John Rigby & Kingsmen Land Rover Defender Jagdwagen: Diesen Landy würde Hemingway kaufen

John Rigby & Kingsmen Land Rover Defender Jagdwagen: Diesen
Landy würde Hemingway kaufen
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John Rigby & Kingsmen Land Rover Defender Jagdwagen: Diesen Landy würde Hemingway kaufen

© John Rigby & Co.

Drei britische Traditionshersteller haben gemeinsam einen Jagd-Defender gebaut. Der bedient so ziemlich alle Klischees.

In einer Welt voller Soja Latte Macchiato, veganen Dinkelburgern und Lastenfahrrädern ist dieses Auto definitiv aus der Zeit gefallen. Und um es in der modernen Social-Media-Sprache zu kommentieren: Ernest gefällt das!

Der Literatur-Nobelpreisträger Ernest Miller Hemingway war bekanntlich neben dem Verfassen wegweisender Texte auch ein echter Lebemann. Und der jetzt von John Rigby and Co., einem britischen Traditionshersteller von Jagdwaffen, vorgestellte Land Rover Defender wäre zu 100 Prozent genau Hemingways Ding. Denn mehr Klischee im Bezug auf gutbetuchte Bürger, die zur Safari aufbrechen und dabei auch gerne mal einen zwitschern, ist nur schwer vorstellbar.

Promo-Video: Jagd-Defender von Kingsmen

Basis des Modells ist ein Land Rover Defender 130, das war die extralange Version des damaligen Offroaders mit zwei Sitzreihen und großer Ladefläche. Letzteres ist schon mal praktisch, wenn man Feuerholz oder dahingeschiedene Jagdbeute befördern möchte. Umgebaut wurde der Defender vom ebenfalls sehr traditionellen und jagdverbundenen britischen Spezialbetrieb Kingsmen, mit Hand angelegt hat außerdem TEG, wo das mit dem traditionell und britisch sogar Firmenname ist: Traditional English Guncases. Angesichts dieses Trios möchte man sich sofort eine Tweed-Kappe kaufen und "God save the Queen" anstimmen.

Ein praktischer Überrollkäfig hilft nicht nur bei Überschlägen durch Nashornangriff, er dient auch als Befestigungspunkt einer leuchtstarken LED-Zusatzscheinwerferleiste und nicht zuletzt einer großen Schwenkmarkise. Schützt in Schottland vor Regen und in Südafrika vor der Sonne, wenn man sich vor dem Wagen zusammensetzt, um Anekdoten aus einem bewegten Leben in der Upperclass auszutauschen.

Im Innenraum dominiert braunes Leder, mit dem auch die Türverkleidungen und Teile des Armaturenbords bezogen wurden, im Heck des Pick-ups wird es dann superpraktisch: Rechts ein großzügiger Schuber zur Unterbringung von zwei Langwaffen, links davon einer mit dem großen Trinkbesteck für acht Personen, Gläser und Spirituosen tragen den Rigby-Schriftzug.

Der Preis wird nicht genannt

Verschmutzte Hunde und Stiefel kann der Besitzer des Keswick-grünen Defender schließlich vor Ort einer Reinigung unterziehen, ein 25-Liter-Wassertank mit Druckwasserpumpe und Brauseschlauch ist ebenfalls an Bord. Und wenn die Picknick-Möbel mal aus Versehen vergessen wurden: Auf der mit feinem Holz verkleideten Ladefläche befindet sich noch eine Zweier-Sitzbank. Von dort oben ist auch der Ausblick besser.

Einen Preis für das Einzelstück, das rund sechs Monate Umbauzeit verschlang, nennt Rigby nicht. Versichert aber, interessierten Kunden jederzeit ein ähnliches Unikat "je nach Budget" aufbauen zu können. Um das mit dem Budget etwas einzuordnen: Für ein Rigby-Gewehr mit amtlichem Kaliber und voller Ausstattung kann man durchaus 200.000 Britische Pfund loswerden. Und nein, da steht nicht aus Versehen eine Null zu viel. Wenn Sie also Hemingways "Green Hills of Africa" nachspielen möchten: John Rigby and Co. finden Sie in London, 13-19 Pensbury Place.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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