VW ID.4 und ID.4 Crozz (2021) im Video: Elektro-Tiguan fast ungetarnt beim Laden

VW ID.4 und ID.4 Crozz (2021) im Video: Elektro-Tiguan fast
ungetarnt beim Laden
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VW ID.4 und ID.4 Crozz (2021) im Video: Elektro-Tiguan fast ungetarnt beim Laden

© Volkswagen

Auf der IAA 2019 zeigten die Wolfburger den ID.4 hinter folierten Scheiben, im hohen Norden testeten Sie ihn als "Opel"-Erlkönig und auf dem Genfer Autosalon hätte VW ihn als seriennahe Studie gezeigt. Jetzt gibt es erste Bilder vom Innenraum.

VW rollt den Modularen Elektro-Baukasten (MEB) breit aus. Darauf aufbauen sollen diverse Modelle, unter anderem ein kompakter SUV, der dem erfolgreichen VW Tiguan entspricht. Schließlich plant VW von den erfolgreichen Modellen mit konventionellen Antrieben auch Elektro-Entsprechungen an den Start zu bringen. Der Bestseller VW Golf entspricht dem ID.3, die zweitbestverkaufte Baureihe VW Tiguan kommt als ID.4 – diese Modellbezeichnung ist nun auch offiziell (ID.1 bis ID.9 sowie ID.1X bis ID.9X). Mit rund 4,60 Meter Länge liegt das Modell zwischen Tiguan und Tiguan Allspace.

Bereits 2017 hatte VW mit dem VW ID. Crozz und ID.Crozz II einen Ausblick auf ein solches Modell gegeben. Der Crozz ist allerdings als SUV-Coupé ausgelegt, doch gerade in diesem Segment verkaufen sich konventionelle Steilheckversionen besonders gut. Entsprechend kommt der ID.5 als SUV-Coupé ebenfalls auf den Markt.

Elektro-Tiguan mit gut 300 PS

Unserem Erlkönigjäger ist die europäische Version des ID.4 schon vor Wochen bei Testfahrten im hohen Norden vor die Linse gefahren – fast ungetarnt. Und was VW an Tarnung am Auto belassen hat, soll Beobachter mit einem Opel-Look täuschen. Netter Versuch. Dennoch zeigen die Erlkönig-Bilder ganz klar die Unterschiede zu den Crozz-Studien. Der Heckabschluss ist steiler, ein großer Dachkantenspoiler beschirmt die schmale Heckscheibe.

Am Heck zeigen sich niedrige Leuchten sowie eine massige Schürze. Dazu gesellt sich eine starke C-Säule und auf dem Dach die Reling. Ähnlich wie bei den Studien ist die geschwungene untere Fensterlinie zu erkennen, die dem Modell eine gewisse Dynamik verleiht. Die starken Sicken an der Seite dürften in der Serie nicht ganz so heftig ausfallen, auch thronen auf der Türbrüstung konventionelle Außenspiegel – die Studie hatte ausklappbare Kameras in den Kotflügeln. In der Serie sind zudem die hinteren Türen an der B-Säule angeschlagen, alle vier Pforten öffnen sich über klassische Bügelgriffe. Die Front des VW ID. 4 gibt sich mit kurzem Überhang und steilstehender Frontpartie. Augenfällig ist die untere ausgeprägte Schürze. Dazu vollenden die typischen ID-Scheinwerfer mit LED-Leuchtbändern das Design.

Apropos leuchten: Mit neuen Teaser-Bildern will VW seinen ID.4 im Gespräch halten. Auf scheinbar fluoreszierenden Zeichnungen zeigen sie Details zum E-Auto.

VW ID.4 und seine inneren Werte

Kurz vor der Premiere des Elektromodells gibt Volkswagen noch einen Einblick in den ID.4. Im Vergleich zum ID.3 zeigen sich etwas veränderte Luftströmer und eine andere Anordnung von Bedienfeldern. Ansonsten schaut der Fahrer auch im ID.4 auf ein kleines digitales Cockpit, auf dem Armaturenträger informiert ein zweiter Bildschirm. Die Instrumententafel scheint zu schweben und ist nicht mit der Mittelkonsole verbunden. Hier sind unter anderem die Cupholder untergebracht. Eine Ambientebeleuchtung mit 30 Farben unterstützt auch den Fahrer. ID.Light nennt sich das System, das farblich Hinweise vom Navigations- oder Assistenzsystem unterstützt.

Zum Marktstart sind zwei Editionsmodelle vorgesehen, der VW ID.4 1st und der 1st Max. Letzterer verfügt zum Marktstart über elektrisch verstellbare Sitze mit dem Siegel "Aktion gesunder Rücken". Außerdem haben die Sitze eine pneumatische Lendenwirbelstütze und eine integriere Massagefunktion. Die Sitzbezügesind tierfrei und bestehen ausKunstleder und Art-Velours – einem Mikrofasermaterial, das zu etwa 20 Prozent aus recycelten PET-Flaschen hergestellt ist.

Bei beiden Sondermodellen zum Start sind Lenkrad, Lenksäule, Gehäuse der Displays und die Bedieninseln auf den Türen in Piano Black oder in Electric White gehalten.

Das Gepäck findet im Kofferraum mit einem Volumen von 543 Liter Platz, während die Passagiere ein optionales Panoramadach genoießen können.

China ID.4 in zwei Versionen geleakt

Die aus China stammenden Bilder zeigen nun zwei Versionen des ID.4, der von VW in Kooperation mit SAIC und FAW produziert wird. Die Fotos stammen aus der Anmeldung zum Patent. Unklar ist noch, ob der ID.4 in China tatsächlich mit diesem Namen in den Verkauf geht – die "4" gilt dort als Unglückszahl. Nichtsdestotrotz prangt auf dem Heck neben chinesischen Schriftzeichen auch der Name "ID.4. in der Mitte und "Crozz" rechts daneben. Beim zweiten Modell steht statt "Crozz" das "X" auf der Heckklappe. Die Unterschiede zwischen Crozz und X zeigen sich in der Frontschürze sowie bei einem leicht veränderten Scheinwerfer-Layout.

Auch am Heck hat VW die Schürzen unterschiedlich ausgeführt. Der Crozz erscheint mit einem anderen Klappenausschnitt sowie verändertem Diffusor. Auch die Abmessungen der Fünfsitzer differieren: Der ID.4 X kommt auf eine Länge von 4.612 mm, eine Breite von 1.852 mm und eine Höhe von 1.640 mm. Der Crozz ist 4.592 mm Lang, 1.852 mm breit und 1.629 hoch. Beide verfügen über einen Radstand von 2.765 mm. Darüber hinaus gibt es zwei Ausstattungsvarianten: Pro und 1st-Edition. Beide Modelle werden von einem 150 kW starken E-Motor angetrieben, der rund 160 km/h möglich macht. Die Reichweite des in China gefertigten Antriebs soll bei 500 Kilometern liegen.

Der VW ID. Crozz als Steilheck-SUV baut wie der ID.3 auf dem MEB-Baukasten der Wolfsburger auf. Akkus in drei möglichen Größen dürften im Boden des E-SUV untergebracht sein. Das ist die kleine 45 kWh-Batterie mit einer Reichweite von 330 Kilometer oder aber das 58-kWh-Pendant mit 420 Kilometer Reichweite an Bord. Als Top-Akku kommt mit 500 Kilometer Reichweite die Batterie mit 77 kWh daher. Für den Innenraum sieht VW ein klar strukturiertes Cockpit mit Touchfunktionen sowie Sprachsteuerung vor.

Neben dem ID.4 plant Volkswagen noch weitere Modelle, unter anderem ein elektrisches Pendant des VW T-Cross. Außérdem kommen noch der elektrische VW Bus (ID. Buzz) ab 2022, der ID. Aero 2023 als Passat-Pendant sowie ebenfalls 2023 der ID.Lounge, der dem VW Atlas entspricht.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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