Jaguar XK 140 Coupé Ghia (1955) Auktion: Eines von vier Ghia Coupés verkauft

Jaguar XK 140 Coupé Ghia (1955) Auktion: Eines von vier Ghia
Coupés verkauft
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Jaguar XK 140 Coupé Ghia (1955) Auktion: Eines von vier Ghia Coupés verkauft

© Bonhams

Dieser Jaguar XK 140 mit Ghia-Karosserie stand 1956 auf der Paris Motor Show. Jetzt wurde es das Auto versteigert – viel Arbeit inklusive.

Das Auktionshaus Bonhams hat am Sonntag, 10. Oktober in Knokke-Heist ein Jaguar XK 140 Coupé mit Ghia-Karosserie versteigert, das 1956 während des Pariser Autosalons ausgestellt war. Später fuhr sein Besitzer Rennen mit dem raren Coupé. Jetzt brachte es inklusive Aufgeld 287.500 Euro ein. Das entspricht etwa dem Wert von zwei bis drei gut erhaltenen Jaguar XK 140 Fixed Head Coupé (FHC) mit Werkskarosserie.

Einen Grund für den hohen Preis könnte die Tatsache liefern, dass Ghia nur vier Jaguar XK 140 mit identischer Coupé-Karosserie versehen hat. Die Form erinnert an italienische Sportwagen jener Zeit und entspricht eher der modernen Technik des XK 140. Dessen Blechkleid erinnerte ein wenig an Vorkriegsmodelle – und vor allem den technisch schlichteren Vorgänger.

Sportwagen mit 190 PS und 200 km/h Spitze

Dabei war ein XK 140 zu seiner Zeit ein sehr schnelles Auto, dessen Reihensechszylinder auch heute noch begeistern kann. Die S-Version des Jaguar hatte einen Motor mit 3,4 Litern Hubraum und etwa 190 PS Leistung. Ausreichend für gut 200 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ein Morris Minor oder VW Käfer lief zu jener Zeit nicht viel schneller als 100 km/h.

Die Ghia-Karosserie brachte jedoch nicht nur einen neuen Look, sondern wegen der verwendeten Alumniumbleche auch einen Gewichtsvorteil: Von 100 eingesparten Kilogramm ist die Rede. Das nun zum Verkauf stehende Auto mit der Chassisnummer 810827DN erstand ein Industrieller aus Lyon am 12. Dezember 1955 und ließ es zu Ghia nach Turin bringen. Im August 1956 zeigte es der Besitzer während des Concours d’élégance in Cannes und im Oktober 1956 stand das neu karossierte Coupé auf dem Pariser Autosalon.

Stand seit 1979 in einer Garage

Zwei Mal wurde offenbar der Frontgrill geändert: Vor dem Auftritt in Paris und nach einem Unfall, den das Coupé 1959 erlitten hat. Einer der nächsten Besitzer, der das Auto 1969 kaufte, ließ einen 3,8-Liter-Motor aus einem XK einbauen und fuhr damit in den 1970er-Jahren diverse Rennen. Bis 1979 fuhr er den Wagen laut Bonhams wohl auch im Alltag und stellte ihn anschließend in einer Garage ab. Aktuell benötigt die Karosserie offensichtlich etwas Arbeit und unter der Haube steckt ein 3,8-Liter-Sechszylinder aus einem Jaguar Mk IX.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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