Neuzulassungen Flop 50

Der Smart taucht im Januar überraschend in den Flop 50 auf. Der Grund dafür ist jedoch einleuchtend.
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Der Smart taucht im Januar überraschend in den Flop 50 auf. Der Grund dafür ist jedoch einleuchtend.

© Smart

Rolls-Royce, Lotus und Jaguar: So manches britische Modell steht in den deutschen Neuzulassungs-Charts kurz vorm Brexit. Maserati macht es nicht viel besser.

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Politisch ist der Brexit inzwischen vollzogen. Bei so manchem britischen Automodell steht er erst noch bevor, der Brexit aus der deutschen Neuzulassungs-Statistik. Gleich sechs der acht Modelle, von denen im Januar 2020 maximal drei Exemplare neu zugelassen wurden, stammen von der Insel, und zwar von den Marken Rolls-Royce, Lotus und Jaguar. Die anderen beiden fanden den Weg von südlich der Alpen auf den deutschen Markt: Mit den Maserati-Modellen Granturismo und Quattroporte komplettieren zwei noble Italiener die Flop 8 (siehe Tabelle).

Abstürze bei Smart und Mazda

Aber es gibt auch andere Verlierer in den deutschen Zulassungs-Charts. Allen voran die Smart-Modelle: Der Fortwo stürzte im Vergleich zum Dezember 2019 von 2.731 auf 66, der Forfour von 1.813 auf 42 Neuzulassungen. Diese Entwicklung hat jedoch eine klare Ursache: Die bekannten, auch noch mit Verbrennungsmotor erhältlichen Smart-Modelle laufen aus, und die neuen Smarts auf Geely-Basis kommen erst 2022 auf den Markt. Aber auch Mazda musste über Gebühr Federn lassen: Der MX-5 verlor von 321 auf 26 Neuzulassungen, der CX-3 gar von 1.773 auf nur noch sechs verkaufte Exemplare. Da weder bei dem einen noch bei dem anderen Japaner ein Modellwechsel ansteht, kann über die Gründe nur spekuliert werden. Diese Zahlen dürften sich aber schnell regulieren.

Neben den Ab- gibt es natürlich auch Aufsteiger in den Flop 50. Der Bentley Continental beispielsweise sprang innerhalb dieses Rankings von 14 auf 71 und der Citroën C-Zero von drei auf 42 Neuzulassungen. Viele Modelle haben zudem den Absprung in die richtige Richtung geschafft und sich von den Flop 50 entfernt. Manche eher knapp (Land Rover Discovery, Opel Ampera-e, Kia Soul oder Mercedes GLB), andere souverän (BMW X6, Mercedes GLS, Jaguar XE und Ford Mustang) und wieder andere sehr deutlich (Skoda Citigo, Nissan Juke und Ford Puma).

Marken-Doppel in den Flop 50

Und dann gibt es noch die Modelle, die eine erstaunliche Kontinuität in den Flop 50 zeigen. Etwa der BMW i8, der exakt jene 23 Neuzulassungen bestätigte, die er bereits im Dezember 2019 erreichte. Hinzu kommen einige Marken-Doppel, die sich eng aneinander kuscheln. Zum Beispiel das Alfa Romeo-Duo Giulietta und Giulia, das mit 62 beziehungsweise 63 Neuzulassungen die Positionen 34 und 35 erreicht. Ähnlich ist es bei Kia mit der Paarung Stinger und Optima: 54 respektive 55 Neuzulassungen bedeuten die Plätze 30 und 31. Den Vogel schießen aber Toyota GT 86 und Subaru BRZ ab: Die beiden fast baugleichen Japan-Coupés landeten im Januar mit je 14 Neuzulassungen im Gleichschritt auf Rang zwölf.

Hinweis: Bei der Zulassungsstatistik handelt es sich um die offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die Einteilung in die jeweiligen Klassen erfolgt per Schlüsselnummer über die Hersteller. In der Statistik können auch Modelle erscheinen, die es nicht auf den deutschen Markt gibt, oder nicht mehr gebaut werden. Diese Besonderheit kann bei der KBA-Statistik auftreten, wenn z.B. ausländische Fahrzeuge erstmals in Deutschland zugelassen werden oder Fahrzeuge eine neue Ident-Nr. erhalten.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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