Fisker Pear (2027): Das klimaneutrale Auto vom Handy-Hersteller

Fisker Pear (2027): Das klimaneutrale Auto vom
Handy-Hersteller
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Fisker Pear (2027): Das klimaneutrale Auto vom Handy-Hersteller

© Fisker

Fisker holt sich den iPhone-Hersteller Foxconn ins Boot. Der soll noch 2023 eine E-Auto-Revolution bauen, bis 2027 sogar klimaneutral.

Das erste Serienmodell, der Fisker Ocean, ist noch gar nicht auf der Straße, da geht Henrik Fisker bereits das nächste Projekt an. 2023 will der umtriebige Designer und Start-up-Chef sein nächstes Elektroauto-Projekt fertig haben, das aktuell noch auf den Namen "Pear" hört. Das Akronym steht für "Personal Electric Automotive Revolution", was übersetzt schlicht "Persönliche Elektroauto-Revolution" bedeutet. Bescheidenheit war noch nie eine Fisker-Eigenschaft.

Auftragsfertiger wollen Autos bauen

Um den revolutionären Ansatz bewerten zu können, wären technische Daten nicht schlecht, die fehlen aber aktuell noch komplett. Immerhin gibt es inzwischen Details zur Idee, dass das Pear-Projekt bis 2027 auch klimaneutral produziert und vertrieben werden soll, und zwar von der möglichst lokal stattfindenden Produktion über die schienengebundene Logistik bis hin zum Batterie-Recycling. Klingt prima, ist aber eben auch noch wenig konkret. Bleibt noch der Blick auf den Partner, mit dem Fisker das Pear-Projekt umsetzen möchte. Der heißt Foxconn, gehört zur taiwanesischen Hon-Hai-Gruppe und ist bisher hierzulande vor allem dafür bekannt, Unterhaltungselektronik-Hardware zu bauen, zu vorderst iPhones von Apple. Klingt zumindest auf den ersten Blick revolutionär, ist es aber nur noch zum Teil. Denn die Idee, mithilfe von sogenannten Auftragsfertigern, die bisher vor allem Unterhaltungselektronik produzieren, auch Autos zu bauen, hatten inzwischen auch schon andere. Geely, zum Beispiel. Der chinesische Auto-Riese hat ebenfalls eine Kooperation mit Foxconn. Und auch Apple werden immer wieder Ambitionen nachgesagt, das geheimnisvolle Apple-Car nicht mit einem klassischen Autobauer realisieren zu wollen, sondern mit dem langjährigen Partner Foxconn.

In 24 Monaten zum fertigen Auto?

Den dürfte das Interesse nicht gänzlich unvorbereitet treffen, die Automotive-Sparte des Konzerns hat längst eine passende Elektro-Auto-Plattform entwickelt, die nach eigenen Angaben variable genug ist, um damit quasi jede Art von Elektro-Auto realisieren und anschließend in großen Stückzahlen produzieren zu können. Das ist nämlich das eigentliche Foxconn-Geschäft: die Skalierung. Riesige Stückzahlen in Rekordzeit zu produzieren. Dazu passt, dass zwischen dem offiziellen Start einer Partnerschaft Ende 2021 und dem Produktionsstart lediglich zwei Jahre liegen sollen. In der jetzt unterzeichneten Absichtserklärung ist die Rede von einem Produktionsvolumen von 250.000 Fahrzeugen pro Jahr. Das Auto selbst soll sich nicht in bestehende Kategorien einsortieren lassen. Gemeinsam werde man ein "bahnbrechendes neues Segment-Fahrzeug entwickeln", so Fisker.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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