Hongqi E-HS9 (2020): Chinas Luxus-Laster fährt elektrisch

Hongqi E-HS9 (2020): Chinas Luxus-Laster fährt elektrisch
Bild 1 von 11

Hongqi E-HS9 (2020): Chinas Luxus-Laster fährt elektrisch

© FAW-Hongqi

Mit dem E-HS9 leistet sich die chinesische Marke Hongqi ein mehr als stattliches Elektro-SUV. Der 5-Meter-Koloss soll noch im September 2020 auf den Markt kommen.

Chinas quasi-staatliche Luxusmarke Hongqi marschiert in Sachen Elektromobilität stramm voran: Ab September 2020 soll das Elektro-Flaggschiff E-HS9 ausgeliefert werden. Das Dickschiff ist 5,2 Meter lang und sollte mit einem Radstand von 3,1 Metern keine Probleme haben, die verwöhnte Kundschaft standesgemäß zu transportieren. Die muss, gemessen an europäischen Maßstäben, vergleichsweise wenig auf der hohen Kante haben, um sich einen E-HS9 auf den Hof zu holen. Die Preise sollen zwischen 480.000 und 550.000 chinesischen Yuan liegen. Das entspricht umgerechnet einer Preis-Spanne von 57.000 bis 66.000 Euro.

Bis zu 600 Kilometer Reichweite

Die laut Firmenangaben 92,5 Kilowattstunden große Batterie sitzt im Fahrzeugboden und soll für eine Reichweite von "ungefähr 600 Kilometern" reichen. Gemessen an der Größe des E-HS6 scheint aber eine Reichweite von rund 500 Kilometern realistisch. Je ein Elektromotor an Vorder- und Hinterachse sorgen für elektrischen Allradantrieb. Vorne ziehen 217 PS (160 Nm), hinten schieben 333 PS (245 Nm).

Auf Wunsch mit Kristall-Deko

Das mit Leder und Aluminium edel ausstaffierte Cockpit wird von einem zentralen Riesen-Display dominiert, das sich von der Fahrerseite bis hin zum Beifahrer zieht. Zwischen dem Wählhebel auf der Mittelkonsole und dem Armaturenbrett sitzt ein LCD-Touchscreen, über den sich die Fahrzeugfunktionen steuern lassen. Auf Wunsch gibt's übrigens auch einen beleuchteten Wählhebel mit Kristall-Besatz. Am Multifunktionslenkrad warten keine klassischen Tasten, sondern kapazitive Bedienfeldern auf Berührung. Die muss nur sanft sein, um die entsprechende Funktion auszulösen.

Design-Chef mit Rolls-Royce-Historie

Wem der Look mit dem riesigen Kühler und den markanten Scheinwerfern sehr englisch vorkommt, liegt gar nicht so falsch: Das Design stammt vom ehemaligen Rolls-Royce-Designchef Giles Taylor. Eine rote Nase auf der Haube über dem an den Culinan erinnernden "Kühler", den der E-HS9 eigentlich gar nicht braucht, und eine rote Signatur in der Flanke schließen den Bogen zum Firmennamen: Hongqi steht für "Rote Fahne" und hat überhaupt keine Probleme, sich mit frischer Technologie zu versorgen. Hongqi gehört zum Riesen-Konzern FAW, der unter anderem auch gemeinsam mit Volkswagen Fahrzeuge für den chinesischen Markt produziert.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Deutliche Worte vom viermaligen Weltmeister in Richtung seines Teams: Sebastian Vettel macht Ferrari nach dem fünften ...mehr
Mit Siebengang-Schaltgetriebe, mechanischer Sperre, starkem 450-PS-Turboboxer und Sicherheitsbügel stürmt der 911 ...mehr
Die E-Auto-Neuzulassungen haben sich fast verdreifacht. Dazu gibt es einen geheimnisvollen Elektro-A1 und erstmals den ...mehr
Anzeige