Kauf-Tipp Campingbusse mit Heckhubbett: 12 Modelle mit variablem Stauraum

Kaum eine Bettenlösung bietet mehr Flexibilität, kaum ein
anderer Grundriss in dieser Fahrzeugklasse ein größeres maximales
Stauraumvolumen.
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Kaum eine Bettenlösung bietet mehr Flexibilität, kaum ein anderer Grundriss in dieser Fahrzeugklasse ein größeres maximales Stauraumvolumen.

© Ingolf Pompe

Wo Platz begrenzt ist, ist variabler Stauraum gern gesehen. Kein Wunder also, dass Grundrisse mit höhenverstellbarem Heckbett im Trend liegen. Im Kauftipp verrät promobil Stärken und Schwächen von zwölf Modellen.

Das Stichwort Flexibilität begleitet die Branche nicht erst seit gestern. In den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage nach kompakten Campern stetig an. Trotz der handlichen Maße will man sich jedoch möglichst wenig einschränken lassen. Neben dem üblichen Campinggepäck müssen die Fahrräder, das Surfbrett und die Ski mit an Bord. Obendrein wären vier Betten gar nicht schlecht.

Ausgebaute Kastenwagen mit stufenlos höhenverstellbaren Betten im Heck kommen zumindest nahe an all jene Bedürfnisse heran. Nicht zuletzt deswegen nehmen immer mehr Hersteller den flexiblen Grundriss, bei dem die Betthöhe das Laderaumvolumen bestimmt, in ihr Programm auf.

Adria Twin Plus 640 SGX

Grundpreis: 51.599 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 88 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/ 2.590 mm Gewichte: Masse fahrbereit 3.150 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.950 x 1.800 – 1.700 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 100/70 L, Blei-AGM-Bordbatterie 100 Ah

Der  Twin 640 SGX von Adria ist hier in der Sports-Variante zu sehen, die für 57.999 Euro Grundpreis serienmäßig ein Aufstelldach hat. Das Hubbett-Modell gibt es jedoch auch günstiger in den Versionen Plus und Supreme; zur besseren Vergleichbarkeit haben wir den Preis des Plus angesetzt. Unabhängig von der Ausstattung ist das Hubbett im SGX so dimensioniert, dass es sich trotz seitlicher Hängeschränke bis ganz unter die Fahrzeugdecke heben lässt, was maximale Stauraumkapazität ermöglicht. In abgesenkter Position ergänzen Seitenpolster die Liegefläche des Längsbetts, so dass die gesamte Innenbreite nutzbar ist.

Der übrige Grundriss folgt dem bekannten Muster. Im Bad setzt Adria auf eine praktische Schwenkwand. Das Aufstelldach, wo beim Sports zwei weitere Schläfer unterkommen, ist so konzipiert, dass über dem Heckbett dennoch ein Dachfenster oder eine Klimaanlage Platz findet. Anders als beim Plus ist bei Sports und Supreme das Panoramafenster überm Fahrerhaus Serie. Es schmälert das Stauraumangebot, verleiht dem Wohnraum aber mehr Großzügigkeit.

(+) großzügige Liegemaße(+) Schwenkbadlösung für bestmögliche Raumausnutzung(+) mit Aufstelldach bis zu vier Schläfer möglich ohne Stauraumverlust(-) kleiner Abwassertank(-) knappe Zuladung bei vier Reisenden (Sports)

Info: Adria/Reimo, Telefon 06150/8 66 2175.

Chausson V690 Road Line

Grundpreis: 53.990 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 103 kW/140 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/ 2.610 mm Gewichte: Masse fahrbereit 3.115 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.900 x 1.900 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 100/90 L, Blei-AGM-Bordbatterie 100 Ah

Besonders robustes Riffelblech ist auf dem Boden im Heckstauraum des Chausson V690 verlegt. Zudem liefert der Hersteller eine Auffahrrampe ab Werk. Das erleichtert das Einladen von Fahrrädern. Während der Fahrt verweilt die Rampe gut arretiert im Laderaum. Das kostet ein paar Kubikzentimeter des wertvollen Stauvolumens. Nach oben hin setzt das Bett die Grenze. Die breite Liegefläche kommt an den Hängeschränken nicht vorbei und stoppt unter ihnen. Einen Vorteil hat das quadratische Bettenmaß: Es gewährt die Freiheit zu entscheiden, ob längs oder quer geschlafen wird. Offiziell offeriert Chausson den V690 aber als Längsdoppelbett-Grundriss.

Anders als die anderen vier Van-Varianten im Sortiment des französischen Herstellers ist der V690 nur in den beiden gehobeneren Ausstattungsvarianten Road Line VIP und Premium erhältlich. Dafür gibt es die solide 140-PS-Grundmotorisierung des Fiat Ducato ohne Aufpreis. Optional hingegen ist der dritte Schlafplatz, der auf der umgebauten Dinette entsteht.

(+) Riffelblech-Aluboden inkl. Auffahrrampe(+) Quer- oder Längsschlafen möglich(+) Basismotorisierung 140 PS(+) gute Serienausstattung(-) Hubbett lässt sich nicht bis an die Decke, sondern nur bis unter die Hängeschränke heben.

Info: Koch Freizeitfahrzeuge, Telefon 0 48 21/6 80 50.

Dreamer D60 Fun

Grundpreis: 50.900 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 88 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/ 2.590 mm Gewichte: Masse fahrbereit 3.000 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.920 x 1.300 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 95/100 L, Blei-AGM-Bordbatterie 100 Ah

Das Hubbett im  Dreamer D60 Fun gehört mit einer Breite von 1,30 Meter nicht zu den größten der Klasse. Allerdings schöpft man hier mit der Höhenverstellbarkeit bis ganz unter das Fahrzeugdach die volle Laderaumkapazität aus. Auf der Fahrerseite begrenzen Hängeschränke die Breite der Liegefläche. Auf der Beifahrerseite sind neben dem Bett unter den schmalen Hängeschränken weitere Staufächer eingebaut, die mit Schiebe- und Alurolltüren ausgestattet sind. Platz für Kleidung und Camping-Equipment ist also reichlich vorhanden. Da im D60 mit Kraftstoff geheizt wird, fällt der Gaskasten mit Platz für eine 5-Kilogramm-Flasche recht klein aus, was ebenfalls der Größe des Heckstauraums zugutekommt.

Steht eine Tour mit Kindern oder Enkeln an, bietet Dreamer die Option einer zweiten Bettetage. Konservativer hingegen fällt der Wohnbereich aus. Sitzgruppe, Bad mit integrierter Dusche und Küche befinden sich an gewohnter Stelle. Letztere ist mit Spüle, Zweiflammkocher und 149-L-Kompressorkühlschrank ausgestattet.

(+) zahlreiche Verstaumöglichkeiten in den seitlichen Schrankfächern im Heck(+) bis zu vier Schläfer im optionalen Stockbett möglich(-) vergleichsweise sehr schmale Liegefläche(-) keine Seitenfenster im Schlafbereich

Info: Dreamer, Telefon +33 2 43/30 30 90.

Eura Mobil V635 HB

Grundpreis: 56.490 Euro Basis: FIat Ducato, ab 89 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/ 2.650 mm Gewichte: Masse fahrbereit 3.065 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.900 x 1.850 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 100/90 L, Lithium-Ionen-Bordbatterie 100 Ah

Eigentlich bespielt eine andere Marke der Trigano-Haus-Gruppe den Markt der ausgebauten Kastenwagen. Karmann Mobil nämlich galt bislang als gruppeninterner Experte für das Segment. Die erst kürzlich vorgestellte Van-Baureihe von Eura Mobil könnte das ändern. Von Anfang an dabei ist auch ein Grundriss mit höhenverstellbarem Längsdoppelbett. Kleinere Personen können es sich wahlweise auch quer auf der 1,90 x 1,85 Meter großen Liegefläche gemütlich machen. Obenrum ist zudem jede Menge Stauraum in Form von Hängeschränken vorhanden. Bleiben die Räder über Nacht im trockenen Laderaum, ist es allerdings knapp bestellt um die Kopffreiheit.

Wesentlich mehr Luft bietet der Wohnraum des Eura Mobil V635 HB, allen voran, wenn das Panorama-Glasfenster in der Fahrzeugstirn mitgeordert wird. Im Zentrum der Sitzgruppe platziert Eura Mobil einen Tisch mit klappbarer Platte, Verlängerung und Cup-Holder. Das Bad kommt mit schwenkbarer Duschwand und Waschbecken aus Mineralstoff. Aus selbigem Material sind Spüle und Arbeitsfläche in der gegenüberliegenden Küche.

(+) umfangreiche Serienausstattung, u. a. inklusive Lithium-Akku und Dieselheizung, Riffelblechboden und Auffahrrampe (+) praktische Schwenkbadlösung(-) Kopffreiheit im Schlafbereich eingeschränkt durch rundherum eingebaute Hängeschränke, die ebenfalls kein Anheben des Betts bis unter die Decke zulassen.

Info: Eura Mobil, Telefon 0 67 01/20 30.

Furgok Gran Camper 600H.44.1.F

Grundpreis: 59.679 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 103 kW/140 PS Länge/Breite/Höhe: 5.990/2.050/2.760 mm Gewichte: zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.860 x 1.350 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 125/92 L, 2 x Blei-AGM-Bordbatterien à 100 Ah

Beinahe so extravagant wie die Modellbezeichnung ist das Innenleben des Furgok Gran Camper 600H.44.1.F. Der Bus aus Spanien ist für Trips für vier konzipiert. Trotz der zusätzlichen Etage im Heckbett bleibt die variable Nutzung des Laderaums möglich. Wie das funktioniert? Indem die untere Liegefläche gefaltet und unter dem Hubbett befestigt wird. So können sowohl das Zusatzbett als auch die Fahrräder transportiert werden. Hängeschränke gibt es keine, somit bleibt mehr Kopffreiheit im Stockbettmodus.

Auch weiter vorn im Fahrzeug hebt sich der Furgok von den Wettbewerbern ab. Auf den ersten Blick scheint es so, als ob kein Bad an Bord ist. Jedoch befindet sich eine klappbare Duschwanne ebenso wie das Waschbecken hinter einer Schiebetür auf der Fahrerseite. Gewöhnungsbedürftig ist auch die Position der Toilette auf der gegenüberliegenden Seite unterhalb des Kühlschranks. Bei Bedarf wird sie auf einem Rollsockel hervorgezogen. Bekannt wiederum ist die Anordnung der Sitzgruppe: drehbare Fahrersitze, Zweiersitzbank und erweiterbarer Tisch.

(+) vier Schlafplätze und Fahrradtransport möglich(+) elektrisches Ablassventil für Grauwassertank(+) autarkiestark mit Brauchwasserkreislauf, 125 L Frischwasser, zwei Bordbatterien und Dieselheizung(-) keine seitlichen Fenster im Heck(-) kein festes Bad(-) geschlossener Stauraum rar

Info: Furgokaravaning, Telefon +34 611/350 350.

Knaus Boxlife 600 ME

Grundpreis: ab 55.290 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 88 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 5.990/2.050/2.580 mm Gewichte: Masse fahrbereit 2.800 kg, zul. Gesamtgewicht 3.300 kg Bettenmaße: Heckbett 1.970 x 1.730 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 102/90 L, Blei-AGM-Bordbatterie 95 Ah

Anders als in den meisten Modellen mit Heckhubbett verzichtet Knaus auf eine elektrische Höhenverstellbarkeit. Ganz ohne Surren also und wesentlich fixer, aber eben in Handarbeit lässt sich das Längsdoppelbett anheben und absenken. Im Knaus Boxlife 600 ME nimmt die Liegefläche die gesamte Fahrzeugbreite in Anspruch und kommt so auf ansehnliche 1,97 x 1,73 Meter. Ein Zusatzbett bestehend aus zwei Lattenrosten und Matratzen ist separat erhältlich und verwandelt den Zweischläfer-Grundriss in ein Familienmobil. Allerdings müssen die Fahrräder dann auf einen Heckträger.

Neben dem 600 ME ist der Boxlife in vier weiteren Grundrissvarianten erhältlich, jede davon mit serienmäßig manuell höhenverstellbarem Bett. Der ebenso knapp sechs Meter lange 600 MQ kommt mit Querdoppelbett und der 600 DQ verfügt zusätzlich über ein Hubbett in der Front. Das obere Ende markiert der 6,36 Meter lange Boxlife 630 ME mit Längsdoppelbett. Der Kürzeste in der Familie heißt 540 MQ. Auf 5,41 Meter fällt das Querdoppelbett mit 1,92 x 1,39 Meter eher klein aus.

(+) gut dimensionierte Bettenmaße(+) freischwebender Tisch in der Dinette,(+) Dieselheizung (+) Stockbett im Heck und weitere Schlafplätze optional möglich(-) Hängeschränke begrenzen die Hubbetthöhe(-) keine Riffelblechboden-Option

Info: Knaus, Telefon 0 85 83/2 11.

Mega-Mobil Revolution 640

Grundpreis: 54.310 Euro Basis: Peugeot Boxer, ab 103 kW/140 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.900 mm Gewichte: zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.915 x 1.910 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Gas-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 90/100 L, Blei-AGM-Bordbatterie 90 Ah

Bei Mega-Mobil hat der Kunde die Wahl zwischen dem Fiat Ducato oder dem baugleichen Peugeot Boxer. Gut 3.000 Euro günstiger kommt man mit Letzterem weg. Der Hersteller aus Slowenien setzt beim Revolution 640 auf die Hochdachversion des Basisfahrzeugs. Großgewachsene Camper dürfen sich über 2,10 Meter Stehhöhe freuen. Im Längsdoppelbett ist auf 1,95 x 1,91 Meter ebenfalls ausreichend Platz für fast jedermann. Die annähernd quadratischen Maße stellen sogar frei, in welche Richtung man schlafen möchte. Seitliche Hängeschränke, die die Hubhöhe des Betts begrenzen, gibt es zwar, dank des Hochdachs entsteht aber dennoch ein enorm hoher Laderaum.

Auch das optionale Stockbett profitiert von der Fahrzeughöhe und bietet ausreichend Kopffreiheit auf beiden Etagen. Wer sich oben bettet, dem steht eine Leiter als Kraxelhilfe zu Verfügung. Noch ein Plus, das aus dem hohen Aufbau hervorgeht: Während die Konkurrenz mit Panoramafenster das Raumgefühl aufwerten muss, entsteht an derselben Stelle im Revolution 640 ein riesiger Stauraum.

(+) Die Innenwandverkleidung in Alcantara-Optik schafft Gemütlichkeit. (+) enorme Stehhöhe und viel Kopffreiheit im Schlafbereich(+) Auswahl von Dekor und Bezügen ohne Aufpreis(-) wenig Arbeitsfläche in der Küche(-) serienmäßig ohne Fenster in den Hecktüren

Info: SJ Reisemobile, Telefon 04 51/300 921 48.

Mobilvetta Admiral K 6.5

Grundpreis: 63.350 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 103 kW/140 PS Länge/Breite/Höhe: 6.365/2.050/ 2.650 mm Gewichte: Masse fahrbereit 3.033 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.850 x 1.750 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Gas-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 100/90 L, Blei-AGM-Bordbatterie 100 Ah

Der noch junge  Mobilvetta Admiral K 6.5 ist mit einem Grundpreis von 63.350 Euro der teuerste Van mit Heckhubbett in diesem promobil-Kauftipp. Glänzende Möbeloberflächen in Edelholzoptik und gesteppte Polsterbezüge aus Leder verleihen dem Admiral die Yachtatmosphäre, die Mobilvetta auch den größeren Modellen im Sortiment verpasst. Dank serienmäßigem Panoramafenster über dem Fahrerhaus bleibt das Raumgefühl trotz dunklem Dekor offen. Elegant wirken auch die aus Mineralstoff gefertigte Küchenarbeitsplatte und Spüle sowie der Waschtisch im Schwenkbad.

Merklich sportlicher geht es im Heck zu. Blickt man unter das elektrische Längsschläfer-Hubbett, kommen der robuste Riffelblechboden und die praktische Auffahrrampe für Zweiräder zum Vorschein. Der einfacheren Durchlademöglichkeit halber verzichtet der italienische Hersteller auf eine herausnehmbare Trennwand zwischen Wohn- und Laderaum. Ganz nach oben lässt sich die 1,85 x 1,75 Meter große Liegefläche wegen der Hängeschränke nicht fahren. An Laderaumvolumen mangelt es dennoch nicht.

(+) hochwertige Materialien im Wohnraum(+) Riffelblech und Rampe ohne Aufpreis(+) Rückfahrkamera mit in den Rückspiegel integriertem Kamerabild in Serie(-) hoher Basispreis(-) Hängeschränke begrenzen die Hubhöhe der Liegefläche

Info: Mobilvetta, Telefon +334573 09 69.

Mooveo Van 63 XL

Grundpreis: 59.990 Euro Basis: Citroën Jumper, ab 88 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/ 2.050/2.800 mm Gewichte: zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.990 x 1.480 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 110/80 L, 2 x Blei-AGM-Bordbatterie à 95 Ah

Der Van 63 XL von Mooveo kommt mit hohem anstelle des mittelhohen Dachs. Das Stauraum-Konzept ist ebenfalls überraschend anders. Linkerhand ersetzen drei großzügige Staufächer mit Rolltüren die Hängeschränke. Die Höhe ist dabei nicht willkürlich gewählt: Sowohl in unterster als auch in der mittleren Position der Liegefläche sind die Schränke stets zugänglich; befindet sich das Bett unter der Decke, klappt das ohnehin gut. Dank der enormen Fahrzeughöhe kann man die Ladung bequem im Stehen sichern. Allerdings ist für das Verzurrsystem ein Aufpreis fällig. Ebenso optional ist der dafür angemessene Motor, wobei grundsätzlich der Citroën Jumper als Basis dient. Nur wenn – wie beim gezeigten Fahrzeug – ein Automatikgetriebe geordert wird, kommt der Fiat Ducato zum Einsatz.

Nichtsdestotrotz kann sich die Serienausstattung im Mooveo sehen lassen. Das Heavy-Chassis, die Leichtmetallfelgen ebenso wie die Markise, ein Multimediasystem und die Solar- und Sat-Anlage sind bereits im Basispreis enthalten.

(+) enorme Raumhöhe macht Räder verzurren auch im Stehen möglich(+) clever positionierte Staufächer und Fenster(+) gute Basisausstattung(-) In mittlerer Stellung ist das Bett nur über eine Leiter erreichbar.(-) verändertes Fahrverhalten durch Fahrzeughöhe(-) gehobener Anschaffungspreis

Info: WOF Europe, Telefon 070 23/94 88 940.

Pilote V633 M

Grundpreis: 54.580 Euro Basis: Fiat Ducato, ab 88 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.800 mm Gewichte: Masse fahrbereit 2.970 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.990 x 1.480 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 110 /80 L, Blei-AGM-Bordbatterie 95 Ah

Andere Marke, ähnliches Konzept. Wie Mooveo setzt auch Pilote auf die längste und höchste Karosserie. Die Basis ist hier allerdings der Fiat Ducato. Dennoch liegt der Grundpreis rund 5.300 Euro unter dem des Mooveo. Der Blick auf die Ausstattungsliste bringt die Erkenntnis. Anders als das verwandte Modell kommt der Pilote standardmäßig weder mit Maxi-Fahrgestell noch mit Markise oder Multimediasystem. Darüber hinaus unterscheiden sich die Campingbusse hinsichtlich des Innendesigns deutlich voneinander. Möbelkorpusse in Holzoptik verleihen dem V633 M Gemütlichkeit. Im Kontrast dazu stehen die hochglänzenden weißen Fronten und die hellen Polsterbezüge. Die Küche ist mit einer großen Spüle, Zweiflammkocher und 90-Liter-Kompressorkühlschrank ausgestattet. Das gegenüberliegende Bad mit wegschwenkbarer Toilette, Waschtisch und integrierter Dusche bietet ebenfalls alles Nötige.

Dass das Konzept der beiden Modelle sich derart ähnelt, ist übrigens kein Zufall. Beide Marken sind Teil der französischen Groupe Pilote.

(+) luftiges Raumgefühl dank heller Möblierung und enormer Fahrzeughöhe(+) clever positionierte Fächer und Fenster im Heck(-) wenig robuste Materialien der Möbel und des Bodens im Heckstauraum(-) durch Fahrzeug- und Schwerpunkthöhe stärkere Wankneigung in Kurven

Info: Pilote, Telefon +33 2/40 321 600.

Pössl Roadcruiser Revolution

Grundpreis: 49.299 Euro Basis: Citroën Jumper, ab 103 kW/140 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.830 mm Gewichte: Masse fahrbereit 2.970 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.980 x 1.900 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 100/92 L, Blei-AGM-Bordbatterie 95 Ah

Bei Pössl hat der Kunde die Wahl zwischen dem Citroën Jumper als Basisfahrzeug und dem Fiat Ducato. Mit immerhin 140 PS stattet Pössl den 6,36 Meter langen Roadcruiser Revolution serienmäßig aus. Auch die Maße des Längsbetts (1,98 x 1,90 m) können sich sehen lassen. Ebenso zur Serie gehört das Raumbad. Gegen einen Aufpreis von 619 Euro gibt es ein Zusatzbett in der unteren Etage. Rechts und links eingebaute Hängeschränke gewähren im Vierschläfermodus aber nur eingeschränkte Kopffreiheit. Um die Heckgarage bestmöglich zu nutzen, empfiehlt sich zudem das optionale Verzurrsystem.

Neben dem 2,83 Meter hohen Revolution gibt es den  Pössl Roadcruiser Evolution mit niedrigerem Dach. Mit 47 699 Euro Grundpreis (Jumper-Basis) ist dieser übrigens der günstigste Campingbus mit Heckhubbett überhaupt. Anders als beim Revolution ist im Evolution eine Dieselheizung verbaut. Der Gaskasten schrumpft so auf den Platzbedarf einer 2,8-kg-Flasche, wodurch die Garage nochmals an Volumen zulegt. Beim hier gezeigten Revolution sind zwei 11-kg-Gasflaschen an Bord.

(+) gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (+) gute Basismotorisierung(+) ordentliches Bettenmaß(+) Raumbad mit vergleichsweise großer Dusche(-) Gurte der Bettverstellung beschränken seitlich die Liegebreite(-) durch Fahrzeug- und Schwerpunkthöhe stärkere Wankneigung in Kurven

Info: Pössl, Telefon 08 654/46 940.

Vantourer 630 L

Grundpreis: 54.480 Euro (Grundpreis inkl. Option Hubbett 990 Euro) Basis: Fiat Ducato, ab 88 kW/120 PS Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.580 mm Gewichte: Masse fahrbereit 2.954 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg Bettenmaße: Heckbett 1.900 x 1.900 mm Dreipunktgurte: 4 Bordtechnik: Kraftstoff-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 105/85 L, Blei-AGM-Bordbatterie 95 Ah

Eigentlich gibt es den so gar nicht, den Vantourer 630 L mit Heckhubbett. Denn eigentlich ist im 630 L ein festes Längsdoppelbett eingebaut. Wie der Fotobeweis belegt, gibt es ihn doch, den Vantourer mit Hubbett. Denn der Hersteller bietet für alle vier Grundrisse im Sortiment die Option, das feste gegen ein stufenlos höhenverstellbares Bett zu tauschen. Aufpreis: 990 Euro. Auch späteres Nachrüsten ist problemlos möglich. Für weitere 499 Euro erhält man das Etagenbett.

Die gassparende Kraftstoffheizung ist bereits von Anfang an mit an Bord. Der Laderaum im Vantourer gehört nicht zu den höchsten, doch hinsichtlich der Breite macht ihm so leicht keiner etwas vor. Ganz hinten im Heck können Fahrräder sogar quer stehend transportiert werden. Zudem lassen sich die vordere und hintere Hälfte der unteren Liegeflächen nach oben klappen.

Vantourer gehört sicherlich zu den Vorreitern in Sachen Heckhubbett. Bei der Bedienung setzt man seit jeher auf die manuelle Höhenverstellung. Sie funktioniert leichtgängig und mit nur einer Hand.

(+) Das Hubbett ist für alle Grundrisse erhältlich. (+) enorm breiter Heckstauraum, der sich teilweise über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt(-) stufenlos höhenverstellbares Bett als Option zu bestellen(-) eingeschränkte Kopffreiheit bei zwei Liegeflächen

Info: Euro Caravaning, Telefon 0261/889 72 50.

Elektrische Hubbetten schaffen Stauraum im Campingbus

Im Gegensatz zum klassischen Einzelbettengrundriss, bei dem sich die beiden Lattenroste separat voneinander nach oben klappen lassen, um Platz für Rad und Co. zu schaffen, verfügen Busse mit Heckhubbetten über eine durchgängige Liegefläche. Dank der Höhenverstellbarkeit bleibt sie stets in der Waagerechten und kann selbst dann genutzt werden, wenn sperriges Gepäck darunter verbleibt. Darüber hinaus gibt es oft die Möglichkeit einer zusätzlichen Liegefläche darunter. Kommt der Kastenwagen allerdings nicht gerade mit hohem Dach, fällt die Kopffreiheit in den Stockbetten mager aus. Die beliebten Hängeschränke über dem Bett sind praktisch, erhöhen aber das Risiko einer schmerzhaften Beule zusätzlich.

Die Handhabung der Hubbetten ist denkbar einfach und erfolgt meist auf Knopfdruck. Der elektrische Motor erledigt den Rest der Arbeit. Innerhalb weniger Sekunden befindet sich die Liegefläche auf der gewünschten Höhe. Noch schneller funktioniert der manuelle Betrieb, eine Lösung, auf die weitaus weniger Hersteller zurückgreifen. Die Arretierung gelöst, lässt sich das Bett mit nur einer Hand nach oben oder unten bewegen und rastet automatisch wieder ein, wobei die eingestellte Höhe keinen Einfluss auf die Tragfähigkeit hat. Die liegt in der Regel bei mindestens 200 Kilogramm.

Das favorisierte Basisfahrzeug für diesen Grundriss ist der Fiat Ducato. Allenfalls der baugleiche Citroën Jumper oder Peugeot Boxer kommen noch zum Einsatz. Ein Grund hierfür mag das – im Vergleich zum Mercedes Sprinter oder VW Crafter – breitere Innenmaß sein. So ist nicht nur eine größere Liegefläche, sondern auch größtmöglicher Stauraum möglich. Auch preislich spielen Ducato und seine PSA-Schwestern den Herstellern in die Karten. Wer aber auf der Suche nach einem Schnäppchen ist, wird bei Campingbussen mit Heckhubbetten nicht fündig. Alle Modelle bewegen sich bereits in der Basisversion oberhalb der 50.000-Euro-Grenze. Umso wichtiger ist der Blick auf die Ausstattungsliste. Wer etwa ein motorisiertes Zweirad transportieren möchte, dem sei zu einem robusten Boden im Heck geraten. Nicht immer ist der schon serienmäßig mit Riffelblech ausgelegt. Außerdem sollte dann eine Auflastung in Betracht gezogen werden.

Häufiger ab Werk mit an Bord ist die Dieselheizung. Auf diese Weise verringert sich der Bedarf an Gas und somit auch das Volumen des Gaskastens. Da der sich meist im Heck unterhalb des Betts befindet, gewinnt der Heckstauraum weiter an wertvollem Volumen.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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