Infiniti Q50S 3.0t (2017) im Test

Wenn sie an Premium-Automarken denken, woran denken sie? Audi,
BMW, Mercedes? An Infiniti denkt wohl kaum einer und dennoch wollen
die Japaner eine echte Alternative sein. Der neuste Angriff auf die
deutschen Premium-Hersteller erfolgt mit dem Infiniti Q50S
3.0t.
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Wenn sie an Premium-Automarken denken, woran denken sie? Audi, BMW, Mercedes? An Infiniti denkt wohl kaum einer und dennoch wollen die Japaner eine echte Alternative sein. Der neuste Angriff auf die deutschen Premium-Hersteller erfolgt mit dem Infiniti Q50S 3.0t.

© Ingolf Pompe
31.03.2017 - 09:07 Uhr von Luca Leicht

Mit einem neuen Dreiliter-V6-Turbomotor bläst Infiniti zum Angriff. Muss sich die Konkurrenz jetzt fürchten? Wir haben den Infiniti Q50S 3.0 t mit 405 PS getestet.

Wenn man hierzulande von Premium-Marken spricht, fallen meist nur die Namen Audi, BMW und Mercedes. Dabei mischen seit Jahren auch die Japaner mit. So wie die Nissan-Tochter Infiniti, die seit Ende letzten Jahres den Q50S mit Dreiliter-Turbo und damit ihre bislang stärkste Mittelklasse-Limousine zu den Händlern schickt. Und kräftig ist der mitunter rau laufende V6 allemal, daran lassen die 405 PS und 475 Nm Drehmoment keinen Zweifel. Das sind immerhin rund 50 PS mehr als im Audi S4, der in der Basis nur 100 Euro günstiger ist als der getestete Q50S in der üppigen Sport-Tech-Ausstattung (ab 59.400 Euro).

Luxus oder lästig?

Leistung satt, mit der sich das Fahrwerk manchmal überfordert zeigt. Schon bei einem wenig beherzten Tritt aufs Pedal auf trockener Fahrbahn flackert das Lämpchen im Cockpit und warnt vor Schlupf. Zudem ist der Federungskomfort der Adaptivdämpfer selbst in der weichsten Stufe ausbaufähig. Ansonsten versucht der Q50S, den Insassen mit nahezu allen erdenklichen elektrischen Helfern das Leben zu erleichtern. Neben der Sitz- und Lenkradverstellung mit Easy-Entry-Funktion gibt es Motoren für Gurtaufroller, Außenspiegel und Kurvenlicht – nur der Heckdeckel zum 500-Liter-Kofferraum muss manuell bewegt werden.

Echtes Luxusflair kommt trotz all der säuselnden Stellmotörchen jedoch nicht auf. Daran ändern auch die beiden Touchscreens nichts, die zusammen zwar auf 324 cm² Fläche kommen – immerhin rund 10 cm² größer als ein Monitor der S-Klasse –, aber dem Fahrer mit ihrer Trägheit Geduld abnötigen. Besonders stolz sind die Ingenieure auf die rein elektrische Steer-by-Wire-Lenkung, die ohne eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern auskommt. Dadurch verliert sie allerdings stark an Rückmeldung.

Ähnlich zwiespältig die Funktion mancher Assistenzsysteme. So schafft es der Q50S trotz Radar und 360-Grad-Kamera nicht, selbstständig eine Parklücke anzusteuern. Wer die Einparkhilfe nutzen möchte, muss die erst umständlich mit dem Dreh-Drück-Steller anvisieren, um das Lenkrad anschließend selbst in Position zu bringen. Hier wäre der Einsatz des E-Motors sicherlich kein Luxus gewesen – verbaut ist er schließlich schon.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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