Privatsphäre schützen im Internet

Privatsphäre schützen im Internet
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Privatsphäre schützen im Internet

© PeopleImages / Getty Images

Da nur die wenigsten Menschen sich gerne als gläserner Nutzer sehen, existieren zahlreiche Programme, um ihre Anonymität im Internet zu wahren. Wir stellen Ihnen einige davon vor.

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Anonymität: komplexer als gedacht

Sie sind nicht anonym im Internet unterwegs, nur weil Sie sich bei Facebook abmelden und den privaten Modus Ihres Browsers verwenden. Cookies werden zwar im privaten Modus nach Ablauf der Session wieder gelöscht, aber IPs werden weiterhin protokolliert. Je häufiger Sie also das Internet verwenden, desto präziser erhalten Werbeanbieter Aussagen über Ihre Person.

Werbung, die auf Amazon weiterleitet, schaut sich beispielsweise Ihre bisherigen Vorlieben an. Mögen Sie ein ganz bestimmtes Paar Schuhe, wird Ihnen Amazon immer wieder Werbung mit diesen Schuhen als Inhalt anbieten. IP-Adressen lassen sich außerdem verwenden, um Ihren Standort (grob) herauszufinden und so demografische Eigenschaften in die Werbung einzubeziehen.

Verschleierung der wichtigsten Daten

Unterschiedliche Methoden stehen bereit, um Ihre Anonymität zu einem großen Teil zu wahren:

  • •Der Tor-Browser verbindet Sie nicht direkt mit Webseiten und Diensten, sondern leitet alle Anfragen über ein Dickicht aus mehreren anderen Servern, die überall in der Welt verteilt sind. Der Datenverkehr wird darüber hinaus verschlüsselt. Unternehmen und Werbeanbieter werden unmöglich herausfinden können, wer oder wo Sie sind. Nachteil: Die Umleitungen des Datenverkehrs verlangsamen das Surfvergnügen im Internet.
  • Eine andere Methode sind VPN-Dienste wie Cyberghost. Damit verbinden Sie sich mit einem Server, der dann wiederum Ihre Daten an Ihre gewünschte Webseite weiterleitet. Der Anbieter der Webseite erhält niemals Zugriff auf Ihre eigentliche IP-Adresse. Diese Dienste sind schneller als Tor, aber sie kosten monatliche Gebühren.

Eigeninitiative ergreifen

Technische Mittel schützen gut, aber ein wenig Mithilfe kann nicht schaden. Wir raten Ihnen daher, sich von Facebook, Google, Amazon & Co. abzumelden, wenn Sie diese Dienste nicht gerade aktiv nutzen. Alternativ installieren Sie einen separaten Browser, den Sie nur für diese Tätigkeiten und sonst nichts anderes verwenden. Unterschiedliche Profile in Browsern erfüllen denselben Zweck.

Konfigurieren Sie auch Ihren Browser so, dass er möglichst wenige Daten sammelt und sendet. Sowohl Firefox als auch alle chromebasierten Browser wie Chrome, Edge, Vivaldi, Opera oder Brave bieten dafür die notwendigen Einstellungen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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