Ford Mustang Mach1 (2021): Offiziell nach Europa - mit weniger Leistung

Ford Mustang Mach1 (2021): Offiziell nach Europa - mit weniger
Leistung
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Ford Mustang Mach1 (2021): Offiziell nach Europa - mit weniger Leistung

© Ford Motor Company

Der limitierte US-Sportler trägt die legendäre Bezeichnung "Mach 1" und ersetzt gleich zwei exponierte Mustang-Versionen: den Bullitt und den Shelby GT350. Nun steht fest: Der Mach 1 kommt auch offiziell nach Europa.

Nun ist es soweit: Ford bietet den neuen Mustang Mach 1 erstmals auch offiziell in Europa an. Wann genau das Modell in die Schauräume der Ford-Händler rollt, steht jedoch bislang ebensowenig fest wie der Preis. Dieser dürfte jedoch höher angesiedelt sein als in den USA, wo der Basistarif bei 52.195 Dollar liegt, was umgerechnet gut 45.000 Euro entspricht. Damit siedelt sich der Mach 1 in den USA ziemlich genau zwischen den beiden exponierten Mustangs an, die er ersetzt: Der Bullitt war etwa 5.000 Dollar günstiger, der bald auslaufende Shelby GT350 kostet 60.440 Dollar (ungefähr 52.500 Euro). Auf den US-Markt kommt der neue Mach 1 im Frühjahr 2021.

Mach 1 beerbt Bullitt und GT350

"Der Mach 1 war schon immer die Brücke zwischen den Basis-Mustangs und den Shelby-Modellen", sagt Ted Ryan, Heritage Brand Manager bei Ford Archives. Als Antrieb dient dem Neuling der 5,0-Liter-V8, der allerdings mit einigen Teilen des GT350, darunter Ansaugkrümmer, Ölfilteradapter und Motorölkühler, aufgerüstet wird. In den USA schafft der Saugmotor damit 487 PS und maximal 569 Newtonmeter. Mit diesen Daten bewegt sich der neue Mach 1 genau auf dem Niveau des Bullitt; der Shelby GT350 leistet 533 PS und liefert höchstens 582 Newtonmeter.

Deutsche Kunden müssen jedoch mit weniger Power Vorlieb nehmen. Um die hiesigen Emissionsvorschriften einzuhalten, erhält das Europa-Modell unter anderem einen Otto-Partikelfilter. Deshalb leistet der Achtzylinder hierzulande 460 PS und leitet ein maximales Drehmoment von 529 Newtonmetern an die Hinterräder weiter. Damit ist er lediglich zehn PS stärker als der normale Mustang GT; beim Drehmoment herrscht gar Gleichstand.

Sechs-Gang-Schaltung oder Zehn-Gang-Automatik

Aus dem Shelby GT350 leiht sich der neue Mustang Mach 1 auch die manuelle Sechsgang-Schaltung aus dem Hause Tremec. Das ebenfalls mit Ölkühlung sowie Zweischeiben-Kupplung und Schaltwegeverkürzung ausgerüstete Getriebe verfügt obendrein erstmals über eine Drehzahlanpassung. Als Alternative gibt es eine Zehn-Gang-Automatik mit verbessertem Drehmomentwandler. Die Abgase entweichen sowohl in Europa als auch den USA aus einer neuen vierrohrigen Auspuffanlage mit aktiver Klappensteuerung.

Den Kontakt zur Straßen halten Michelin Pilot Sport 4-Breitreifen auf neu gestalteten Leichtmetallfelgen. Die Räder unterscheiden sich in ihrer Größe je nach Modellvariante: Im normalen Mustang Mach 1 lauten die Dimensionen der dunklen Aluminium-Felgen im Fünfspeichen-Design 9,5 und 10 x 19 Zoll. Die Rundlinge des in den USA optional erhältlichen Handling-Packages sind jeweils einen Zoll breiter und im Kreuzspeichen-Look gestaltet. Dahinter schimmern jeweils die farbigen Sättel der Brembo-Bremsanlage durch.

Technisch im Detail optimiert

Auch sonst lässt Ford dem neuen Mustang Mach 1 einige technische Detail-Optimierungen angedeihen. So erhält er das Hinterachs-Kühlsystem des Shelby GT500 und eine im Vergleich zum Mustang GT längere Unterbodenverkleidung, die dort den Luftstrom beruhigt und so gekonnt kanalisiert. Auch das Fahrwerk hat Ford umfangreich angepasst. Die Adaptiv-Dämpfer, Fahrhilfen und Lenkung wurden neu kalibriert, es gibt steifere Stabilisatoren und Federn für die Vorderachse und der Bremskraftverstärker stammt aus dem hauseigenen Zubehör-Angebot. Für Europa soll das Fahrwerk sogar eine noch etwas straffere Abstimmung erhalten haben. Den hinteren Hilfsrahmen samt steiferer Buchsen und Radanbindungen kennen wir aus dem Shelby GT500.

An der Front trägt der Mustang Mach 1 einen neuen zweiteiligen Kühlergrill im 3D-Look, dessen runde Einleger die dort untergebrachten Zusatzscheinwerfer früherer Mach 1-Generationen symbolisieren. Die Gitterelemente unter den vorderen Blinkern greifen die Optik des ebenfalls neu gestalteten zentralen unteren Lufteinlasses auf. Die Pony-Logos, die Außenspiegelkappen und die dezente Spoilerlippe auf der Heckklappe tragen – ebenfalls der Mach 1-Tradition folgend – eine mattschwarze Optik. Der Diffusor kommt auch im Shelby GT500 zum Einsatz und soll den Antrieb im Vergleich zum Mustang GT um 22 Prozent erhöhen.

Größere Spoiler beim Handling-Package

Noch etwas extrovertierter tritt der neue Mach 1 mit dem optionalen, nur in Verbindung mit manuellem Getriebe erhältlichen Handling-Package auf. Ist dieses an Bord, verfügt der Sonder-Mustang über einen zusätzlichen Frontsplitter und einen größeren Heckflügel samt Gurney-Flap. Die schwarzen Karosserie-Streifen haben beide Varianten aber gemeinsam; sie tragen jeweils Akzentstreifen in Rot, Weiß oder Orange. Eine der acht Exterieur-Farben ("Fighter Jet Gray") erhält der neue Mach 1 exklusiv innerhalb der Mustang-Familie.

Der Mach 1-Innenraum zeigt sich im Vergleich zum Standard-Mustang leicht abgewandelt. Das Armaturenbrett verfügt über neue Aluminiumleisten, eine gravierte Plakette mit der Fahrgestellnummer und serienmäßig über den 12,3 Zoll großen, digitalen Instrumenten-Monitor mit eigenem Startbildschirm. Hinzu kommen dunkle Ledersitze mit Akzentstreifen, ein weißer Kugel-Schaltknauf und eigens gestaltete Einstiegsleisten.

Die Mach 1-Performance-Version verwendete Ford bei den Mustang-Generationen eins bis drei von 1969 bis 1978 sowie bei der vierten Generation zwischen 2002 bis 2004. Das Mach 1-Label sollte ursprünglich für den elektrischen Mustang herhalten. Massive Interventionen von Ford-Fans brachten das Unternehmen jedoch davon ab und man verwendete das neue Label "Mach E".

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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