Alte Geräte sicher verkaufen

Alte Geräte verkaufen aber richtig
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Alte Geräte verkaufen aber richtig

 © Fotolia.com/Alexandra
06.09.2018 - 07:00 Uhr

Liegen bei Ihnen in den Schubladen im Büro oder Zuhause auch noch ausgediente Smartphones und Tablets nutzlos herum? Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese sicher verkaufen.

Ihr altes Smartphone, das gerade vor Ihnen liegt, hat einmal bessere Tage gesehen. Denn, als Sie es gekauft haben, war es für Sie bestimmt das Nonplusultra. Nunmehr ist es in die Jahre gekommen und mit Gebrauchsspuren übersät. Verglichen mit Ihrem nagelneuen Smartphone wirkt die Technik des alten Handys fast steinzeitlich.

Auch, wenn Ihr neues Smartphone tausendmal mehr kann als das alte Gerät - funktionstüchtig ist auch das Alte noch. Garantiert gibt es Leute, die damit noch etwas anfangen können. Sie verlängern durch einen Verkauf Ihres alten Handys nicht nur dessen Lebenszeit, sondern können dadurch auch noch ein paar Euro verdienen. Die Frage ist nur, wo man für seine Altgeräte noch einen guten Preis erzielen kann. Ein erfolgreicher Verkauf setzt voraus, dass die Geräte trotz aller Gebrauchsspuren immer noch gut in Schuss sind. Last, but not least müssen Sie alle wichtigen persönlichen Daten von dem Gerät sicher entfernen, bevor Sie Smartphone, Tablet und Co. Dritten überlassen. Mit unseren Tipps sollte der Verkauf gelingen.

So verkaufen Sie alte Geräte

  1. Erster Schritt: Daten löschen

    Mit ziemlicher Sicherheit sind auf alten Geräten wie Smartphones, Tablets und Laptops eine große Menge sensibler Daten gespeichert. Gleich, ob Ihr persönliches Adressbuch, Ihre Bankkontoinformationen oder Ihre Amazon-Zugangsdaten. Diese Daten gehen niemanden etwas an. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie vor einem Verkauf all diese privaten Daten restlos von Ihrem Gerät entfernen. Bevor Sie jedoch damit beginnen, sollten Sie alle wichtigen, auf dem Gerät befindlichen Dateien sichern. Wenn Sie ein Backup anlegen, geht Ihnen für den Fall des Falles nichts Wichtiges verloren. Sensible Daten von einem Smartphone oder Tablet zu entfernen, ist gar nicht so schwer.

    Sofern es sich um ein älteres Android-Gerät handelt, müssen Sie nur das Einstellungen-Menü öffnen und "Privatsphäre-Einstellungen" wählen. Hier können Sie das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Wenn auf dem Gerät eine neuere Android-Version installiert sein sollte, müssen Sie die Einstellungen-App öffnen und weit nach unten in die Rubrik "Nutzer" scrollen. Dort wählen Sie "Sichern & Zurücksetzen". Anschließend tippen Sie auf "Speicher zurücksetzen", um das Mobilgerät auf den Werkszustand zurückzusetzen. Auch bei iOS finden Sie eine entsprechende Einstellungen-App. Um zum Menüeintrag "Zurücksetzen" zu gelangen, müssen Sie "Allgemein" auswählen und weit nach unten scrollen. Durch den abschließenden Tipp auf "Alle Einstellungen" bestätigen Sie, dass die Daten gelöscht werden sollen.

    Bei Laptops ist das nicht ganz so einfach. Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie eine Formatierung der kompletten Festplatte durchführen und danach das Betriebssystem neu installieren. Von Apple gibt es entsprechende Anleitungen. Diese beschreiben, was zu tun ist, um OS X zu deinstallieren und danach wieder neu aufzuspielen. Wie Sie auch immer vorgehen - auf jeden Fall sollten Sie Ihre Accounts für Cloudspeicher-Dienste und iTunes zuvor de-autorisieren. Dasselbe gilt für alle Aktivierungsschlüssel von Programmen, die auf dem neuen Gerät wieder zum Einsatz kommen.

  2. Zweiter Schritt: Sauber machen

    Sobald das Gerät von alten Daten bereinigt wurde, geht es an die äußerliche Säuberung. Hierfür sollten Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen. Während der Reinigung sollte das Gerät ausgeschaltet sein und nach Möglichkeit auch der Akku entfernt werden. Benutzen Sie zum Abwischen ein weiches, feuchtes Tuch. Am besten eignen sich faserfreie Tücher für die Reinigung. Ist der Schmutz hartnäckiger, wischen Sie mit leichtem Druck über das Gehäuse. Wenn auch das nichts hilft, sollten Sie Wasser im Verhältnis 50:50 mit Essigessenz oder weißem Essig mischen, um den Schmutz zu entfernen.

    Im Anschluss daran schießen Sie ein Foto von dem Gerät, das Sie verkaufen möchten. Falls Sie das Gerät über eine digitale Plattform wie Ebay oder Craigslist verkaufen möchten, ist das auf jeden Fall sinnvoll. Fotografieren Sie das Gerät aus verschiedenen Winkeln. Also nicht nur von vorn, sondern auch von der Seite und von hinten. Für die Aufnahmen sollten Sie einen hellen Platz mit indirekter Beleuchtung auswählen. Ihren potentiellen Käufern geben Sie damit Gelegenheit, sich anhand der Bilder einen Eindruck vom Zustand des Geräts zu machen.

  3. Dritter Schritt: Verkaufen

    Nachdem Sie das gebrauchte Gerät digital und physisch für den Verkauf vorbereitet haben, kommt die Frage nach dem angepeilten Verkaufspreis. Stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie bereit sind, auf etwas Geld zu verzichten, um den Verkaufsprozess zu beschleunigen? Oder möchten Sie einen möglichst hohen Preis erzielen und sind bereit, sich dafür beim Verkauf mehr ins Zeug zu legen?

    Wenn Sie den bestmöglichen Preis erzielen möchten, sind Auktionsplattformen wie Ebay und Craigslist die geeigneten Medien. Hier können Sie den Preis für Ihr Gerät individuell festlegen und eine eigene Auktion erstellen. Hier kann es allerdings viele Tage - manchmal sogar Wochen - dauern, bis die Ware verkauft ist. Ob das überhaupt gelingt, ist ungewiss. Eine Garantie für die Erzielung des Wunschpreises gibt es nicht. Ist das Gerät jedoch voll funktionsfähig und in einem Topzustand, geht es zu einem vernünftigen Preis womöglich schon am ersten Tag weg - so, wie eine warme Semmel.

    Bei zahlreichen anderen Services wie WirKaufens, reBuy oder dem Trade-In-Programm von Amazon verkaufen Sie Ihre iPhones, Tablets, Handys und weitere elektronische Geräte wie Laptops, Spielkonsolen und Kameras zum Festpreis. Und so funktioniert der Dienst: Sie beschreiben zunächst das Gerät und machen Angaben zu Marke, Model und Zustand. Daraufhin wird Ihnen von dem Dienst ein Eintauschpreis vorgeschlagen. Sind Sie mit dem Angebot einverstanden, lässt man Ihnen eine vorfrankierte Postmarke zukommen. Damit schicken Sie das Gerät ein. Der Dienstanbieter überprüft daraufhin das eingeschickte Gerät. Wenn es nichts zu beanstanden gibt und er Zustand den Angaben entspricht, bekommen Sie Ihr Geld.

    Ein Verkauf über solche Anbieter bringt jedoch weniger als der Verkauf über Ebay und vergleichbare Plattformen. Es kann mitunter vorkommen, dass Sie weniger erhalten wie anfänglich versprochen. Stimmt der Zustand der Ware nicht mit Ihren Angaben überein, kann das zu Preisabschlägen führen. Trotz alledem ist es die einfachste und eine stressfreie Methode für den Verkauf von ausrangierten Geräten. Die meisten Verkäufer akzeptieren daher den in der Regel niedrigeren Preis.

  4. Vierter Schritt: Planung zukünftiger Verkäufe

    Bis Sie Ihr topaktuelles Smartphone oder Tablet ebenfalls auf diese Weise veräußern, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Irgendwann ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie Ihr altes Gerät durch ein neueres Modell ersetzen möchten. Bereits jetzt können Sie einiges dafür tun, um in der zukünftigen Situation den besten Preis für Ihr bis dahin ausgedientes Gerät zu erzielen.

    Generell sollten Sie auf Dinge verzichten, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Dazu gehören alle Personalisierungen wie beispielsweise Gravuren im Gehäuse. Ein späterer Nutzer kann mit diesem "persönlichen Touch" nur wenig anfangen. Wenn Sie Smartphone undCo. dennoch personalisieren möchten, greifen Sie stattdessen zu einem individuell bedruckten Case. Ebenfalls eignet sich ein Skin, den Sie im Bedarfsfall wieder leicht ablösen können. Mithilfe einer Display-Schutzfolie schützen Sie Smartphones und Tablets vor Kratzern und minimieren zudem die Bruchgefahr. Ecken und Kanten weisen fast keine Verschleißspuren auf, wenn das Gerät stets durch eine Hülle geschützt wird. Ungeschützt in der Hosen- oder Jackentasche getragen - womöglich noch zusammen mit Schlüsselbund - sind Defekte an Ecken und Kanten praktisch vorprogrammiert.

    Am besten ist es, wenn Sie das komplette, im Lieferumfang des Geräts enthaltene Zubehör wie Anleitungen, Kopfhörer, Ladekabel und Karton aufbewahren. Auch den Kassenbeleg sollten Sie aufheben, damit ein künftiger Besitzer eventuell noch Garantieansprüche geltend machen kann. Tun Sie alles, damit das Gerät so neu und unversehrt wie möglich aussieht. So können Sie später den besten Preis erzielen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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