VW Amarok (2022): Neuer Pick-up zeigt sich erstmals auch von innen

VW Amarok (2022): Neuer Pick-up zeigt sich erstmals auch von
innen
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VW Amarok (2022): Neuer Pick-up zeigt sich erstmals auch von innen

© VWN

Im Sommer 2019 vereinbarten die Autobauer Ford und VW unter anderem eine Kooperation im Nutzfahrzeug-Bereich. Auf Basis des Ford Ranger soll auch der nächste VW Amarok entstehen. Jetzt gibt es neue Design-Skizzen, auch vom Innenraum.

Autobauer rücken in verschiedenen Bereichen immer weiter zusammen. Ford und Volkswagen hatten im Sommer 2019 eine umfangreiche Zusammenarbeit im Nutzfahrzeug-Bereich vereinbart. Als erstes Gemeinschafts-Modell wurde für das Jahr 2022 ein von Ford entwickelter Pick-up für Europa, Afrika, den Mittleren Osten, den asiatisch-pazifischen Raum und Südamerika vereinbart. Der neue Pick-up wird auf der Technik des Ford Ranger aufbauen und bei Volkswagen den Amarok beerben.

Aggressiv gezeichneter Teaser

Einen ersten Teaser präsentierte VW-Boss Herbert Diess im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Autobauers im März 2020. Ein Jahr später folgte ein weiteres Teaserbild, das aber nicht mehr Infos lieferte. Das auf beiden Darstellungen völlig überzeichnete Modell zeigt sich mit kräftig ausgestellten Radläufen, viel Bodenfreiheit und einer Doppelkabine. Hinzu kommt ein mit viel Chrom gespicktes Gesicht, das Design-Anleihen bei den aktuellen VW-SUV-Modellen nimmt.

Während man bei VW bei der Bekanntgabe der Kooperation betont hat, man werde ein sehr eigenständiges Modell auf die Räder stellen, geben die Erlkönig-Bilder ein anderes Bild ab. Im direkten Vergleich mit dem Ford Ranger als Erlkönig sind die Unterschiede marginal. Zwar zeichnet sich an der Front eine andere Formgebung ab, als beim Ford, trotzdem erscheint das Layout weitgehend gleich: Zu sehen sind ausgestellte Radhäuser, ein Double-Cab-Aufbau sowie hochstehende Leuchten am Heck. Sie unterscheiden sich zum Ranger deutlich. Die Blenden an der Rückwand der Kabine dürften in der Serie als Chrom-Bügel ausgeführt sein.

Dreiliter-Diesel kommt im Amarok

Nachdem Ford inzwischen den kommenden Ranger vorgestellt hat (mehr dazu in diesem Beitrag), kommt nun auch ein bisschen Licht ins Dunkel bei den künftig angebotenen Motoren. Diese teilt sich der Amarok mit dem Ranger. Bedeutet: Standardmotor wird ein Zweiliter-Turbodiesel, Top-Ausstattung ein Dreiliter V6 Diesel. Nachdem VW den Amarok höher positionieren möchte, könnte die Basismotorisierung mit Mono-Turbo und 130 PS außen vor bleiben, stattdessen lediglich die Varianten mit rund 170 oder rund 210 PS (dann als Bi-Turbo) angeboten werden. Der V6-Diesel wird rund 250 PS leisten.

Der von vielen erwartete Plug-in-Hybrid wird, wenn überhaupt, erst später kommen. Ford hatte einen verklausulierten Hinweis auf "andere Antriebskomponenten, die vielleicht später hinzukommen könnten" gegeben, ohne hier genauer zu werden. Gerüchteweise soll eine neue Kombination aus einem 2,3-Liter-Benziner und einer Elektromaschine mit einer Systemleistung von über 350 PS kommen, allerdings nicht in 2022.

Erster Blick nach innen

Im Dezember 2021 hatte VW zwei neue Design-Skizzen veröffentlicht, die mehr Aufschluss über das kommende Modell bringen. Die dramatisch herausgestellten Radhäuser werden in der Serie sicher erheblich schmaler ausfallen, interessant ist aber der kaum verhüllte Blick auf die Front. Hier zeigt sich das aktuelle SUV-Gesicht der Marke, wie es zuletzt zum Beispiel auch der T-Roc erhalten hat. Eine große Querspange in der Kühlermitte zieht sich über die gesamte Front. Mit etwas Fantasie kann man außerdem eine durchgehende LED-Lichtleiste unterhalb der Motorhaube erkennen, die das Design der LED Tagfahrlichter aufgreift und diese optisch miteinander verbindet.

Aufschlussreich ist auch der genaue Blick in den Innenraum. Hier kann man im Vergleich mit dem neuen Ford Ranger viele interessante Details entdecken. Der Amarok erhält demnach ein komplett eigenständiges Armaturenboard, auch die Türverkleidungen mit Griffen und Ablagen zeigen sich deutlich unterschiedlich. Lenkrad und Lenkstockhebel sind ebenfalls aus dem VW-Regal, die Lüftungsdüsen sind klassisch quergerippt. Zu sehen ist außerdem ein wie beim neuen Ranger sehr kurz gehaltener Wählhebel für das Automatikgetriebe und der hochkant stehende große Monitor für das Multimedia-System. Außerdem wird es volldigitale Instrumente geben.

Eine weitere Designskizze, diesmal mit Blick auf das Heck des Amarok, wurde im Januar 2022 veröffentlicht. Zu diesem Anlass gab es auch weitere Info-Häppchen seitens der Nutzfahrzeug-Abteilung von VW. Demnach wird der neue Amarok gut zehn Zentimeter länger als das bisherige Modell (bisher: 5,25 Meter) sowie rund vier Zentimeter breiter werden. Konkretisiert wurde außerdem, dass der Amarok künftig für einzelne Märkte nicht nur mit Dieselantrieben, sondern auch mit Benzinmotoren ausgestattet wird.

Der kommende Ford Ranger sowie der VW Amarok-Nachfolger werden gemeinsam für Europa ab 2022 im südafrikanischen Ford-Werk nahe Pretoria montiert. Seine Weltpremiere wird er im Sommer 2022 feiern, der Bestellstart in Deutschland ist für Ende 2022 vorgesehen.

Quelle: 2022 Motor-Presse Stuttgart
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