Kia-Zukunft mit Plan S

Kia Plan S
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Kia Plan S

© Kia

Kia hat auf einer Investorenkonfernez seine Strategie bis 2025 im „Plan S“ vorgestellt. Das erste speziell entwickelte Elektroauto kommt schon 2021.

Diese mittel- und langfristige Strategie umfasst Mobilitätsdienste, automatisiertes Fahren sowie Elektrifizierung und soll den Wandel des Geschäftssystems vom Fahrzeug mit konventionellen Motoren hin zu einem System mit Elektrofahrzeugen und Mobilitätslösungen beschreiben.

Imagine-Studie zeigt künftiges E-Modell

Das erste speziell als Elektrofahrzeug konzipierte Modell soll noch 2021 auf den Markt kommen und sich an der Studie Imagine by Kia aus dem Jahr 2019 orientieren. Das Crossover-Modell soll eine Reichweite von 500 Kilometern aufweisen und in unter 20 Minuten an einem Schnelllader aufladbar sein.

Apropos Laden: Kia will hier künftig zweigleisig fahren und bietet die E-Auto-Modellpalette mit verschiedenen Ladefähigkeiten an. Die preisgünstigen Derivate kommen auf 400 Volt, die Hochleistungsmodelle (in Kooperation mit Elektrosportwagenpionier Rimac) mit 800 Volt. Bis 2025 plant Kia zehn weitere Elektrofahrzeuge, darunter ab 2022 auch neue SUV und MPV.

Den weltweiten Marktanteil an E-Autos wollen die Koreaner auf 6,6 Prozent steigern, wobei China nicht inkludiert ist. Insgesamt sollen zu diesem Zeitpunkt 25 Prozent des Kia-Absatzes auf umweltfreundliche Fahrzeuge entfallen. Bis 2026 soll der Jahresabsatz von einer Million Öko-Autos erreicht werden, davon 500.000 Elektroautos.

Kia nutzt Skateboard-Plattform von Arrival

Neben der „Popularisierung von Elektrofahrzeugen“ so Kia, spielt im Plan S auch die Erweiterung von Mobilitätsdiensten für elektrische und autonome Fahrzeuge sowie dem Einstieg in das Geschäft mit Spezialfahrzeugen (PBV) ein Rolle. Langfristig plant das Unternehmen, in den Stadtzentren selbstfahrende Robotaxis und -shuttles zu betreiben. Eine urbane Mobilitätslösung hatte Hyundai bereits auf der CES gezeigt. Als Basis dient dabei eine integrierte, modulare „Skateboard“-Plattform inklusive einer flachen, tief positionierten Batterie und einem kompakten Motor. Diese Plattform kommt vom britischen Elektrofahrzeug-Entwickler Arrival, bei dem Kia und Hyundai mit 100 Millionen Euro einsteigen.

Außerdem überarbeitet der koreanische Autobauer seine Markenidentität und das Design sowie das Nutzerlebnis. In der zweiten Jahreshälfte präsentiert Kia dann auch ein neues Markensystem. Wie das neue Kia-Logo aussieht, sehen Sie hier.

„Plan S“ sieht vor, dass Kia bis Ende 2025 insgesamt 29 Billionen Won (25 Milliarden US-Dollar) investieren wird mit dem Ziel, eine Führungsrolle in der Fahrzeugelektrifizierung einzunehmen und sein Geschäft zu diversifizieren. Bis zum Ende dieses Zeitraums strebt das Unternehmen eine Betriebsgewinnmarge von sechs Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 10,6 Prozent an.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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