Die "Planetary Health Diet" soll uns und die Welt retten - kann sie's?

Leonardo DiCaprio ist nicht nur Oscarpreisträger, sondern auch
engagierter Umweltaktivist. Ob die "Planetary Health Diet" auch
etwas für ihn wäre?
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Leonardo DiCaprio ist nicht nur Oscarpreisträger, sondern auch engagierter Umweltaktivist. Ob die "Planetary Health Diet" auch etwas für ihn wäre?

 © Andrea Raffin/ Shutterstock.com
08.02.2019 - 09:30 Uhr

Viel Nüsse, Gemüse und Früchte, wenig Fleisch, Eier und Zucker. Dieses Konzept soll - grob überrissen - nicht nur unserer Figur und Gesundheit förderlich sein, sondern auch Leben retten - elf Millionen, um genau zu sein.

Lebensmittel sind auf der Welt so ungerecht verteilt wie Regen. Die einen haben entschieden zu viel, die anderen zu wenig. Das hat 37 Wissenschaftler auf den Plan gerufen, die die "Planetary Health Diet" entworfen haben. Das Besondere: Diese Diät soll für die gesamte Menschheit gelten und unsere Erde retten.

Eigentlich ist der Begriff "Diät" hier das falsche Wort. Denn anders als die meist kurzfristige Ernährungsweise, die oft auf Gewichtsverlust abzielt, handelt es sich bei der "Erden-Diät" um eine langfristige Ernährungsumstellung. Die soll nicht nur dem Planeten - "planetary" - zugutekommen, sondern auch Krankheiten vorbeugen und die Gesundheit - "health" - fördern.

Von der Theorie in die Praxis

Doch was steht auf dem Speiseplan? Für die meisten wenig überraschend: Gemüse. Mindestens 350 Gramm davon sollte der Mensch täglich zu sich nehmen. Dazu kommen 250 Gramm Milchprodukte und 232 Gramm Vollkornprodukte. Bis aufs Gramm genau gehören auch 75 Gramm Hülsenfrüchte auf den Teller, 50 Gramm Nüsse, 29 Gramm Hühnchen, 28 Gramm Fisch und exakt 13 Gramm Ei, womit sich der Sonntags-Brunch mit obligatorischem Frühstücksei eher schwierig gestalten dürfte, denn wie viel Ei sind 13 Gramm?

Glaubt man der Studie, rettet die Formel für die perfekte Ernährungsform elf Millionen Menschen jährlich das Leben. Die Schwierigkeit dürfte allerdings in der Umsetzung liegen. So müssen Menschen in der ganzen Welt ihre Essgewohnheiten ändern. In der Praxis bedeutet das, weniger Fisch für Asiaten, weniger rotes Fleisch für Europäer und Nordamerikaner. Theoretisch kann durch die "Erden-Diät" viel für unseren Planeten getan werden: weniger Treibhausgase, Erhaltung der Artenvielfalt und mehr Trinkwasser. Bleibt bloß die Frage: Wie trenne ich ein Ei auf 13 Gramm genau?

Quelle: spot on news AG
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