Weinstein-Prozess: Mutmaßliche Opfer gründen Instagram-Kanal

Harvey Weinstein am Mittwoch beim Verlassen des Strafgerichts
von Manhattan, New York
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Harvey Weinstein am Mittwoch beim Verlassen des Strafgerichts von Manhattan, New York

© imago images/ZUMA Press

Mutmaßliche Opfer von Film-Produzent Harvey Weinstein haben einen neuen Instagram-Kanal gegründet. Damit wollen die "Silence Breakers" Zeuginnen unterstützen, die im Prozess gegen Weinstein aussagen.

27 mutmaßliche Opfer von Film-Produzent Harvey Weinstein (67) haben unter dem Namen "Silence Breakers" einen neuen Instagram-Kanal gegründet. Mit dem Account " _nolongersilent" will die Gruppe Zeuginnen beistehen, die im Prozess aussagen. Das Verfahren gegen den 67-Jährigen, dem schwere Sexualverbrechen vorgeworfen werden, ist am 6. Januar eröffnet worden und dauert voraussichtlich zwei Monate, am Mittwoch begannen die Auftaktplädoyers.

"Wir sind solidarisch mit Annabelle Sciorra, Mimi Haleyi, Dawn Dunning und allen Frauen, die mutig im Gericht gegen Harvey Weinstein aussagen werden", heißt es in dem Instagram Statement. "Ab heute wird er endlich gezwungen sein, seinen Klägern ins Gesicht zu schauen und sich den Konsequenzen seiner monströsen Verbrechen zu stellen." Man wolle solange über Erlebtes berichten, bis das "Serien-Raubtier" sein Urteil bekomme.

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"My name is Larissa Gomes and I am a Harvey Weinstein Survivor since 2001. I am stronger today than I ever imagined I could be. The experience was traumatic for me, especially at such a young age, I didn't realize till much later but the effects stuck with me and manifested in ways that made it hard for me to continue working to the best of my abilities. I know now that healing can't take place in the same environment that hurt you. So, as a single mom to a 4 year old son, I hope I can use this significant experience with HW to make some kind of impact toward safer workplaces for future generations, to change the laws that deafen those interests and to kill the cultural environment that enables these abusers to thrive. The heart warming friendships I have forged with other survivors, has been positively healing and I am so beyond grateful to each and every one of them. Being a silence breaker created a fire within me, I feel like I finally have my voice back, and that, along with all of us working toward justice, is what it takes to make change happen. I believe in justice for silence breakers and all survivors because justice will have an empowering ripple effect around the globe for all survivors affected by abuse of power. The time is now for a seismic shift to happen — in the legal system, in our laws and policies, in the companies that enable and cover up, and finally in public awareness of the impact of trauma in victims lives. If it was your loved one — would it matter then, would you think twice? Hopefully. In the end we still have hope that all of this will matter, and I will continue to be a loud and reckoning voice letting everyone know, it does." #silencebreakers #timesup #metoo #harveyweinstein

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Larissa Gomes, die Weinstein 2018 wegen sexueller Belästigung verklagt hatte, äußerte sich namentlich auf dem Kanal: "Seit 2001 bin ich eine Harvey-Weinstein-Überlebende. Heute bin ich stärker als ich es je vermutet hätte", schreibt die Schauspielerin. Mit ihren Berichten wolle sie sich dafür einsetzen, dass künftige Generationen "sicherere Arbeitsbedingungen" hätten und Gesetze geändert würden, die dies verhinderten.

Das Statement kommentierten unter anderem die Schauspielerinnen Ashley Judd (51), Rosanna Arquette (60) und Rose McGowan (46) mit "Gefällt mir". Möglicherweise gehören sie zu den Gründerinnen des Kanals. Beim Prozessauftakt Anfang Januar hatten sich Arquette und McGowan gemeinsam mit anderen Frauen vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan versammelt. Mehr als 100 Frauen werfen dem Produzenten sexuelle Übergriffe oder gar Vergewaltigung vor, darunter Stars wie Angelina Jolie (44) und Gwyneth Paltrow (47). Weinstein weist bisher alle Vorwürfe zurück. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Quelle: spot on news AG
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