Superseltener Ferrari F40 LM GTC-Spec zu verkaufen: Der kann wirklich Rennstrecke

Superseltener Ferrari F40 LM GTC-Spec zu verkaufen: Der kann
wirklich Rennstrecke
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Superseltener Ferrari F40 LM GTC-Spec zu verkaufen: Der kann wirklich Rennstrecke

© Alex Penfold / Courtesy of DK Engineering

Der Ferrari F40 LM ist schon seltener, doch als GTC gibt es ihn nur drei Mal. Dieser hier war lange in Deutschland unterwegs und wird jetzt verkauft.

Die unzureichende Traktion in den ersten beiden Gängen erklärt die mageren Sprintwerte des Ferrari F40 – so stand es 1989 in der auto motor und sport, als das italienische Supercar zum Test vorstellig wurde. Ein Vorwurf, der dem F40 LM wohl nicht gemacht worden wäre, denn der schießt in nur 3,1 Sekunden auf 100 km/h. Sie haben Recht, wenn Sie nun vermuten, dass "LM" für Le Mans steht. Sie haben aber auch Recht, wenn Sie feststellen, dass nie ein solcher F40 bei einem offiziellen Lauf auf der französischen Traditionsstrecke an den Start gegangen ist.

Er war nie in Le Mans

Der Entwicklung einer rennstreckentauglichen Version stand zunächst die Tatsache im Weg, dass Ferrari den F40 als straßenzugelassenen Supersportwagen verstanden wissen wollte. Doch nicht zuletzt auf Drängen von Daniel Marin (seinerzeit Direktor des französischen Ferrari-Importeurs Charles Pozzi SA) konnte man sich in Maranello schließlich doch zu dem Schritt entschließen. Obwohl man dem Ergebnis die Bezeichnung "LM" zugedacht hatte, war es die IMSA-Serie, die sich über den potenten Teilnehmer aus Italien freuen durfte. Wobei nicht alle der 19 gebauten Exemplare wirklich auf der Rennstrecke gelandet sind.

Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts zeichnet kein Geringerer als Rennwagenbauer und Ferrari-Partner Michelotto Automobili aus Padua. Der Spezialbetrieb hat nahezu alle Ferrari-Rennwagen gefertigt und eben auch den F40 LM. Jener unterscheidet sich vom Serienmodell durch den Verlust etlicher Kilos und dem Gewinn zahlreicher Pferdestärken. 720 PS bewegen 1.050 Kilo Leergewicht plus Fahrer (Serie: 477 PS und 1.430 Kilo). Für ein Auto aus dem Jahr 1989 ist das mehr als beeindruckend. Der Ladedruck des 2,9-Liter-V8 wuchs auf 2,6 bar, das Verdichtungsverhältnis auf 8.0:1. Dazu gab es Modifikationen an Ladeluftkühlung, Nockenwellen und Benzineinspritzung.

Digitale Instrumente 1989

Das Chassis wurde bei Michelotto zusätzlich versteift, ebenso das Fahrwerk. Bessere Bremsen, breitere Reifen und ein noch reduzierteres Interieur mit futuristisch-digitalen Instrumenten (nochmal: 1989!) kennzeichnen den LM ebenso wie die hinter Lexan-Abdeckungen positionierten Frontscheinwerfer. Zudem sitzen seine Außenspiegel mitten in den vorderen Dreiecksfenstern und falls Sie es nicht ohnehin schon bemerkt haben: Die Fronthaube giert mit riesigen Öffnungen nach Frischluft. Weil wir es hier mit einer GTC-Ausführung zu tun haben, sitzt darunter ein verstellbarer Frontspoiler.

Daher auch der kleine historische Exkurs – aktuell verkauft DK Engineering aus Großbritannien dieses überaus seltene Exemplar, dessen erster Besitzer in Berlin lebte. Lange Jahre verbrachte das Auto mit Baujahr 1991 in Deutschland, bis es 2005 schließlich von DK Engineering aufgekauft wurde. Fünf Jahre später folgte nach einem Renneinsatz eine penible Aufbereitung bei Michelotto Automobili und heute befindet sich das Auto in einem Zustand, der sowohl den Rennstrecken-Einsatz als auch den Schaulauf bei einem Concours d'Elegance ermöglicht. Den Preis gibt es selbstredend nur auf Anfrage, doch dass vergleichbare LM-Ausführungen für rund fünf Millionen Euro gehandelt werden, dürfte einen nicht allzu verkehrten Anhaltspunkt geben.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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