Mercedes C200 4Matic All-Terrain (2021): Wie der Busch-Benz über Stock und Stein fährt

Mercedes C200 4Matic All-Terrain (2021): Wie der Busch-Benz über
Stock und Stein fährt
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Mercedes C200 4Matic All-Terrain (2021): Wie der Busch-Benz über Stock und Stein fährt

© Mercedes-Benz AG

Nach dem Erfolg des E-Klasse-Kombis als All-Terrain, folgt nun auch die aktuelle C-Klasse dem Trend zum hochbeinigen Offroad-Kombi. Wir konnten die Mittelklasse fürs Grobe mit Mild-Hybrid fahren.

Es muss ja nicht immer gleich ein SUV sein. Allradantrieb und die Vorzüge einer etwas großzügigeren Bodenfreiheit können in einem Kombi ebenso reizvoll wie nützlich sein. Das hat man bei Mercedes vergleichsweise spät erkannt, die E-Klasse im All-Terrain-Ornat erschien erst 2016, als Konkurrenten wie der Audi A6 Allroad schon jahrelang auf dem Markt waren. Von Vorreitern wie AMC Eagle oder Subaru Outback gar nicht erst zu reden.

Nun kommt auch der C-Kombi als All-Terrain. Auf dem hauseigenen Prüf- und Technologiezentrum Immendingen darf er zeigen, was man von ihm erwarten kann. Es ist einer dieser Herbsttage, an denen man von den Höhenzügen des Schwarzwalds hier bis zum Bodensee blicken kann. Und an dem das Spektralblau des C200 4Matic All-Terrain besonders schön mit dem Orangebraun der herbstlichen Laubwälder kontrastiert.

Offroad-taugliches C-Klasse T-Modell, aber dezent

Die 40 Millimeter zusätzlicher Bodenfreiheit und die rustikalen Radlaufverkleidungen aus grauem Kunststoff verwandeln den eleganten Mercedes auf sanfte Art in einen Naturburschen – ohne aufdringliches Machogehabe natürlich. Dazu passt das Avantgarde-Gesicht mit großem Stern und vertikal ausgerichtetem Grill und der weitere Zierrat an Stoßfängern und Unterfahrschutz.

Der 200-Benziner mit 204 PS ist eine der beiden Antriebsvarianten, die zur Verfügung stehen, die andere ist der 220d mit 200 PS. Der Vierzylinder-Benziner aus der brandaktuellen Motorenfamilie M254 verfügt über einen integrierten Startergenerator, der bis zu 15 kW zusätzlich liefern kann und natürlich 48 Volt-Bordnetz sowie den innovativen Segmentlader mit schaltbarer Flutenverbindung mtibringt. Dahinter verbirgt sich eine Weiterentwicklung der Twin-Scroll-Ladertechnologie, die für besonders spontanes Ansprechen und hohe Effizienz der Aufladung sorgen soll.

High-Tech-Antrieb und -Fahrwerk funktionieren einfach

Kombiniert ist der Motor im C200 4Matic All-Terrain serienmäßig mit der bekannten Neungang-Automatik, allerdings in überarbeiteter, weiter entwickelter Gestalt. Ähnliches gilt ebenso für den Matic-Allradantrieb, der nun leichter und effizienter sein soll. Zu merken ist beim Fahren von all den Hightech-Beigaben wenig. Was in diesem Fall ausgesprochen positiv gemeint ist. Der Vierzylinder läuft sanft und mit viel Druck, das Starten des Verbrenners beim Ampelstart oder aus dem Segelmodus vollzieht sich geschmeidig und kaum merkbar und das komfortbetonte Fahrwerk mit Passivdämpfern bügelt selbst Feldwege einigermaßen glatt. Anders als die E-Klasse All-Terrain, die serienmäßig mit Luftfedern ausgerüstet wird, verfügt die C-Klasse übrigens über stählerne Schraubenfedern. Adaptivdämpfer gibt’s gegen Aufpreis.

Für schwierigeres Geläuf bietet der Mercedes zwei zusätzliche Programme im Dynamic-Select-Menü: Offroad und Offroad +, wobei das erstere für unbefestigte Wege gedacht ist. Das Plus-Programm soll bei noch üblerem Untergrund weiterhelfen, unter anderem mit der sehr feinen Downhill Speed Regulation. Viel öfter dürften wahrscheinlich die meisten All-Terrain-Benz auf asphaltierten Straßen gefordert werden, das beherrscht der C200 4Matic ebenso meisterlich: Feine Lenkung, geschmeidige Federung, dazu das ausgesprochen heimeligen und hochwertige Ambiente, das auch die anderen Vertreter der C-Klasse der neuen Generation W206. Da ja richtig Gutes meist nicht billig ist und Sie nach dem Preis fragen: Den C200 4Matic All-Terrain gibt es ab 53.015 Euro, seinen Dieselbruder C220 4Matic All-Terrain ab 55.395 Euro.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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