Jeep Compass: Offroader mit Plug-in-Hybrid

Jeep Compass: Offroader mit Plug-in-Hybrid
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Jeep Compass: Offroader mit Plug-in-Hybrid

© Jeep

Mit Plug-in-Hybrid, LED-Scheinwerfer und elektrisch angetriebener Hinterachse orientiert sich der neue Jeep Compass an zeitgeistigen Trends.

Pernambuco, Toluca und Melfi sind nicht die Neuzugänge des RB Leipzig für die nächste Bundesliga-Saison, sondern die Produktionsstätten des Jeep Compass in Brasilien, Mexiko und Süditalien. Die für den europäischen Markt bestimmten Compass-Modelle werden neuerdings in Italien gefertigt, was ja sinnvoll ist, basiert der kleine Jeep doch auf dem Unterbau des Fiat 500 X.

Zum Facelift kommt er mit neuen Antrieben, das Diesel-Angebot schrumpft auf den 1.6 Multijet mit 130 PS und Schaltgetriebe. Bei den Benziner ersetzt der Stellantis-eigene 1,3-Liter mit 130 und 150 PS oder als Plug-in mit elektrischem Vierradantrieb und 190 oder 240 PS Systemleistung.

50 km elektrische Reichweite

So weit, so gut. Da sitzt du nun in dem neuen Plug-in-Jeep, es ist ein Trailhawk mit 240 PS und Automatikgetriebe. Das Interieur ist komplett neu, wirkt modern und aufgeräumt. Ein wuchtiger Hebel bedient das die Automatik, das passt. Die meisten Bedienelemente haben sich in den riesigen Bildschirm in der Mittelkonsole verzogen, das sieht gut aus, erweist sich jedoch nicht immer als praktisch.

Unser Jeep kommt frisch von der Ladesäule, rund 50 km elektrischer Reichweite versprechen die technischen Daten und der Bordcomputer. Per Knopf kann der Jeep-Enthusiast zwischen rein elektrischem, hybridischem und Safe-Charge-Modus wählen, auch die Knopfleiste ist rasch gefunden, links vom Lenkrad. Der Energiespeicher kann übrigens bis zu 11,4 kWh speichern.

240 PS und 250 Nm

Mit 250 Nm schiebt der E-Motor an der Hinterachse mit, und 240 PS scheinen ja nicht so wenig für so einen kompakten Jeep. 180 davon liefert der Benziner, 60 kommen von der E-Maschine. Laut Werkseingabe sollte der Plug-in-Compass in 7,3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, allein es fühlt sich deutlich zäher an. Immerhin wiegt der Wagen leer beinahe zwei Tonnen, das kann das Temperament schon etwas bremsen.

Zudem wechselt die Automatik ihre Übersetzung eher verhalten, das passt freilich zum eher gemütlichen Gesamtcharakter dieses Autos. Ebenso der brauchbare Federungskomfort und das ordentliche Raumangebot.

Der Jeep Compass kostet ab 26.400 Euro

Der Compass bekam dazu ein paar Assistenzsysteme verpasst, von denen der intelligente Geschwindigkeitsassistent zusammen mit dem aktiven Spurhalter teilautonomes Fahren auf Level 2 ermöglicht. Im wahren Leben wird das System eher mit hyperaktiven Lenkeingriffen auffällig, so dass der Assistent per Menü am Touchscreen gern stillgelegt wird. Auch der Totwinkel-Helfer nervt mitunter mit überflüssigem Alarmieren, eine Eigenheit, die auch bei anderen Konzernprodukten bereits beobachtet wurde.

Den 240 PS-Compass gibt es ausschließlich im S- oder Trailhawk-Trim, so sieht er ganz fesch aus, ist jedoch mit 46600 Euro auf den ersten Blick ambitioniert eingepreist. Allerdings sind die teuren Versionen bereits sehr umfangreich ausgestattet. Die Preise für den 130 PS-Benziner mit Vorderradantrieb und Schaltgetriebe beginnen bei 26.400 Euro.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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