Sieben Tricks, die Ihrem DSL-Anschluss Beine machen

Sieben Tricks, die Ihrem DSL-Anschluss Beine machen
Wir haben für Sie sieben Tricks zusammengestellt, um Ihrem DSL-Anschluss mehr Geschwindigkeit zu entlocken.
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Sieben Tricks, die Ihrem DSL-Anschluss Beine machen

Wir haben für Sie sieben Tricks zusammengestellt, um Ihrem DSL-Anschluss mehr Geschwindigkeit zu entlocken.

© Thinkstock
26.06.2015 - 05:39 Uhr

Auch für DSL gilt: Was einmal als superschnell bezeichnet wurde, ist heute relativ lahm. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihrem Anschluss mehr Geschwindigkeit entlocken.

  1. Optimierungs-Option: Der Wechsel von ADSL auf ADSL2+
    Zunächst wenden wir uns den Angaben zu, die in der Fritzbox unter "Internet -> DSL-Informationen" gemacht werden. Seien Sie aufmerksam, wenn hier als Übertragungsverfahren statt "ADSL 2+" oder "VDSL" lediglich "ADSL" angegeben ist. Bei "ADSL" handelt es sich nämlich um einen veralteten Standard, der allerdings auch heute noch vereinzelt verwendet wird. Bei gleicher Leitungslänge lassen sich durch ADSL2+ erheblich höhere Übertragungsraten - bis zu 16 MBit/s - erreichen. Wenden Sie sich an Ihren Provider, damit Sie auf eine DSL-Gegenstelle, die ADSL2+ unterstützt, umgestellt werden. Wenn der Provider jedoch in der entsprechenden Vermittlungsstelle noch nicht über ADSL2+-fähige Technik verfügt, sollten Sie checken, ob dies möglicherweise ein anderer Anbieter realisieren kann. Dies können Sie tun, indem Sie einen Verfügbarkeitscheck auf den Websites der Konkurrenten durchführen.
  2. Optimierungs-Option: Tarifwechsel
    Danach werfen wir einen Blick auf die Geschwindigkeitswerte auf der Registerkarte "DSL" der Fritzbox unter "Internet -> DSL-Informationen". Wenn hier die "DSLAM-Datenrate Max." deutlich schlechter ist als die "Leitungskapazität" der BOX, werden sie von Ihrem Provider ausgebremst. Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass von Ihrem Tarif her nicht mehr Leistung gestattet ist. Wenn das nicht der Grund ist, sollten Sie Ihren Anbieter ansprechen und ihn auf den Unterschied hinweisen. Sie fügen der Anfrage am besten einen Screenshot mit den DSL-Statusinfos der Fritzbox bei.
  3. Optimierungs-Option: Wechsel der Anschlussart
    Möglicherweise haben Sie aber auch eine "lange Leitung". Das wäre dann der Fall, wenn die "Aktuelle Datenrate" deutlich unter der "DSLAM-Datenrate Max." bzw. unter dem Wert liegt, den Ihr Tarif laut Vertrag im besten Falle hergibt. Das bedeutet, die Leitungslänge zwischen der DSL-Gegenstelle, die meist einige Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt ist, und Ihrer Wohnung lässt keine höhere Geschwindigkeit zu. Die Lösung ist VDSL. Denn bei dieser Weiterentwicklung des Standards sitzen die Gegenstellen in den Verteilerkästen am Straßenrand nur wenige Hundert Meter entfernt. Auf diese Weise sind Datenraten bis 50 MBit/s oder mit der Vectoring-Technologie bis zu 100 MBit/s erreichbar.Da der Ausbau der Verteilerkästen, die via Glasfaser ans Internet angebunden werden müssen, zeitaufwendig und teuer ist, ist die Technik bis heute in erster Linie in Großstädten und Ballungsgebieten verfügbar.
  4. Optimierungs-Option: Anbieter auf langsame Anbindung hinweisen
    Nun können wir die in den Geschwindigkeitstests (beispielsweise mit http://speedtest.t-online.de, www.speedmeter.de oder www.speedtest.net) ermittelten Werte mit der vom DSL-Router ausgehandelten Geschwindigkeit (diese wird in der Fritzbox als "Aktuelle Datenrate" bezeichnet) vergleichen. Wenn der Wert zu den typischen Stoßzeiten (Feierabend) abfällt und danach wieder sprunghaft ansteigt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass entweder der Übergang vom Providernetz ins Internet oder die Anbindung der jeweiligen Vermittlungsstelle an das Netz des Providers nicht ausreichend dimensioniert ist. Dann ist es nur hilfreich, den Anbieter mit den Testwerten zu konfrontieren. Sie sollten dabei auch Tag und Uhrzeit Ihrer Messungen angeben.
  5. Optimierungs-Option: Prüfung der Hausverkabelung
    Selbstverständlich kann es auch an der Technik des Benutzers liegen, wenn die Datenübertragung beeinträchtigt ist. Erster Knackpunkt: die Telefon-Hausverkabelung. Wenn Sie diese selbst verändert oder vorgenommen haben, sollten Sie prüfen, ob die Kupferlitzen einen Querschnitt von wenigstens 0,6 Millimetern aufweisen. Wenn einige Kabelabschnitte hintereinander geschlossen sind, müssen Sie nachschauen, ob die Verbindungen in Ordnung sind. Falls Sie über mehrere Telefondosen in Ihrer Wohnung verfügen, sollten Sie unbedingt jene verwenden, die die kürzeste Verbindung zum Punkt der Hausübergabe im Keller aufweist.
  6. Optimierungs-Option: Tausch des DSL-Router/-Modems
    Auch das DSL-Modem ist von Bedeutung. Es ist häufig für die Übertragung der Daten über die Telefon-Kupferkabel zuständig und in den WLAN-Router integriert. Dabei gibt es durchaus bestimmte Unterschiede bei der Qualität. Es ist also möglich, dass Sie mit einem anderen WLAN-Router bzw. Modem ein paar Hundert KBit/s mehr herausholen können. Beispielsweise, weil dieses Störungen besser verarbeitet. Dabei ist es jedoch kaum möglich, eine Prognose abzugeben, wie sich ein bestimmtes Modem an Ihrer konkreten Leitung verhält. Natürlich könnten Sie sich eine Reihe von Geräten zulegen, nur das beste Modell verwenden und die anderen eventuell umtauschen. Das wäre jedoch den Händlern gegenüber nicht ganz korrekt. Möglicherweise können Sie sich aber auch von einem Bekannten einen Router zum Prüfen leihen.Wenn Ihr Anbieter Ihnen keine Zugangsdaten genannt hat, sondern lediglich einen Installations-Code für den von ihm gelieferten DSL-Router, haben Sie erst einmal größere Schwierigkeiten.
  7. Optimierungs-Option: Reduzierung von Datenvolumen
    Es gibt jedoch eine andere Möglichkeit, trotz langsamer Leitung mit höherem Tempo zu surfen. Sie müssen nur das zu übertragende Datenvolumen verringern. HTML-Code, Javascripts oder Protokolldaten rauschen normalerweise ungepackt durch die Leitung. Bilder im PNG- oder JPG-Format sind zwar schon komprimiert, aber meist nur so stark, dass die Bildqualität nicht reduziert wird. Der kostenlose Browser Opera bringt sowohl in der Android- und iOS-Variante als auch in der Windows-Version eine Funktion mit, die den Datenverbrauch durch starke Komprimierung beim Surfen deutlich verringert. Dahinter steckt folgendes Prinzip: Der Browser verbindet sich mit einem zwischengeschalteten Server von Opera (Proxy) und nicht direkt mit der gewünschten Website. Dabei werden diese gewünschten Daten von der Website angefordert, komprimiert und an den Browser weitergeleitet. Diese Funktion lässt sich im "Opera-Browser für Android" über den Menüeintrag "Offroad-Modus" ein- und ausschalten. In "Opera Mobile Classic" (für Android ab Version 1.6) und unter Opera für Windows wird die Option als "Opera Turbo" bezeichnet und lässt sich so einstellen, dass sie nur dann verwendet wird, wenn eine WLAN-Verbindung nicht verfügbar ist.Google Chrome bietet ebenfalls eine Kompressions-Funktion. Diese ist offiziell jedoch lediglich in den App-Versionen erhältlich. Dort können Sie diese unter "Bandbreitenverwaltung -> Datennutzung reduzieren" finden. Wenn Sie die Funktion auch in der Windows-Version verwenden möchten, sollten Sie die inoffizielle Erweiterung " Data Compression Proxy" nutzen. Falls Sie nicht nur den Datenverkehr des Browsers verringern möchten, sondern den des kompletten Tablets oder Smartphones, können Sie für iPhone/iPad und für Android ab Version 4 die Gratis-App " Onavo Extend " verwenden. Diese erhalten Sie in den App Stores. Sie stellt eine VPN-Verbindung zu dem Server des Providers her, über den in diesem Fall der komplette Internet-Verkehr des Gerätes geleitet wird. Bevor die Daten an das mobile Gerät geleitet werden, komprimiert der VPN-Server - soweit dies möglich ist - die empfangenen Daten. Die App zeigt an, wie viel Datenvolumen Sie schon gespart haben. Bei allen Diensten oder Apps, die die Umkehr des Datenverkehrs bewirken, sollten Sie allerdings im Hinterkopf behalten, dass deren Betreiber sämtliche unverschlüsselten Daten mitlesen könnten.
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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