Verrückt: Polizei stoppt irren Pflanzen-Transport

Dieser VW Polo war der Ludwigsburger Polizei ein wenig zu voll
gepackt.
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Dieser VW Polo war der Ludwigsburger Polizei ein wenig zu voll gepackt.

© Facebook/Polizei Ludwigsburg

Die Ludwigsburger Polizei stoppte einen völlig überladenen VW Polo. Der Fahrer musste einen Teil seiner Ladung auf einem Parkplatz der A8 zwischenlagern.

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Wie bekommt man einen Elefanten in einen Kühlschrank? Kühlschranktür auf, Elefant rein, Kühlschranktür zu. So etwas, oder zumindest etwas ähnliches, muss sich ein Polo-Fahrer vor seinem Umzug gedacht haben. Anders sind die Facebook-Bilder der Polizei Ludwigsburg nicht zu erklären. Sie zeigen einen völlig über- beziehungsweise schon ausladenden VW Polo auf der Rastanlage Denkendorf im Kreis Esslingen an der A8.

In dem Facebook-Post der Polizei ist zu lesen, dass sie einen Tipp von einem Security-Mitarbeiter bekamen, der zunächst auf einen schlecht gesicherten Wagen hindeutete. Dass es sich dabei um solch ein überladenes Fahrzeug handelt, ahnte bis dahin noch niemand. "Der Fahrer musste einen Teil seiner Ladung auf dem Rastplatz zurücklassen (die Sachen wurden beim Rastplatz zwischengelagert). Mit der restlichen Ladung und einer Anzeige ("Ladungssicherung") im Gepäck durfte er anschließend seine Fahrt fortsetzen", schreibt die Polizei Ludwigsburg.

Über vier Meter hohe Palme

Weil der Peugeot Partner über ein großes Panorama-Dach verfügt, wollte ein 55-Jähriger damit eine über vier Meter hohe Palme stehend transportieren. Die Polizei in Saarlouis hatte allerdings etwas gegen diesen Spezialtransport. Das Problem war nicht die Ladungssicherung, sondern das Überschreiten der zulässigen Fahrzeughöhe. Die liegt in Deutschland bei 4,20 Meter (Fahrzeug inkl. Ladung). Keine Chance für die Kombination aus Peugeot Partner und Palme.

Da der Fahrer keine Ausnahmegenehmigung vorlegen konnte, wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. Die Palme konnte ihre Reise wenig später aber dennoch fortsetzen, weil der Palmen-Spediteur einen größeren Lieferwagen organisieren konnte, in dem die Palmen liegend weitertransportiert wurde. Happy End? Fast. Der Fahrer hat jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit am Hals.

Kleiner Spark mit großer Gefriertruhe

Wegen Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit eingeleitet. Kleinwagen können auch Raumwunder sein – siehe den Honda Jazz mit seinem großen Heckklappen-Ausschnitt und den komfortabel umklappbaren Magic Seats. Aber das ist eher die Ausnahme – beim Chevrolet Spark sieht das anders aus: Sein Kofferraum-Ausschnitt ist nicht für große Gepäckbrocken, wie beispielsweise eine Gefriertruhe, geeignet. Ein 54-jähriger Fahrer hat sich davon aber nicht aufhalten lassen.

Er klemmte seine Gefriertruhe irgendwie in den Kofferraumausschnitt seines in Deutschland zugelassenen Spark, sodass sechs der acht Ecken des Kühlgeräts nach wie vor außerhalb des Autos waren. Im Fahrzeug stecken geschätzt nur maximal 20 Prozent der Gefriertruhe, der Rest schaute hinten aus dem Auto raus. Es ist ein Rätsel und wahrscheinlich glücklicher Zufall, dass die wuchtige Truhe nicht während der Fahrt aus dem Auto gefallen ist.

Polizei leitet überladenen Spark von der Autobahn

Eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg entdeckte den ungewöhnlichen Transport am 19. Juli 2020 gegen 20:00 Uhr auf der A8 Richtung Karlsruhe und leitete ihn an der Anschlussstelle Leonberg-Ost von der Autobahn.

Gefährliches Sport-Gespann: Porsche 968 zieht Pool

Am 17. Juni 2020 nachmittags um zirka 13:30 Uhr patrouilliert eine Polizeistreife durch die Kleinstadt Woodstock in der kanadischen Provinz Ontario – nicht zu verwechseln mit dem Kaff Woodstock im US-Bundesstaat New York, in dem das legendäre Woodstock-Festival nie stattfand. Auf einmal nehmen die kanadischen Polizisten die Verfolgung auf – der Begriff "Jagd" wäre hier unangemessen: Ein Porsche 968 mit einem höchst eigentümlichen Anhänger zuckelt entspannt vor ihnen.

Aus Resten gezimmerter Anhänger

Für die Polizisten ist es ein Leichtes, den deutschen Sportwagen mit der sperrigen Anhängelast am westlichen Stadtausgang auf der Dundas Street in Höhe der Kreuzung 11th Line zu stoppen. Sie können es immer noch kaum fassen: Am Heck des 968 hängt ein schmales grob gezimmertes Gestell mit einem großen Whirlpool darauf. Basis des Gestells scheint eine alte Sackkarre zu sein. Diese Basis hat der 54-jährige Porsche-Fahrer offensichtlich mit reichlich Brettern und Holzabfällen erweitert. Eingehängt ist die angstlos gebaute "DIY"-Konstruktion (DIY: Do it yourself) in den geöffneten Kofferraum des 968. Das Gestell ist so ausgelegt, dass es gleichzeitig den gläsernen Heckdeckel des Porsche geöffnet hält, für eine mehr oder weniger feste Verbindung sind ein paar Seile da.

Keine einzige Voraussetzung erfüllt

Was ein bisschen nach witziger Unangepasstheit klingt, finden die kanadischen Beamten besorgniserregend. Sie betonen, dass es gefährlich gewesen wäre, hätte sich der Selbstbau-Anhänger gelöst. In der Tat wirkt es auf den von der Polizei veröffentlichten Bildern so, als reiche ein mittelkräftiger Windstoß, um den hochbauenden Pool umzuwerfen. Die Polizisten weisen darauf hin, dass Anhänger zugelassen und in einem technisch guten Zustand sein müssen. Zur Zulassung gehören unter anderem eine funktionstüchtige Lichtanlage und kräftige Bremsen (in Deutschland bei schweren Lasten – Anmerkung der Redaktion). Außerdem ist eine Anhängerkupplung vorgeschrieben. Anhängerkupplung, Zulassung, Lichtanlage, Bremsen und guter Zustand: Das DIY-Rack des Porschefahrers erfüllte nicht eine dieser Voraussetzungen. Dafür gab es eine Anzeige wegen fahrlässigen Fahrens. Nach deutschem Recht stünde ihm möglicherweise sogar eine Anzeige wegen versuchtem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b II StGB) ins Haus.

Kommentatoren nehmen es locker

Der Woodstock Ontario Police Service hat seinen Pool-Fang als Warnung bei Facebook gepostet. Die Fans reagieren entspannt – einer kommentiert ironisch, dass der Sachverhalt "fahrlässiges Fahren" nur erfüllt wäre, wenn das Holz den Lack des Porsche beschädigen würde. In dieser Hinsicht sieht er Nachbesserungsbedarf beim Transportgestell. Das Gestell an sich sei so solide wie das Zugfahrzeug, allerdings bräuchte es natürlich Fuchsfelgen.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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