So hoch ist die Prämie
Die Bundesregierung will die staatliche Förderung von Elektroautos reaktivieren. Darauf hat sich der Koalitionsausschuss jetzt geeinigt. Allerdings sind die Regeln wohl strenger als bei der früheren Förderung.
Der Autogipfel beim Bundeskanzler, der am 9. Oktober 2025 stattfand, hat wenig Konkretes hervorgebracht. Rund um das unter großem Getöse und medialer Beobachtung durchgeführte Treffen mit Landespolitikern und Vertretern der Industrie arbeitet die Bundesregierung dennoch eifrig an neuen Förderprogrammen, die in erster Linie darauf abzielen, die deutsche Autoindustrie zu stärken. So einigten sich die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD rund um den Autogipfel auf neue Kaufanreize, um den Absatz von Elektroautos anzukurbeln. Konkretisiert wurde die geplante Förderung in Verhandlungen im Koalitionsausschuss im November.
4.000 Euro Maximalförderung
Das geplante Förderpaket im Umfang von 3 Milliarden Euro soll an ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von bis zu 80.000 Euro gekoppelt werden, pro Kind erhöht sich die Grenze um 5.000 Euro. Vorgesehen sind 3.000 Euro Basisförderung, die je Kind um 500 Euro – maximal um 1.000 Euro – steigen kann. Für besonders einkommensschwache Haushalte ist eine zusätzliche Aufstockung geplant. Laut Koalitionsbeschluss soll die Förderung im Jahr 2026 beim Kauf und Leasing von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybriden greifen.
Die genaue Ausgestaltung des Förderprogramms solle bis zum Jahresende ausformuliert werden, das Programm dann schnellstmöglich im Jahr 2026 gestartet werden. Voraussetzung ist allerdings noch eine Genehmigung der EU-Kommission.
Mit diesen Daten hatte man bisher geplant
Damit weicht der neue Ansatz deutlich vom nach dem Autogipfel kolportierten Förderprogramm ab. Wie verschiedene Medien seinerzeit übereinstimmend berichteten, sollte der neue Umweltbonus am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Die staatliche Kaufprämie sollte bis zu 4.000 Euro betragen. Allerdings nur dann, wenn das gewünschte Modell einen Netto-Listenpreis von unter 45.000 Euro aufweist. Zudem muss es über einen reinen Elektroantrieb verfügen.
Die Regelung sollte nur für Autos gelten, die nachweislich weniger als 50 CO₂ pro Kilometer ausstoßen; Plug-in-Hybride sollten von der Förderung ausgeschlossen bleiben. Wie die "Bild" meldete, sollte zudem der Kauf von gebrauchten Elektroautos Teil des Förderprogramms sein. Zudem sollte laut "Bild" die Einkommensgrenze bei 45.000 Euro brutto im Jahr (3.750 Euro im Monat) liegen; bestätigt wurde diese Zahl von offizieller Seite allerdings nicht. Ähnliche Programme wurden in den vergangenen Jahren in Frankreich und Italien aufgelegt.
Anträge sollten ab Januar 2026 gestellt werden können, wobei die Auszahlung der Prämie rückwirkend nach der Zulassung des Fahrzeugs erfolgen sollte. Zuständig wäre genau wie bei der alten E-Auto-Förderprämie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Die für die E-Auto-Förderung nötigen Geldmittel von drei Milliarden Euro bis 2029 stammen aus dem EU-Klimasozialfonds und dem Klima- und Transformationsfonds (KTF).
Hinweis: In der Fotoshow präsentieren wir Ihnen günstige Elektroautos, die bereits auf dem Markt sind oder 2026 zu den Händlern kommen.
