor die Produktion anlief. Damaliger Preis: umgerechnet 380.000 Euro. Sehr viel Geld damals. Und aus heutiger Sicht ein Schnäppchen.

F50 soll 2,5 Millionen Euro kosten

Auf der IAA 1995 stand ein F50. Es ist der zweite, je gebaute F50. Jetzt steht das Exemplar mit der Fahrgestellnummer 3114 bei RM Sotheby’s zum Verkauf. Der Schätzpreis liegt bei 2,5 bis 2,75 Millionen US-Dollar, umgerechnet 2,3 bis 2,5 Millionen Euro. Vor drei Jahren hatte RM Sotheby's einen F50 verkauft, der vorher Mike Tyson gehört hatte.

V12 mit F1-Genen

Der Käufer bekommt dafür einen Supersportwagen mit Formel-1-Technik: Im Kohlefaserchassis ist direkt vor der Hinterachse ein 65-Grad-V12 eingebaut, der eng mit dem Motor verwandt ist, den Alain Prost in der Formel-1-Saison 1990 fuhr. Es ist ein klassischer Hochdrehzahlmotor, der bei 8500/min seine Höchstleistung von 521 PS erreicht. Bei etwa 1200 Kilogramm Leergewicht reicht das für 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h – heute schafft das auch ein Audi TT RS. Doch der läuft keine 325 km/h, ist kein Zwölfzylinder und erreicht bei Weitem keine 8500/min.

Lob und Kritik

Für eine Runde auf der Ferrari-Hausstrecke Fiorano reichen dem F50 1:27,1 Minute – damit ist er etwas schneller als sein Vorgänger F40. Uneingeschränktes Lob gab es trotzdem nicht: Manchen gefiel das Pininfarina-Design nicht, anderen setzte sich der F50 bei den Fahrwerten zuwenig vom F40 ab. Doch er sein einfacher zu fahren und klinge spektakulär, erwidern andere. Fest steht: Im Gegensatz zum F40 verwandelt sich der F50 in einen Spider.

Mit Dach und frischem Service

Das Dach ist selbstverständlich dabei. Ebenso ein Zertifikat, das Ferrari Classiche 2016 ausgestellt hat, Serviceunterlagen und Bedienungsanleitungen. Sowie üppige Werkstattrechnungen: Alleine 30.000 Euro hatte 2016 ein Service bei Maranello Motors in Köln gekostet. Dabei wurde unter anderem der Tank erneuert. Im März 2017 kam das Auto in die USA. Allein der Umbau, um die Zulassungsanforderungen zu erfüllen, verschlang 100.000 US-Dollar. Das entspricht etwa 90.000 Euro oder dem Gegenwert eines guten Zwölfzylinder-Ferrari aus den 90er-Jahren. Ausgeliefert wurde Fahrgestellnummer 3114 an einen Sammler in Berlin. Jetzt sucht RM Sotheby’s einen neuen Besitzer für den ausgewanderten Ausnahme-Ferrari.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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